Die Kulisse überwältigt. Zur Linken, im Osten, ragen die steilen Flanken des Áhkká-Massivs auf, der höchste seiner zwölf Gipfel misst 2011 Meter. Dahinter reihen sich die scharf geschnittenen Berge des Sarek-Nationalparks aneinander. Besonders fotogen ist das Ganze natürlich mit einem wilden Fluss im Vordergrund. Noch besser ist, wenn sich eine Hängebrücke über die schäumenden Stromschnellen spannt. Und wenn die Tage so lange sind, dass man sich ohne schlechtes Gewissen setzen und einfach schauen darf...
Wie sieht die Treparksmötet-Route aus?
Vom Südufer des Akkajaure im Uhrzeigersinn über die Hütten Gisuris, Kutjuare, Vajsaluokta zurück nach Ritsem (52 km)
Der Treparksmötet auf Komoot
Wie ist der Anspruch der Tour?
Der Treparksmötet lässt sich locker in drei Tagen wandern. Die meisten gehen im Uhrzeigersinn, um das steile Stück nahe der Vaisaluokta-Hütte am Ende bergab zu gehen. Auf- und Abstiege sind minimal, für die 16 bis 18 Kilometer langen Etappen sollte man jeweils fünf bis sechs Stunden Gehzeit rechnen. Unterwegs lassen sich schöne Abstecher einbauen: auf den Sjnjuvtjudis (861 m) auf der ersten Etappe, zu den Sami-Dörfern Guvtjávrre und Sáluhávrre auf der zweiten oder über den Kamm zum Boalnotjåjkkå (1099 m) auf der dritten Etappe – der Blick ist großartig.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die Mücken verschwinden nach dem ersten Frost, in der Regel Mitte August. Die Fähre über den See Akkajaure fährt allerdings nur bis zur ersten Septemberwoche.
Wie komme ich zum Treparksmötet Trail?
Aus mehreren deutschen Städten fliegt man über Stockholm nach Gällivare. Klimaschonend reist man die gleiche Strecke per Nachtzug. Am Bahnhof von Gällivare per Bus nach Ritsem. Die 45-minütige Fährfahrt mit der M/S Storlule von Ritsem über den See Akkajaure kostet 350 Schwedische Kronen (gut 30 Euro) pro Person.
Wie kann ich mich auf Tour orientieren?
Rote Striche auf den Birkenstämmen markieren den Weg, Abzweigungen sind gut beschildert. Interaktive Karte.

Wo kann ich übernachten und einkehren?
Die Fjällstation Ritsem liegt schön am Ufer des Akkajaure und bietet bis zu 50 Schlafplätze in Mehrbettzimmern. Wie in allen STF-Hütten haben die Stockbetten Matratze, Kopfkissen und Wolldecke, einen Hüttenschlafsack muss man mitbringen. Richtige Schlafsäcke sind wegen des Bettwanzen-Risikos nicht erlaubt. Im Laden kann man gefriergetrocknete Mahlzeiten, Snacks und sogar Tiefkühlpizza kaufen. Die Küche ist perfekt ausgestattet.
Die Hütten am Weg sind von Ende Juni bis in die erste Septemberwoche geöffnet, die Kutjaure-Hütte startet eine Woche später. Die Selbstversorgerhütten bieten Gemeinschaftsküchen mit Gasherd und Spüle. Wasser muss mit Eimern aus dem Fluss geschöpft werden.
Die Gisuris-Hütte wird von Badjelánnda Laponia Turism betrieben. Sie hat 22 Betten und einen spärlich bestückten Laden. Schlafplätze müssen vorab per Überweisung bezahlt werden.
In der Kutjaure-Hütte finden 25 Wanderer Platz. Sie ist ebenso über den STF zu buchen wie die Vaisaluokta-Hütte, die einige Kilometer abseits des Sámi-Dorfs Vájsáluokta am Ufer des Akkajaure liegt (wunderschöner Badeplatz!).

Bei Fat Tony's im Zentrum von Gällivare werden die wahrscheinlich besten Burger der Stadt gebraten: mit karamellisierten Zwiebeln, Trüffelmajo oder Jalapeños. Dazu gibt es ausgezeichnetes Craft Beer. Entsprechend selig strahlen die ausgehungerten Fernwanderer auf den Holzbänken.
Der komplette Reisebericht zum Download
Wo kann ich mich noch informieren?
Die offizielle Webseite des Vereins Svenska Turistföreningen stellt die Etappen und die Hütten vor, bietet eine interaktive Karte und hilfreiche Links. Auch buchen lassen sich die Übernachtungen auf der Seite.





