Teil des
OD 1109 Pfaelzer Burgenweg 04 (jpg) Gerhard Eisenschink
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Wandern rund um die Burgen im Pfälzerwald

Burg um Burg - Auf Wandertour im Pfälzerwald

Rote Burgen in buntem Laub – outdoor zeigt die besten Herbst­touren im Pfälzerwald. Rot schimmernde Mauern, verwittert, romantisch überwuchert: Wegelnburg, Hohenburg, Löwenstein, Fleckenstein, Froensburg – kaum liegt eine spektakuläre Felsenburg hinter einem, erhebt sich bereits die nächste aus dem dichten Wald.

Der Zigeunerfelsen taucht bald darauf auf, kurz danach der Klingelfels. Ein Glück für die beiden Buntsandsteingebilde, dass sie nicht lang und breit genug sind, sonst hätten die Baumeister des Mittelalters sie kurzerhand auch zu imposanten Burgen umgestaltet.

22 Kilometer weit führt die Sieben-Burgen-Runde, ausgehend vom pfälzischen Schönau, kreuz und quer durch den herbstlich bunten Pfälzerwald und die angrenzenden Nordvogesen. Charakteristisch für das Mittelgebirge Pfälzerwald sind die Buntsandsteinfelsen, aus denen man im Mittelalter gut 500 Felsenburgen herausgemeißelt hat. Rund 80 davon stehen auch heute noch: Sie sind von Krieg und Erosion gebeutelte Zeitzeugen, die man auf gut beschilderten Wanderwegen entdecken kann.

Die schönsten Burgenwanderungen im Pfälzerwald:

Tour 1: Zur Burgruine Gräfenstein
Tour 2: Zur Ruine Neudahn und den Hohlen Felsen
Tour 3: Um die Burgengruppe Altdahn
Tour 4: Zur Burgruine Drachenfels und um den Rauhberg
Tour 5: Grenzüberschreitende 7-Burgen-Tour

Der am Wegesrand aufragende Klingelfels besteht aus zwei Felstürmen, die wie Kobolde aus dem Dickicht lugen. Wenn der Wind wehe, erklärt ein Wanderer, höre man in der Nähe des Felsens ein unheimliches, irgendwie klingelndes Pfeifen. Daher der Name: »Le Klingelfels«. Le Klingelfels? Erst beim Blick auf die Karte dämmert es wieder, dass die grenzüberschreitende Route durchs Elsass führt; der nächste Stopp ist so »Le Château de Wasigenstein«.

Ausgewählte Highlights des outdoor-Herbst-Specials

OD Wallis
OD Wallis OD Stubaier Höhenweg OD Kanarische Inseln OD Elbsandsteingebirge 5 Bilder

Die Felsen und die Burgen sehen hüben aus wie drüben, die Schilder sind meist zweisprachig – kein Wunder, dass man in dieser grenzenlosen Waldlandschaft nicht immer genau ausmachen kann, wo Deutschland endet und Frankreich beginnt. Muss man ja andererseits auch nicht. Vor elf Jahren wurden Pfälzerwald und Nordvogesen von der UNESCO zum ersten grenzüberschreitenden Biosphärenreservat – »Pfälzerwald–Vosges-du-Nord« – erklärt. Ein schier lückenloses Grün, das mit 3105 Quadratkilometern flächenmäßig größer ist als das Saarland.

Menschen trifft man fast keine – ähnlich wie in der Wüste Gobi, die auch ein UNESCO-Biosphärenreservat ist. Der Pfad schwingt sich vom Klingelfels durch lichte Buchenwälder hinab, bis die Waldeinsamkeit am Ende einer von Baumwurzeln überwucherten Passage die Burgruine Wasigenstein freigibt. Auf zwei voneinander durch einen Spalt getrennten, sehr steilen und schmalen Felsriffen erbaut, wirkt der Koloss wie die Filmkulisse eines Fantasyfilms à la Herr der Ringe. Als typische Felsenburg aus dem Buntsandstein herausgehämmert, scheint das aus Türmen, Durchgängen, Kammern, Gängen und Treppen bestehende Konstrukt als rötlicher Gigant einfach aus der Erde emporzuwachsen.

Riesige ausgewaschene Stufen führen – gottlob mit Geländern gesichert – nahezu senkrecht nach oben. Dann eine Stahlleiter, auf der man einen der Burgtürme erklimmen kann. Im Prinzip gleicht der Aufstieg der Light-Version einer Via Ferrata. Entsprechend fantastisch öffnet sich die Aussicht auf die Landschaft ringsum: Bergkuppen, Wälder, Felsen. Kein Haus, kein Hochspannungsmast – nichts als Natur. Ein Anblick, der in Mitteleuropa selten geworden ist.

Wenn man so steht und schaut, fragt man sich unwillkürlich, wie Hagen von Tronje vor gut 1500 Jahren ohne GPS-Gerät und Wanderkarte in diesen versteckten Waldwinkel gefunden haben soll. Laut Nibelungensage kam es am Wasigenstein – damals noch keine Burg – zu einer wilden Keilerei mit Walther von Aquitanien, bei der Hagen von Tronje ein Auge und sechs Backenzähne verloren haben soll.

Heute ist es still. Man hört nichts als Vogelgezwitscher und Bienengebrumm, wenn man über den Waldpfad mit der Markierung rot-weiß-roter Balken in Richtung Maimont-Gipfel aufsteigt. Der Atem wird schwerer, der Schweiß fließt, denn der Weg überwindet in kurzer Zeit fast 200 Höhenmeter. Der lichte Buchenwald bleibt zurück, dunkle Fichten übernehmen das Regiment. Dann ein keltischer Ringwall, Farne, Moose und wie willkürlich hingewürfelte Felsbrocken. Als Wegmarkierung taucht ein stilisiertes Burggespenst auf – es sieht ganz so aus, als ob jetzt der geheimnisvolle Part der Wanderung beginnt.

Touren

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Deutschland
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OD 0915 Pfalz Annweiler Trifels-Tour
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OD 0915 Pfalz Burgentour Elsass
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OD 0915 Pfalz Busenberger Holzschuhpfad
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OD 0915 Pfalz Madenburg-Tour
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OD 0915 Pfalz Ramberger Drei Burgen Weg
Deutschland

Burgentour im Pfälzerwald - Abenteuer pur

Ein Schild markiert den Maimont-Gipfel: »513 Meter«. Zwei Schritte weiter stößt man auf einen entzweigebrochenen Fels mit einer Kuhle, der einen gelben Stempelaufdruck »Keltische Opferschale« trägt. In vorchristlicher Zeit, so lässt der von Mai-Mond abgeleitete Name dieses Berges vermuten, fand hier alljährlich ein Vollmondfest zu Ehren des Sommerbeginns statt. Der Sage nach liegt neben der Opferschale ein von der »weißen Frau« bewachter Schatz vergraben, den man angeblich in Vollmondnächten auffinden kann.

Wind kommt auf, es knarzt und knackt unheimlich im Gebüsch. Der Pfad leitet vom Maimont, auf dessen Gipfel die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich verläuft, steil bergab. Er passiert bemooste Felsbrocken und einen Durchbruch im keltischen Ringwall – die Schilder mit dem Burggespenst weisen den Weg. Plötzlich rüttelt der Wind an den Bäumen, ihre Äste schlagen mit trommelnden Geräuschen aneinander. Kaum ein Lichtstrahl dringt durch das Dickicht, es ist nahezu dunkel, obwohl die Sonne scheint. Noch ein paar hundert Meter bis zur Burgruine Blumenstein. Fast erwartet man die Ritter und Burgfräuleins zu se­hen, die sich mitunter in der »Geisterburg des Pfälzerwaldes« hinter hell erleuchteten Fenstern abzeichnen sollen.

Die schönsten Burgenwanderungen im Pfälzerwald:

Tour 1: Zur Burgruine Gräfenstein
Tour 2: Zur Ruine Neudahn und den Hohlen Felsen
Tour 3: Um die Burgengruppe Altdahn
Tour 4: Zur Burgruine Drachenfels und um den Rauhberg
Tour 5: Grenzüberschreitende 7-Burgen-Tour

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Gerhard Eisenschink
Das »Merzalber Schloss« (Ruine Gräfenstein) verbirgt sich in dichtem Wald.

Die besten Wanderstiefel für den Herbst

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Noch als sich die Konturen des Blumenstein in der Waldlandschaft abzeichnen, findet sich weder Geist noch Mensch weit und breit. In drei Etagen aus dem Fels gehauen, erweist sich die hoch emporragende Burgruine als lohnender Aussichtspunkt. Von Brombeerhecken umwachsene Treppen, dunkle Felskammern, Zisterne, Brücke, Brunnenschaft – all das kann man in Ruhe erforschen und ertasten, ohne dass einem ein Museumswärter auf die Finger klopft. Kein Kiosk, keine Souvenirs, keine Touristenmassen. Von ganz oben sieht man auf lückenlose Wälder, schnuppert dem Duft von Heidekraut und Kiefernnadeln nach und hört Vögel trällern. Ein Bussard zieht über den smaragdgrünen Bergkuppen seine Kreise. Es ist zum Weinen schön.

Das »Burggespenst«, das wieder Richtung Schönau weist, wirkt plötzlich fröhlich, fast freundlich. Es geht auf federndem Waldboden durch lichten Mischwald, vorbei an skurril geformten Buntsandsteinfelsen und von Wildkräutern überwucherten Wege. Im Weiler Wengelsbach schaut man bei »Spätzle maison« noch einmal die grüne Flanke des Maimont hinauf. Vielleicht sollte man die Tour – wie einst die Kelten – auch mal bei Nacht angehen. Der nächste Vollmond kommt bestimmt.

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Wandern im Pfälzerwald - alle Infos für die Planung

Die schönsten Burgenwanderungen im Pfälzerwald:

Tour 1: Zur Burgruine Gräfenstein
Tour 2: Zur Ruine Neudahn und den Hohlen Felsen
Tour 3: Um die Burgengruppe Altdahn
Tour 4: Zur Burgruine Drachenfels und um den Rauhberg
Tour 5: Grenzüberschreitende 7-Burgen-Tour

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Charakter
Der im Bundesland Rheinland-Pfalz gelegene Pfälzerwald ist mit 1771 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. 1992 wurder der Pfälzerwald von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Seit elf Jahren ist der Pfälzerwald Teil des ersten grenzüberschreitenden UNESCO-Biosphärenreservats unter dem Namen »Pfälzerwald–Vosges-du-Nord«. Das Mittelgebirge mit Höhen bis 673 Meter zeichnet sich durch charakteristische Buntsandstein­felsen aus, aus denen man im Mittelalter 500 Felsenburgen herausgemeißelt hat. Rund 80 davon stehen auch heute noch.

Lage
Begrenzt im Norden durch das Nordpfälzer Bergland mit dem Donnersberg (687 m); nach Süden: Frankreich. Den Ostrand bildet die Region Weinstraße, den Westrand die Linie Pirmasens–Kaiserslautern.

Anreise
Mit dem Auto aus Stuttgart/Karlsruhe über A 8, A 65 (Landau), B 10 nach Hinterweidenthal; von Frankfurt über die A 67 (Mannheim/Ludwigshafen), A 65 und B 10. Aus Trier/Saarbrücken über A 1, A 6, A 8 nach Pirmasens, über B 10 nach Hinterweidenthal.

Mit der Bahn: www.bahn.de, www.fahrt ziel-natur.de, www.der-takt.de

Übernachtung
Bikeparkhostel in Merzalben, Tel. 06395/7519, www.bikeparkhostel.de; Landgasthaus Zur Wegelnburg in Noth­weiler, Tel. 06394/284, www.zur-wegelnburg.de; Pension Anstett in Erfweiler, Tel. 06391/1745, www.erfweiler-pfalz.de; bewirt. Hütte des Pfälzerwald-Vereins, Tel. 06391/409903 oder 1736, pwv-dahn@t-online.de (Wochenenden; Anmeldung); Hotelpension Tannenhof in Busenberg, Tel. 06391/2377, www.hotelpension-tannenhof.de

Karten
Kompass, Naturpark Pfälzerwald, 1 : 50000, 6,95 Euro; Land.verm.amt Rheinl.-Pfalz, Dahn; Waldfischbach-Burg­alben, 1 : 25000, 5,90 Euro.

Buchtipp
Pfälzerwald, B. und J. Titz, Rother, 9,90 Euro.

Info
Dahner Felsenland, www.dahner-felsenland.de, Tel. 06391/9196222.

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