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Wanderschuhe im outdoor-Test 2012 - Leichtwanderstiefel

Leichtwanderstiefel bis 180 Euro im Test

Gute Leichtwanderstiefel tragen sich so unbeschwert und geschmeidig wie ein Turnschuh. Sie bieten aber deutlich mehr Halt und Nässeschutz. outdoor hat zehn Leichtwanderstiefel getestet und den Komfortkönig gekürt.

Hinweis: Einen tagesaktuellen Preisvergleich zu den hier getesteten Wanderschuhen finden Sie unten auf dieser Seite.

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Leichte Wanderstiefel im Test 2015/2016
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»In diesen Schuhen läuft man fast wie von selbst. Kein Vergleich zu meinen klobigen Bergstiefeln«, schwärmt outdoor-Testerin Sina Choma. Der Rest der Crew nickt. Alle machen einen entspannten Eindruck, kein Wunder bei den ­aktuellen Testkandidaten: zehn wasserdichte, atmungsaktive Leichtwanderstiefel zwischen 100 und 180 Euro.

Sie wiegen im Schnitt nur etwa 1000 Gramm pro Paar, kaum mehr also als halbhohe Multi­funktionsschuhe – und über ein halbes Kilo weniger als der klassische Wanderstiefel. Wenn man weiß, dass ein Gramm Gewichtsersparnis am Fuß dem Fünffachen im Rucksack entspricht, ist das ein sehr ­beeindruckender Wert. Britische Wissenschaftler haben das schon ­Anfang der fünfziger Jahre herausgefunden, als sie ­Edmund Hillarys Everest-Expedition planten.

»Effektiver lässt sich die Ausrüstung kaum abspecken – und der Wanderspaß steigern«, verrät outdoor-Redakteur Boris Gnielka. Trotzdem bieten Leichtwanderstiefel deutlich mehr Schutz vor Nässe oder aufgewirbelten Steinchen als Multifunktionsschuhe. Außerdem knickt man nicht so schnell um.

Zehn Frauen und Männer trugen die Schuhe zwei Wochen lang auf Tageswanderungen in Teneriffa, über die Schwäbische Alb und auch im Alltag, nun trifft sich das Test­team zu den letzten gemeinsamen Testtouren im Welzheimer Wald. Die hügelige Waldgegend nordöstlich von Stuttgart bietet ideale Bedingungen: Viele naturbelassene, zum Teil steile und rutschige Pfade wechseln mit Forstwegen oder asphaltierten Wegabschnitten. Immer wieder gibt es Bäche, in denen man durch knöcheltiefes Wasser waten kann, um die Wasserdichtigkeit zu überprüfen.

Aktuellere Modelle im Test:

Alle Schuhtests auf einen Blick

Alles trocken? Die Nässeschutzprüfung

Doch alle Testmodelle halten dicht – was die Ergebnisse im Labor von W. L. Gore größtenteils bestätigen. Denn während im Welzheimer Wald der Praxistest läuft, stehen rund 250 Kilometer weiter in Feldkirchen die gleichen Modelle im Gore-Gehsimulator in knöcheltiefem Wasser. Unterarmdicke Metallstreben knicken sie im Ballenbereich immer wieder ab – so wie bei der natürlichen Gehbe­wegung. Feuchtigkeitssensoren im Schuhinnern melden selbst den kleinsten Nässeeinbruch. »Neun Paar schaffen alle 300.000 Zyklen ohne Leck – das entspricht immerhin einer 500 Kilometer langen Wanderung im Regen«, lobt Gore-Mitarbeiter Jürgen Kurapkat. Nur ein Modell wird innen nach umgerechnet rund zwölf Kilometern feucht, weil Schnürsenkel und Schäume Feuchtigkeit über den oberen Schaftrand nach innen saugen.

Anschließend wird im Klimaraum nebenan der Klimakomfort ermittelt. »Mit Hilfe von Schwitzfüßen messen wir, wie viel Feuchtigkeit aus dem Schuhinnern entweicht«, sagt Schuhspezialist Kurapkat. Und erklärt: »Je größer die Menge, desto luftiger trägt sich ein Schuh.« Hier liegt alles voll im grünen ­Bereich: Bis auf einen Ausrutscher beeindrucken die Testkandidaten mit Topwerten.

Auch das Ergebnis des Praxistests fällt ­positiv aus

Es gibt kaum Druck- oder Scheuerstellen, Abrollverhalten und Dämpfung liegen im Großen und Ganzen auf einem guten bis sehr guten Niveau. Der Adidas Terrex Fast X FM schneidet beim Abrollen sogar hervorragend ab. »Es fühlt sich so an, als ob der Schuh mich etwas anschiebt«, bringt es outdoor-­Tester Johannes Butscher auf den Punkt. ­Damit zählt der Terrex Fast recht schnell zu den Favoriten im Feld.

Außerdem überzeugen die Sohlen der zehn Leichtwanderstiefel selbst bei nassem Untergrund mit sehr gutem Grip, nur im tiefen Matsch, der immer wieder das Vorwärtskommen erschwert, könnte das eine oder andere Profil noch etwas ausgeprägter sein.

Es gibt aber auch deutliche Unterschiede – das zeigt sich beispielsweise auf dem verwurzelten, steinigen Pfad entlang des malerischen Strümpfelbachs. Während man bei drei ­Modellen einen etwas unangenehmen Druck gegen die Fußsohle spürt, wenn man auf spitze Steine oder Wurzeln tritt, bieten die anderen Modelle durch ihren stabileren Sohlenaufbau mehr Schutz. Zu fest darf die Sohle aber auch nicht sein, sonst fehlt das ­Gespür für den Untergrund.

Am besten gelingt dieser Spagat dem Mammut Redburn, der sich im Verlauf der Tour immer mehr zum Lieblingsschuh der Testcrew entwickelt. ­Zumal er durch seinen tiefen Stand und die gute Fixierung des Fußes im Schuh eine noch bessere Kontrolle als die Konkurrenz bietet. »Ideal auch zum Klettern«, grinst Tester Felix Wiedmann und macht einige Kletterzüge an einem riesigen Sandsteinblock am Wegesrand.

Auf dem steilen, holprigen und stellenweise sogar kniffeligen Abstieg zur Klingenmühle schlägt die Stunde des Salomon Comet 3D. »Der ist so stabil wie ein klassischer Wanderstiefel«, jubelt Testerin Susanne ­Wacker. Kein Wunder, schließlich handelt es sich um das schwerste Modell im Feld. Weil er sich jedoch genauso bequem trägt wie die noch leichtere Konkurrenz, gehört auch er zu den Topmodellen im Vergleich. Somit sind sich bei der Schlussbesprechung alle ­einig: Es gibt zwar keine schlechten Modelle im Test – ­wohl aber drei klare Favoriten. Welche das sind, erfahren Sie auf der nächsten Seite ...

Tagesaktueller Preisvergleich für die getesteten Wanderschuhen (sofern Angebote vorhanden)

Die getesteten Wanderschuhe mit allen Testdaten im Detail:

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Wanderschuhe
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Wanderschuhe
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Wanderschuhe

Die Testergebnisse im Überblick

Drei Modelle haben die Nase vorn: Der extrem stabile, dennoch sehr komfor­table Salomon Comet 3D eignet sich für alle, die schnell umknicken oder häufiger mit etwas schwere­rem Gepäck unterwegs sind, zum Beispiel auf Hüttentouren oder einem Wochen­endtrek mit Zelt. Adidas vereint beim Terrex Fast Halt und geringes Gewicht mit einem top ­Abrollverhalten. Mit keinem Modell bewegt man sich leichtfüßiger, es braucht aber zwei, drei längere Tageswanderungen, bis der Schaft des Adidas Terrex Fast X FM Mid eingelaufen ist. Dann schmeichelt auch der Terrex Fast mit viel Komfort.

Der Mammut Redburn Mid GTX hingegen trägt sich schon vom Start weg traumhaft bequem, vermittelt extrem viel Sicherheit und eignet sich auch bestens für Klettersteige oder längere Zustiege zum Fels – eine der wenigen Ausnahmen im Feld. Einziger Wermutstropfen dieser drei Topmodelle: der hohe Preis. Sie sind Ihnen zu teuer? Kein Problem, es gibt auch günstigere Modelle, die gut abschneiden – und jeden Turnschuh um Längen schlagen. Anprobieren muss man aber auch sie.

Dafür sollten Sie sich im Laden schon ein bisschen Zeit nehmen. Denn der Profi weiß: Ob Sitz, Knöchelhalt, Abrollverhalten oder Dämpfung, nur wenn ein Schuh richtig gut passt, bringt er die volle Leistung.

Wanderschuhe im Test 2012 - Leichtwanderstiefel

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Camp & Equipment

Die Testergebnisse im Überblick

Wanderstiefel/ Link zum Testbericht Preis Testurteil
Mammut Redburn Mid GTX 160 Euro Überragend (Testsieger)
Adidas Terrex Fast X FM Mid 170 Euro Sehr gut (Kauftipp)
Salomon Comet 3D GTX 170 Euro Sehr gut (Kauftipp)
Hanwag Drifter Mid GTX 150 Euro Gut
Jack Wolfskin Trail Master Texapore 100 Euro Gut
Lowa Scorpio Mid GTX 130 Euro Sehr gut
Meindl Respond Mid GTX 150 Euro Sehr gut
Merrell Moab Mid GTX 120 Euro Gut
Millet Switch GTX 180 Euro Sehr gut
The North Face Havoc Mid GTX 160 Euro Sehr gut

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Die besten Wanderschuhe aller Klassen

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Die outdoor Bewertungs-Kriterien im Überblick

Trageverhalten: Das wichtigste Testkriterium (Gewichtung: 60 Prozent) zeigt, wie angenehm sich ein Leichtwanderstiefel trägt. Hierzu zählen der Tragekomfort und das Klima im Schuh. ­Auch Gewicht und Abrollverhalten spielen eine große Rolle: Je leichter ein Schuh und je geschmeidiger er abrollt, desto kräftesparender bewegt man sich. Diese Kriterien beurteilt die outdoor-Testcrew im Praxiseinsatz. Ergänzend wird im Labor von W. L. Gore mit Hilfe des Whole-Boot-Comfort-Test (Schuh-Komforttest) das Schuhklima gemessen und mit den Praxiserfahrungen abgeglichen.

Schaftstabilität: Wie viel Halt bietet ein Stiefel, und wie gut ist der Knöchel gegen Umknicken geschützt? Das ermittelt outdoor im Praxistest. Dieses Kriterium fließt mit 15 Prozent ins Testurteil mit ein – Wanderer mit schwachen Knöcheln sollten diesen Punkt jedoch stärker bewerten.

Sohle: Hier zählen Griffigkeit und die Festigkeit. Drücken spitze Steine oder Wurzeln durch die Sohle, gibt es Abzug. Gewichtung: 15 Prozent.

Wetterschutz: Im Gehsimulator von W. L. Gore wird geprüft, wie lange die Stiefel dicht halten – im Idealfall die volle Distanz: 300.000 Schritte. Das entspricht einer rund 500 Kilometer langen Wanderung
im strömenden ­Regen. Pluspunkte ­bekommen Modelle mit einem hohen Schaft. Gewichtung: zehn Prozent.

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outdoor
Alles dicht? Der Gore-Gehsimulator.

Wanderschuhe im Test 2012 - Leichtwanderstiefel

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