Kapverden

Foto: pixabay.com Kapverden
Die Kapverden sind sls Surfparadies längst bekannt. Als tolles Revier für Radwanderer jedoch nicht. Reise-radler sind hier echte Exoten und überall die Sensation des Jahres. Auch Trekkingrouten gibt es auf den Kapverden.

Karte

Die demokratische Republik Cabo Verde besteht aus 15 Inseln, wovon neun bewohnt sind. Die Kapverden liegen 500 bis 800 Kilometer vor der Küste Senegals im Atlantik und waren bis 1975 eine portugiesische Kolonie. Seitdem haben Regierung und Bevölkerung erstaunliche Fortschritte in fast allen Bereichen des täglichen Lebens erzielt. Dennoch gehören die Kapverden immer noch zu den armen Ländern der Erde. Problematisch ist vor allem die Wasserknappheit. Die Kapverden haben 350.000 Einwohner. Fast ein Drittel davon lebt in den Großstädten Praia und Mindelo. Geografisch teilen sich die Inseln in die flachen, wüstenhaften Ostinseln mit ihren traumhaften Stränden (Sal, Boa Vista, Maio), die bergigen Südinseln (Santiago, Fogo, Brava) und die ebenfalls gebirgigen Nordinseln (São Nicolau, São Vicen-te, Santo Antão).
Tourismus findet kaum statt, lediglich die Strandinseln locken Badeurlauber und Windsurfer an. Ferner gibt es auf Santo Antão einige interessante Trekking- und Radrouten.

Anreise

Direktflüge nach Boa Vista gibt es ab München, Düsseldorf, Hannover, Suttgart, Köln-Bonn oder Frankfurt.

Transport zwischen den Inseln: Mit TACV im Inlandsdienst. Manche Inseln werden mehrmals täglich angeflogen, andere zwei- bis dreimal pro Woche. Info: www.flytacv.com
Fähren zwischen den Inseln gibt es nur teilweise mit geregeltem Fahrplan. Armas Ferry "Mar d'Canal" zum Beispiel verkehrt täglich ziwschen São Vicente und Santo Antão. Tickets sind im Hafengebäude von Mindelo erhältlich.

Beste Reisezeit

Subtropisches Klima: im Winter 22 bis 26 Grad, im Sommer oft über 30 Grad und schwül. Über 360 Sonnentage pro Jahr auf den Wüsteninseln im Osten. Im Sommer fällt der jährliche Gesamtniederschlag oft an einem Tag – mit verheerenden Folgen. Bleibt der Regen aus, leidet die Ernte. Bis 1950 verhungerten deshalb oft viele Menschen. Acht Monate im Jahr weht der Passatwind von Nordosten. Im Winter gibt es kaum Tage mit weniger als vier Beaufort, an jedem dritten Tag sogar mehr als sechs: Windsurfers Traum – Bikers Alptraum. Wassertemperatur zwischen 20 und 25 Grad.

Geld

Die Währung ist der Escudo Cabo Verde (CVE). 110,265 CVE sind 1 Euro.

Sprache

Amtsprache ist Portugiesisch, Umgangssprache Creolo, eine Mischung aus Portugiesisch und afrikanischen Dialekten.

Übernachtung

Keine Campingplätze, aber freies Zelten ist möglich. Viele kleine Pensionen, Hotels nur in Städten (teuer) und am Touristenstrand Santa Maria auf der Insel Sal.

Weitere Infos

Botschaft der Republik Kap Verde
Stavanger Str. 16
10439 Berlin
Tel.: 030/20450955

Internet: www.caboverde.de, www.kapverden.de

Einreise

Ein Visum ist nötig. Anträge gibt’s bei der kapverdischen Botschaft (Kosten ca.45 Euro).

Gesundheit

Keine Impfungen vorgeschrieben. Wasser abkochen oder filtern, außer bei abgefülltem Mineralwasser. Nichts Ungeschältes oder Ungebratenes essen: »cook it, peel it or forget it«. Durchfall ist die häufigste Reisekrankheit.

Strassen und Ausrüstung:

Nur die Straßen auf Sal sind geteert, ansonsten gibt’s nur Pflasterstraßen unterschiedlichster Qualität. Oft hat es atemraubende Steigungen. Eine deutliche Untersetzung ist hilfreich. Dicke Reifen mit geringem Luftdruck (etwa 2,5 bar) machen die Hoppelei erträglich. Ersatzteile fürs Bike muss man mitbringen.

10.09.2002
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Ausgabe 04/2001