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Bloggerwandern Rheinland-Pfalz 2021
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Bloggerwandern Rheinland-Pfalz 2021 17 Bilder

Bloggerwandern 2021: Vulkaneifel und Gerolstein

Bloggerwandern Rheinland-Pfalz Vulkaneifel und Gerolsteiner Land

Rheinland-Pfalz Tourismus hat zum Bloggerwandern eingeladen: in die Vulkaneifel. Social-Media-Redakteur Tom Zühlke war dabei.

"Ich bin so gespannt, was uns hier alles erwartet", sagt Barbara zu mir. Genau wie ich nimmt sie zum ersten Mal beim Bloggerwandern teil. Sie hat mit ihren 34 Jahren schon 71 Länder bereist, ist Autorin, digitale Nomadin – und eine von sieben Blogger:innen, die zum gemeinsamen Wandern in die Vulkaneifel eingeladen wurden. Die Region im Nordwesten von Rheinland-Pfalz gehört zu den UNESCO Global Geoparks. Vor 35 bis 45 Millionen Jahren begannen dort mächtige Vulkane zu rumoren. Inzwischen sind sie ruhiger geworden, aber 75 von ihnen kann man heute noch identifizieren, und zehn Krater haben sich zur Freude von Fans schöner Landschaften mit Wasser gefüllt – die berühmten Maarseen. Der größte von ihnen, das Pulvermaar, bringt es auf einen Durchmesser von 700 Metern.

Bloggerwandern Rheinland-Pfalz 2021
Rheinland-Pfalz Tourismus
Die jüngsten Maare der Eifel sind erst vor 10.000 Jahren entstanden.

Am Bahnhof Gerolstein treffen wir uns: Frauen und Männer, im Schnitt um die vierzig, alle mit diesem Leuchten in den Augen, wie es am Anfang eines neuen Abenteuers steht. Manche sind schon zum wiederholten Mal dabei – Jörg Thamer zum Beispiel hat kein einziges Treffen verpasst. Der ehemalige Berufssoldat lebt wie einige hier komplett von seinem Blog.

Gegen Mittag beginnen wir in Gerolstein unsere erste, rund zehn Kilometer lange Wanderung: auf dem Felsenpfad. Der gewundene Weg leitet steil hinauf, vorbei an Felsmassiven erreichen wir das Munterley-Plateau, einen Aussichspunkt mit Traumblick auf das malerisch im Kylltal gelegene Gerolstein. Ein Stück weiter zeigt uns Geoparkführer Johannes Munkler die 30 Meter lange Buchenlochhöhle.

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Beste Wohnlage: In der Buchenlochhöhle lebten Neandertaler.

Ein Steinwerkzeug, das man hier fand, weist darauf hin, dass sie Neandertalern Schutz bot, die damals Mammuts und Bären jagten. Immer wieder erklärt uns Munkler die Besonderheiten der Region. "Ihr steht jetzt genau auf dem Kraterrand", sagt er, als wir den 80 Meter breiten und 20 Meter tiefen Vulkankrater der Papenkaule bestaunen. Und nach wie vor brodelt es tief unter uns – statistisch gesehen kommt hier das glühende Magma alle 5000 bis 10000 Jahre zum Vorschein. "Und wann war der letzte Ausbruch?" – "Vor 13000 Jahren." Für eine Weile wandert man dann mit einer ganz neuen Sicht auf die Dinge.

Nächte unter Sternen

Bloggerwandern Rheinland-Pfalz 2021
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Als wir unsere Zelte im Feriendorf Pulvermaar aufschlagen, vertrauen wir dem Boden aber längst wieder. Zum Abendessen geht es zur Ziegenkäserei »Vulkanhof«, wo uns eine Geschmacksexplosion erwartet: eine Vesperplatte, auf der sich alles ums Thema Ziege dreht, sogar der Nachtisch – Ziegeneis. Beim Abendspaziergang staune ich, wie klar der Himmel über der Eifel ist: Es funkeln Tausende von Sternen. Unser Lagerfeuer knistert und schickt Funken in die Nacht, wir lassen den Tag entspannt mit einem Bier ausklingen.

Morgens steht ein Stück des 313 Kilometer langen Eifelsteigs auf dem Programm: vom Liesertal bis zum Gemündener Maar, ein Teil der Etappe 11. Der Weg führt uns 14 Kilometer lang durch eine überaus atmosphärische Landschaft: sanfte Hügel, friedlich grasende Ziegen am Wegesrand und das leise Rauschen nahegelegener Bäche – man bekommt Lust, gleich den ganzen Eifelsteig zu wandern. Jedenfalls, wenn alle Etappen so schön enden wie unsere: wieder im Camp. Mit Blick auf das Pulvermaar und einer leichten Brise im Nacken genieße ich die abendlichen Sonnenstrahlen. Der See glitzert, "wow" höre ich Barbara sagen. Auch mir haben es diese wassergefüllten Maare angetan, und ich kann nicht widerstehen: Mit einem Sprung ins Nass genehmige ich mir im Naturfreibad eine Abkühlung.

Wir bleiben dem Eifelsteig treu: Verschlungene Pfade führen uns am letzten Tag zur Abteikirche Himmerod, einem ehemaligen Zisterzienserkloster bei Großlittgen. Im Wald komme ich mir vor wie in einem der Hobbit-Filme. Nach dem Lockdown sind hier einige Wanderwege kräftig zugewuchert – so sehr, dass wir zum Freischlagen mitunter eine Machete einsetzen müssen. "Fühlt sich an wie im Urwald", sagt Claudia. Nach drei Stunden kommen wir bei der Abteikirche an. Beim Mittagsimbiss in der Klostergaststätte sind wir uns einig: Das Bloggerwandern hätte ruhig noch ein wenig länger sein dürfen.

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Diese Bloggerinnen und Blogger waren dabei – über den Link kommt ihr direkt zum jeweiligen Eifel-Beitrag:

Gut, dass es 2021 auch noch ein zweites Bloggerwander-Event gab: Denn in diesem Jahr feierten die drei Prädikatsweitwanderwege in der Pfalz ihren 10. Geburtstag! Und darüber hinaus wurde die Pfälzerwaldhütten-Kultur in diesem Jahr zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO gekürt. Dazu passend fand das "8. Bloggerwandern Rheinland-Pfalz" vom 15. bis 17. Oktober in der Pfalz statt – den Nachbericht dazu lest ihr hier:

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