Devold Baselayer-Guide: Welches Shirt passt zu dir?

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Der Merino-Sommer-Guide
Welches Shirt passt zu dir?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.06.2026
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Merinowolle kühlt bei Wärme, wärmt bei Kälte, reguliert Feuchtigkeit und neutralisiert Gerüche. So lassen sich Baselayer aus der Naturfaser mehrere Tage tragen, ohne unangenehm zu riechen. Sie punkten Sommer wie Winter bei verschiedensten Outdoor-Aktivitäten – und haben Polyester in vielen Bereichen längst überholt. Soweit nichts Neues.

Und mit der steigenden Nachfrage ist ebenso die Auswahl gewachsen: Unterschiedliche Materialstärken, Faserfeinheiten, Strickkonstruktionen und Mischgewebe mit TENCEL® oder synthetischen Fasern sorgen heute für unzählige (Kauf‑)Optionen – besonders im Bereich Baselayer. Das ist einerseits positiv, macht die Wahl des passenden Shirts aber inzwischen oft kompliziert.

17, 18 oder 20 Mikron, reine Wolle oder Mischgewebe?

"Wolle ist unsere DNA und wir wissen, wie vielseitig sie sein kann", sagt Christine Haraldstad-Sindum, Senior Produktentwicklerin bei Devold of Norway. Das Unternehmen mit Sitz im norwegischen Ålesund blickt auf eine lange Wolltradition zurück: 1853 an der rauen Küste Norwegens gegründet, fertigte es zunächst kratzige Wollstrickpullover für Fischer, die so rau waren wie ihre Natur. Mittlerweile ist die Wolle weich geworden und überzeugt selbst bei bewegungsintensiven Aktivitäten – es muss kein Polyester mehr sein.

Devold Active Tee
Devold

Mit unserem Baselayer-Quick-Guide kommt hiermit eine schnelle Orientierungshilfe und kompaktes Wissen zu Materialstärken, Technologien und Temperaturregulierung im Sommer.

Superfeines Baselayer mit 130 g/m²: Für heiße, aktive Sommertage

130 g/m² beschreibt das Gewicht des Materials pro Quadratmeter. Damit gehört diese Stoffstärke klar zu den Leichtgewichten und eignet sich ideal für sommerliche Aktivitäten. Klassischerweise kommen bei Baselayern dieser Kategorie besonders feine, fast schon seidige Fasern mit 17,5 Mikron zum Einsatz, die sich besonders leicht und weich auf der Haut anfühlen. Oft wird zudem TENCE beigemischt: Die aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gewonnene Faser entsteht in einem umwelt- und klimaschonenden Verfahren, verbessert nochmals das Feuchtigkeitsmanagement und macht das Material robuster und formstabiler. Ein Beispiel mit 70 Prozent Merinowolle und 30 Prozent TENCEL ist das Devold Active Tee.

Devold Active Tee
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Leichtes Baselayer mit 150 g/m²: Der Klassiker für Frühling bis Winter

Besonders verbreitet sind Merino-Baselayer mit einem Gewicht von 150 g/m² und einer Faserstärke von 17,5 bis 18 Mikron wie das Classic Flowers Tee. In der Haptik erinnern die Shirts an Baumwoll-T-Shirts, sind bei Feuchtigkeitsregulierung und geruchsneutralisierenden Eigenschaften jedoch klar im Vorteil – besonders im Sommer. Ob beim Klettern, auf alpinen Touren, beim Wandern oder Bergsteigen spielen die 150 g/m2 ihre Stärken aus: Sie sind etwas robuster, bieten an wechselhaften Tagen oder in kühlen Morgenstunden etwas mehr Wärme, bleiben dabei aber leicht, schnelltrocknend und atmungsaktiv.

Devold Active Tee
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Warmes Baselayer 200 g/m²: Premium-Komfort an kühleren Sommertagen und im Alltag

200 g/m² stehen für ein etwas festeres und robusteres Merinoshirt. Die Stoffstärke eignet sich für wechselhafte Tage im Frühjahr oder Herbst genauso wie beim Reisen oder im Alltag. Häufig kommt die feine Merinowolle mit rund 18,5 bis 18,7 Mikron zum Einsatz, die trotz ihrer höheren Faserstärke angenehm weich auf der Haut bleibt. Der Vorteil: Das Material ist etwas robuster und kommt bei unterschiedlichen Temperaturen zum Einsatz. Gleichzeitig bleiben die typischen Merino-Eigenschaften erhalten: atmungsaktiv, temperaturregulierend und geruchshemmend. Ein Beispiel dafür ist das Devold Premium Tee.

Devold Active Tee
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Die perfekte Mischung für ein gutes Layering im Sommer

Und der Clou für ein ideales Schichten-System im Sommer? Hier sieht Christine Haraldstad-Sindum von Devold über dem Baselayer vor allem Fleecejacken mit Grid-Struktur im Vorteil: "Die sogenannte Gitter-Struktur, also eine Art Rautenmuster auf Innenseite der Fleecejacke, fördert den Luftaustausch immens. Die Lufteinschlüsse lassen Wärme bei intensiven Aufstiegen nämlich schneller entweichen, speichern sie aber gleichzeitig, wenn es kühl wird, etwa bei Pausen." Damit sind solche Midlayer wie der Devold Egga Grid Merino nicht nur doppelt funktional, sondern punkten ebenso mit ihrem geringen Eigengewicht. Die Grid-Struktur ist natürlich auch mit Polyesterstoffen möglich. Der entscheidende Vorteil von Wolle liegt jedoch in ihrer natürlichen Geruchshemmung, dem angenehmen Tragegefühl auf der Haut und ihrer Fähigkeit, das Körperklima auch über längere Zeit ausgeglichen zu halten.

Das Woher bleibt entscheidend

Bevor es um Fasern und Einsatzbereiche geht, sollte ein anderer Aspekt – zumindest im Hinterkopf – bleiben: Denn gute, faire und nachhaltige Merinowolle ist nicht gleich Merinowolle. Ein Merinoshirt für 25 Euro wirkt verlockend, doch wurde bei der Herstellung auf Tierwohl und faire Standards geachtet? Nur ein kleiner Teil des weltweiten Wollmarkts ist mulesingfrei. Zu einem Naturprodukt gehört immer auch die Verantwortung des Menschen, wie es auch Craig Smith, General Manager von Devold Wool Direct, dem neuseeländischen Tochterunternehmen von Devold betont. Viele Hersteller kennen die Herkunft ihrer Wolle nicht genau oder können die komplexen Lieferketten nur eingeschränkt nachvollziehen.

2017 hat Devold das Sheep-to-Shop-Programm gestartet: Dafür gründete das Unternehmen ein eigenes Unternehmen in Neuseeland und arbeitet nur mit ausgewählten, garantiert mulesingfreien Unternehmen in Neuseeland, Argentinien und Uruguay zusammen. Als einer der wenigen Merinoherstellern kauft Devold damit nicht über die Wollbörse, sondern sichert so eigene Standards entlang der gesamten Lieferkette.

Das hat seinen Preis, aber einen fairen: für Tier und Mensch. Beim Kauf geht es deshalb auch um die eigenen Werte, um Tier- und Umweltschutz sowie hohe Standards in Haltung und Landwirtschaft.

Eine Welt, die Plastik ertrinkt

All das sind Vorteile der feinen Faser – vor allem, warum sie gut für uns ist. Doch Wolle ist nicht nur die beste Faser der Welt, sondern auch die beste Faser für die Welt: Als thermoregulierende Proteinfaser ist sie biologisch abbaubar, erneuerbar und damit wie geschaffen für eine Welt, in der Plastikmüll wächst und Kleidung oft im Übermaß konsumiert wird.