Die Triebischtäler sind ein Naturjuwel, in dem sich klare Bäche durch enge Kerbtäler schlängeln und jahrhundertealte Mühlen von vergangenen Zeiten erzählen. Der Wanderweg "Durch die Triebischtäler" ist einer von 12 Wanderlieblingen der Region Dresden Elbland.
Mühlenromantik am rauschenden Bach
In den Triebischtälern klapperten einst über 50 Wassermühlen – einige von ihnen können noch heute bestaunt werden. Direkt am Startpunkt der Wanderung, unterhalb des markanten Götterfelsens am Meißner Stadtrand, liegt die liebevoll restaurierte Buschmühle und fängt als stille Zeitzeugin das Flair der Region komprimiert ein.
Weiter entlang des Weges grüßt uns die historische Preiskermühle. Der idyllische Rastplatz am Mühlenteich ist dort ein perfekter Ort für eine Pause im Schatten alter Bäume. Ein Stück weiter auf der Strecke laden die Helm- und Niedermühle zum Entdecken ein. Jede dieser Mühlen erzählt ihre eigene Geschichte vom einstigen Leben im Tal.

Die Kleine Triebisch windet sich verspielt durch ihr enges Tal – lediglich 50 Meter misst der Talboden in der Breite. Hier zeigt sich die pure Naturromantik: Der Bach hat sich tief in das Meißner Massiv gegraben und schuf über Jahrtausende diese einzigartige Landschaft aus Monzonit und Schiefer. Entlang der ehemaligen Kleinbahnstrecke führt der Weg durch schattige Waldpassagen, vorbei an natürlichen Bachschlingen, die ein perfektes Habitat für die heimische Flora und Fauna bilden.
Kulturelle Schätze am Wegesrand
In Taubenheim gibt das Tal den Blick frei auf liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser und die historische Schlossmühle. Der 500 m entfernte Dorfkern lädt mit der barock bemalten Dorfkirche, umrahmt von einer majestätischen Platane vor dem Schlosseingang und einer ausladenden Kastanie, zu einem Abstecher ein. Dort finden wir auch einen prächtigen Vierseitenhof und das historische Pfarrgut, das mit seinem Café und dem hauseigenen Bioladen eine willkommene Stärkung für Wanderer bietet
Hinter Taubenheim, wo sich die Flüsschen Kemtze und Kleine Triebisch vereinen, führt ein schattiger Waldpfad zu einem besonderen Zeugnis sächsischer Bergbaugeschichte: Hier wurden einst Silbererze aus dem Berg geholt.

Der moderate Aufstieg zur Baeyerhöhe – der höchsten Erhebung des Landkreises Meißen – belohnt mit einem atemberaubenden Panorama. Von hier aus vermaß Jakob Baeyer das sächsische Land. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zum Winterberg in der Sächsischen Schweiz. Der Abstieg führt über sanfte Wiesen- und Feldwege nach Burkhardswalde, wo eine mächtige Eiche mit Bank zum Verweilen einlädt – der perfekte Ort, um die Nachmittagssonne zu genießen.
Burkhardswalde selbst überrascht mit dem Steingut, der kleinsten Burg Sachsens, und dem historischen Gasthof "Alma Kasper". Das malerische Dorfbild wird gekrönt von der spätgotischen Kirche, die mit ihrem charakteristisch steilen Dach das Ortsbild prägt und Besuchern offensteht. Ein romantischer Wiesenpfad entlang des Schmiedewalder Dorfbachs führt schließlich ins Tal der Großen Triebisch.
Finale in historischen Mauern
Der Schluss der Tour hat es nochmal in sich: In Rothschönberg wartet das imposante Hauptmundloch auf Sie, einem Zugang zum legendären Rothschönberger Stolln. Dieses unterirdische Meisterwerk der Bergbaukunst ist heute Teil des UNESCO-Welterbes "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří". Stellen Sie sich vor: Knapp 14 Kilometer Stollen wurden hier zwischen 1844 und 1877 in den Berg getrieben! Hier im Ort, nach einem kurzen Anstieg, endet unsere Tour direkt am Schloss der Familie von Schönberg.

Der Wanderliebling "Durch die Triebischtäler" ist eine Zeitreise durch die linkselbische Kulturlandschaft nahe der historischen Wiege Sachsens. Hier verbinden sich Naturerlebnis und Kulturgeschichte zu einem unvergesslichen Wandererlebnis, das zu jeder Jahreszeit seinen ganz eigenen Zauber entfaltet.
Mehr zum Wanderweg "Durch die Triebischtäler" und weiteren Wanderlieblingen findet ihr visit-dresden-elbland.





