Raus aus dem Winter! Die schönsten Outdoor-Ziele für die Osterferien

Tipps der Redaktion
Die schönsten Outdoor-Ziele über Ostern

ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.03.2026
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Nordspanien
Foto: Mikael Helsing

Ostern ist die perfekte Zeit, um dem grauen Winter zu entfliehen und den Frühling in vollen Zügen zu genießen. Die Natur erwacht, die Temperaturen steigen – und die Welt lädt zum Wandern, Radfahren, Klettern und Entdecken ein. Doch wohin? Die Redaktion hat für euch die Top-Outdoor-Destinationen für die Osterferien 2026 zusammengestellt: von blühenden Landschaften in der Toskana über dramatische Küstenpfade auf Madeira bis zu sonnenverwöhnten Inseln in Griechenland.

Madeira

Madeira
Michael Lutz/GettyImages

Auf der Suche nach einer schroffen, im Mai bereits wohltemperierten Wanderregion abseits der Kanaren stieß ich vor sehr vielen Jahren auf Madeira. Meine Wahl entpuppte sich als Volltreffer. Die Vulkaninsel bietet nicht nur alpine Pfade mit saugenden Tief- und grandiosen Weitblicken, sondern auch duftende Eukalyptus-Riesen und mystische Wälder aus knorrigem Lorbeer. Das Beste aber sind die teils nur 30 Zentimeter schmalen Levadas – Wasserkanäle, deren Seitenmauern als "Weg" dienen. Und die mal kühn an Steilwände gemauert, mal durch Berge hindurchführen und damit sowohl Schwindelfreiheit als auch eine Stirnlampe verlangen. Und wasserdichte Ausrüstung, denn in manchen der oft grob geschlagenen, unbeleuchteten Tunnel tropft es von der Decke. Auch wenn heute viele Abschnitte mit Geländern entschärft wurden, reizt es mich, diese märchenhaft bizarre Welt erneut zu erkunden – und mich dabei wieder wie ein Kind auf Abenteuerexkursion zu fühlen.

Tourentipps

  • Die Levada do Norte – Levada das Rabaças führt vom Encumeada-Pass durch lange, teils tropfnasse Tunnel ins Rabaçal-Tal (5 h, 14,5 km)
  • Für Wald-Fans empfiehlt sich die Lavada-dos-Cedros-Runde (4 h, 11 km)

Wanderführer: Madeira

Griechenland

Griechenland
traumlichtfabrik/GettyImages

Seit den ersten Familienurlauben auf Mykonos und Alonnisos zählt Griechenland zu meinen Sehnsuchtsorten. Inseln kenne ich mittlerweile zwar viele, das Festland jedoch kaum. Das soll sich ändern: »Berge statt Meer« heißt das Motto. In einem Land, das zu fast 80 Prozent aus Gebirgen besteht, reizt mich eins besonders: der unberührte Pindos im Norden. Der Gipfelkönig Smolikas (2637 m) belegt nach dem Götterberg Olymp (2918 m) an der Ostküste Platz zwei auf der Liste der höchsten griechischen Berge, doch die größte Attraktion ist ein mächtiger Abgrund: die Vikos-Schlucht, deren Kernstück sich zwischen den Steindörfern Monodendri und Vikos bis zu 1000 Meter tief durch das Gestein schneidet. Auch die Fauna und Flora im umliegenden Nationalpark beeindrucken: An den Felshängen nisten Geier und Adler, durch die Wälder streifen Bären, Wölfe und Wildkatzen, für bunte Akzente sorgen über 1700 Pflanzenarten. Nach so viel Natur lockt schließlich noch ein kulturelles Highlight am Südostrand des Pindos: die Felsenklöster von Meteora.

Tourentipps

  • Lang und knackig: die Gratwanderung von Samarina auf den Smolikas (9,5 Std., 20,6 km, 1517 Hm)
  • Die mittelschwere Durchquerung der Vikos-Schlucht von Monodendri nach Vikos (6 Std., 11,6 km, 642 Hm)
  • Leichte Runde durch das Welterbe Meteora (2,5 Std., 6,3 km, 284 Hm)

Wanderführer: Pindosgebirge mit Meteora

Nordspanien

Nordspanien
Mikael Helsing

Ich habe spanische Wurzeln und reise sehr gerne und oft durch das Geburtsland meines Vaters. Auch in den Norden, aber irgendwie bin ich immer in den Pyrenäen hängengeblieben. Die Regionen westlich davon sind für mich noch Neuland, aber hoffentlich nicht mehr lange. Zum Auftakt des nächsten Roadtrips soll es durch das Baskenland gehen, wo mich der Naturpark Aizkorri-Aratz lockt, in dem bis zu 1551 Meter hohe Berge über tiefen Buchenwäldern und weiten Almwiesen thronen. Anschließend will ich in die Kulturstadt Bilbao mit dem legendären Guggenheim-Museum, bevor wieder die Natur das Sagen haben soll – im Nationalpark Picos de Europa, wo sich nur 20 Kilometer von der Küste entfernt rund 200 Zweitausender des Kantabrischen Gebirges auf kleinem Raum drängen. Eine Pflichttour folgt dem Fluss Cares, der die "Garganta Divina" erschaffen hat, die "Göttliche Schlucht". Ans Wasser geht es auch beim letzten Stopp im Herzen Asturiens: dem Naturpark Somiedo, zu dessen Glanzlichtern die Gletscherseen "Lagos de Saliencia" gehören.

Tourentipps

  • Von Aldaola durchs Aizkorri-Hochtal (5 Std., 15 km, 612 Hm)
  • Die Ruta del Cares zwischen Caín und Poncebos (6.45 Std., 19,3 km, 625 Hm)
  • Von Alto de la Farrapona zu den Lagos de Saliencia (5.15 Std., 17 km, 600 Hm)

Wanderführer Baskenland, Picos de Europa und Asturien

Südfrankreich

Südfrankreich
Daniel Geiger

Manche sind mit dem Fahrrad, einige mit dem Kajak, viele mit Seil und Haken, die meisten aber mit Wanderschuhen unterwegs. Der eigenartigen Sogwirkung der bis zu 700 Meter tiefen und etwa 20 Kilometer langen Schlucht verfallen wohl alle. Auch mich zieht es immer wieder an und in den Verdon. Vielleicht liegt es an der angenehmen Kühle, die auf dem Grund auch im Hochsommer herrscht, vielleicht auch an geheimnisvollen Namen wie L'Imbut (Schlund) oder Styx, die Wildwasserkanuten als Schlüsselstellen ein Begriff sind, die man aber auch zu Fuß erreicht. Viele Wege führen in die Tiefe, am einfachsten der Martel-Pfad, der vom nördlichen Rand am Chalet de la Maline hinabsteigt – viele Wandernde gehen von dort weiter flussauf zum Point Sublime (6 h). Trittsichere und Schwindelfreie starten von gegenüber, von der weniger frequentierten Südseite. Am Parking des Cavaliers leitet ein wilder Pfad zum Schluchtgrund, von dort auf dem Sentier de l'Imbut mal hoch über dem Fluss, mal direkt am türkisfarbenen Wasser entlang. Hier bietet sich ein Sprung ins kühle Nass an, denn am Schluss wartet ein etwas ausgesetzter Aufstieg in die wabernde Luft des Hochplateaus. Noch mehr Schluchtfeeling kriegen Ungeübte nur beim Wildwasserschwimmen oder Canyoning, zum Beispiel am Couloir Samson.

Tourentipps

  • Vom Chalet de la Maline in 6 Stunden zum Point Sublime
  • Rundtour vom Parking de Cavaliers
  • Wasserwandern, Canyoning und Rafting z. B. bei aquaverdon.com

Wanderführer: Provence Zwischen Ardèche und Verdonschlucht

Toskana

Toskana
Frits Meyst

Ist das wirklich schon über 40 Jahre her? Ich war sieben, als ich den Reizen dieses weltbekannten und doch von jedem Besucher anders erlebten Urlaubsziels erlag. Zugegeben: Die kindlichen Abenteuer in einer weitläufigen, autofreien Ferienhaussiedlung in Grosseto in der Südtoskana fand ich damals spannender als die landschaftlichen, kulturellen und kulinarischen Genüsse, die Ferienreisende, Wanderer und Radfahrer aus der ganzen Welt in die einstige Keimzelle der Renaissance ziehen. Wenn ich endlich zurückkehre, möchte ich aber genau diese auskosten: Trekkingtouren in den teilweise 2000 Meter hohen Bergen im Norden und Osten, Radfahren mit Blick auf das Tyrrhenische Meer oder die sanften, pinien- und zypressenbestandenen Hügel im Landesinneren und die Erkundung des einen oder anderen Küstenabschnitts mit dem Seekajak. Für Letzteres steht unter anderem ein Abstecher nach Elba auf dem Programm – denn die drittgrößte Insel Italiens habe ich ebenfalls als Kind zum letzten Mal gesehen. Nicht zu vergessen die kulturellen und geschichtlichen Zentren wie Florenz, Pisa und Siena: Sie erreiche ich im Idealfall von den Unterkünften aus mit dem Fahrrad.

Tourentipps

  • Rundwanderung in der Nordtoskana: Acquasparta, Prati Campocecina, Rifugio Carrara, Monte Sagro, 10,3 km, schwierig.
  • Rundwanderung im Nationalpark Toskanischer Archipel auf Elba: Monte Capanne ab Marciana, 11,4 km, mittelschwer.

Wanderführer: Toskana Süd bzw. Toskana Nord

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