Königsweg Moritzburg: Wo Naturromantik auf barocke Pracht trifft

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Königsweg Moritzburg
Wo Naturromantik auf barocke Pracht trifft

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.06.2025
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Majestätisch erhebt sich das Jagdschloss Moritzburg über der sanft hügeligen Landschaft – ein barocker Traum, der von glorreichen Jagdgesellschaften und fürstlichen Festen erzählt. Von hier aus erschließt sich auf dem Königsweg eine einzigartige Kulturlandschaft, die die sächsischen Kurfürsten über Jahrhunderte nach ihren Vorstellungen formten. Schon der erste Blick vom Startpunkt an der historischen Postmeilensäule lässt erahnen, welche Schätze diese Route bereithält.

Auf den Spuren fürstlicher Jagdgesellschaften

Durch das Tor des Friedewaldes taucht man ein in eine ganz eigene Welt, geschaffen für die königlichen Jagdgesellschaften des vorigen Jahrhunderts. Ein ausgeklügeltes System aus schnurgeraden Schneisen und weitläufigen Alleen verrät noch heute die einstige Bestimmung dieses Waldes. Hier ließen die sächsischen Kurfürsten zur Jagd blasen, hier hallten die Rufe der Treiber. Wer aufmerksam durch den Wald streift, kann die Atmosphäre vergangener Zeiten und die leidenschaftlichen Blicke zwischen Burgfräulein und Junker noch heute spüren.

Königsweg Moritzburg der Region Dresden Elbland, Deutschland
Sebastian Weingart

Am Frauenteich an der Vogelbeobatungsstation öffnet sich der Blick in die weitläufige Teichlandschaft. Wo einst die adelige Gesellschaft dem Wild nachstellte, grasen heute friedlich die Bewohner des Waldes. Eichhörnchen huschen durch die Bäume, Wasservögel ziehen ihre Bahnen auf den glitzernden Teichen. Ein perfekter Ort, um innezuhalten und die Harmonie zwischen gestalteter und wilder Natur zu genießen.

Königliche Kleinode am Wegesrand

Ein besonderer Höhepunkt wartet im Fasanenschlösschen. Wie eine kostbare Porzellanfigur thront das zierliche Rokoko-Schlösschen auf seiner Anhöhe – das kleinste Königsschloss Sachsens und zugleich das einzige erhaltene Rokoko-Ensemble der Region. Die filigrane Architektur spiegelt den Zeitgeist des 18. Jahrhunderts wider, als Eleganz und Leichtigkeit den Ton angaben. Von hier schweift der Blick über eine Szenerie, die ihresgleichen sucht: Am Ufer des Großteichs erhebt sich in Zartrosa der einzige Leuchtturm Sachsens. Was auf den ersten Blick surreal erscheint, hatte durchaus seinen Zweck: Friedrich August III. ließ ihn für nachgestellte Seeschlachten errichten. Heute ist er zugleich beliebtes Fotomotiv und stummer Zeuge der rauschenden Feste, die hier einst gefeiert wurden.

Königsweg Moritzburg der Region Dresden Elbland, Deutschland
Sebastian Weingart

Am Großteich können Wanderer eine wohlverdiente Rast an der Churfürstlichen Waldschenke oder einem der hier wunderschön gelegenen Lokalitäten einlegen.

Ein Landschaftstraum zu jeder Jahreszeit

In jeder Jahreszeit zeigt sich die Landschaft von einer anderen Seite: Im Frühling, wenn zarter Grünschleier die Bäume überzieht und die ersten Wasservögel zurückkehren. Im Sommer, wenn sich das satte Grün in den Teichen spiegelt und zum Baden einlädt. Im Herbst, wenn bunte Blätter die Alleen in einen Farbenteppich verwandeln. Und im Winter, wenn Raureif die Bäume verzuckert und die Schlösser wie verzaubert erscheinen.

Königsweg Moritzburg der Region Dresden Elbland, Deutschland
Sebastian Weingart

Zurück am Jagdschloss Moritzburg schließt sich der Kreis. Was als Spaziergang durch die Geschichte begann, entpuppt sich als Zeitreise durch eine sorgsam komponierte Kulturlandschaft. Der Königsweg verbindet auf einzigartige Weise die prachtvolle Architektur vergangener Epochen mit der stillen Schönheit der Natur. Er lädt ein zum Verweilen, zum Entdecken und zum Träumen von einer vergangenen Zeit. Eine Wanderung auf den Spuren der Geschichte, die niemanden unberührt lässt.

Mehr zum Königsweg und weiteren Wanderlieblingen findet ihr visit-dresden-elbland.