In dieser Folge trifft Host Christine Thürmer, die meistgewanderte Frau der Welt, auf einen Mann mit einem Beruf, den er sich schlichtweg selbst ausgedacht hat: Markus Klek ist Deutschlands einziger "Paleotechniker". Er beschäftigt sich mit experimenteller Archäologie und lebt die europäische Steinzeit (40.000 bis 5.000 Jahre vor Christus) so realistisch wie möglich nach.
Es prallen zwei völlig absurde Welten aufeinander
Auf der einen Seite Christine, die ihre Ausrüstung in Excel-Tabellen optimiert und sich den Zahnbürstenstiel absägt. Auf der anderen Seite Markus, der mit einem originalgetreuen Ötzi-Rucksackgestell aus Holz, Fellschuhen und Knochen-Werkzeugen im tiefsten schwedischen Winter wandern geht – komplett ohne Zelt, nur auf Rentierfellen schlafend!
Die beiden Outdoor-Extreme tauschen sich über die kuriosesten Pannen und Lifehacks aus. Markus verrät, wie er das Problem von "Käsefüßen" in Lederstiefeln löst, warum Tiersehne nicht nur Nähgarn, sondern auch hervorragende Zahnseide ist, und wieso er seine privaten, stark riechenden Moccasins teuer als Requisiten an englischsprachige Filmstudios verkauft.
Christine kontert mit skurrilen Begegnungen aus der Zivilisation: Warum der Gestank der eigenen Wander-Sippe vom Gehirn völlig ausgeblendet wird, während saubere Wochenend-Wanderer extrem stinken. Und sie erzählt die legendäre Geschichte, wie ihr in einem amerikanischen Diner 20 Dollar zugesteckt wurden, weil man sie in ihren Thru-Hiker-Klamotten für eine Obdachlose hielt.
Euch erwartet eine unfassbar witzige Folge über kalten Schokoladen-Entzug in der Steinzeit, das absolute Handy-Verbot auf Markus' Camps und die Frage, wo kurzsichtige Menschen nachts eigentlich ihre Brille lagern, wenn sie kein Zelt haben.
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Was genau ist eigentlich Paläotechnik?Paläotechnik (von griechisch "palaios" = alt und "techne" = Kunst/Handwerk) ist die Wissenschaft von den Techniken und Technologien vergangener Zeiten. Sie beschäftigt sich mit der Erforschung, Rekonstruktion und praktischen Erprobung historischer Handwerkstechniken, Werkzeuge und Fertigungsverfahren. Im engeren (archäologischen) Sprachgebrauch bezieht sich Paläotechnik (analog zu Begriffen wie Paläolithikum = Altsteinzeit) oft ganz besonders auf die Techniken der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit. Zu den Kernbereichen der Paläotechnik gehören folgende:
Experimentelle Archäologie: Nachbau und praktische Erprobung historischer Werkzeuge, Waffen, Geräte
Historische Handwerkstechniken: Rekonstruktion alter Fertigungsmethoden (z.B. Steinbearbeitung, Metallguss, Töpferei)
Technologiegeschichte: Untersuchung der Entwicklung technischer Lösungen in verschiedenen Kulturen und Epochen
Funktionsanalyse: Verstehen, wie antike Objekte hergestellt und verwendet wurden
Die Paläotechnik hilft uns dabei zu verstehen:
Wie unsere Vorfahren lebten und arbeiteten
Welche technischen Fähigkeiten frühere Kulturen besaßen
Wie sich Technologie über die Jahrtausende entwickelt hat
Welche Rohstoffe und Verfahren historisch genutzt wurden
Im Januar 2023 testete Markus Klek sein selbst hergestelltes, steinzeitliches Equipment im hochwinterlichen Schwarzwald (siehe Fotostrecke oben).
Das Interview zu seiner "Steinzeit-Wintertour" zum Nachlesen gibt es hier:

Mehr Informationen über Markus Klek und seine Projekte findest du hier: palaeotechnik.eu
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