Bouldermatten gibt es in vielen Facetten, von kompakt bis groß und fett. Das Spektrum findet sich auch in unserem Test wieder, für den wir acht aktuelle Modelle zwischen 300 und 440 Euro gecheckt haben. Nur für die Newcomer von Beal hat es zeitlich nicht gereicht, wir werden sie nachtesten und zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen. Damit wir bei unserem recht breit aufgestellten Testfeld 2026 nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, fließen die Abmessungen der Matten nicht in die Landungs-Wertung mit ein. Bei dieser kommt es vor allem auf die Schaumqualität und -zusammensetzung an, aber auch auf die Stabilität der Konstruktion.
Der Gewinner des Crashpad-Tests
Praktische Features
Mehr Matten bieten mehr Schutz, das haben auch die Hersteller mitbekommen. Deshalb gibt es mittlerweile Spanngurte und Systeme zu kaufen, die das Zusammenschnüren von mehreren Pads zum Tragen erleichtern. Einige der Matten im Testfeld bieten hierzu clevere Lösungen an: So kommt das Black Diamond Erratic mit einem längeren Band samt Öse, sodass du ein weiteres Pad (etwa das BD Circuit) ankoppeln kannst; auch ans Ocún Dominator lässt sich ein modellgleiches Pad zuschalten. Das Mad Rock Duo Pad hingegen verfügt über ein großzügiges Flap, um ein weiteres Pad jedweden Modells darin zu verstauen. Das Duo Pad verfügt auch über eine seitliche Lasche, die es im ausgelegten Zustand an weitere Pads koppelbar macht und damit – Stichwort Mattenkante – für ein Sicherheitsplus sorgt. An dieser umzuknicken oder zwischen den Pads zu landen, verhindert man sonst nur mit (dünneren) Starterpads oder (größeren) Toppern, die wir hiermit wärmstens empfehlen.
Ein Feature, das eher gut gemeint als nützlich ist: Einige Hersteller statten ihre Matten mit einer wasser- und schmutzabweisenden Ausrüstung aus, die sie aber auch rutschiger macht, was vor allem am Hang oder bei unebener Landezone für ungeplante Ausflüge sorgen kann.
Auf dem Boden der Tatsachen
Grundsätzlich hängt die Performance nicht nur vom Schaumstoff ab, sondern auch von der Konstruktion:
BurritosDas Pad wird mit einem Mittelknick zusammengelegt. Sie sind besser zu klappen und weniger tief im Packmaß. Bei Burritos stellt die Mitte, wo nur Textil die Schaumstofflagen verbindet, eine Schwachstelle beim Landen dar: Wenn dort ein Stein liegt, kann der Sturz hart enden. Durch die Verbindung der zwei Teile ist das Pad zudem in sich weniger stabil, weshalb sich Burritos eher für ebene Böden, weniger für verblocktes Gelände eignen.
TacosTaco Pads werden ohne Knick zusammengelegt. Bei ihnen sind die Schaumstofflagen durchgängig. Tacos sind stabiler, auch fassen sie beim Transport besser Gepäck im Inneren. Tacos spielen ihre Stärke auf unebenem oder verblocktem Gelände aus. Zusätzlich ebnen sie auch schwierige Landeflächen stabil. Dafür sind sie mühsamer zu falten; außerdem solltest du Tacos im offenen, ausgeklappten Zustand lagern, sonst leidet der Schaum unnötig.
Was sonst noch zählt
Neben der Lande-Performance haben wir auch das Handling untersucht, also die Bedienbarkeit von Gurten, Schnallen, Flaps & Co. Und natürlich, wie leicht sich die Kandidaten ent- und verpacken und – wichtig! – wie flott sie sich im Go umplatzieren lassen. Außerdem prüften wir, wie komfortabel man die Matten zum Block und zurücktragen kann. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, auch wenn manches Pad noch Luft nach oben hat, wie du in den Testbriefen erfährst (siehe oben).





