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Corona & Gesundheit

Ausdauersport scheint Covid19-Krankheitsverlauf zu mildern

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Wer regelmäßig Ausdauersport treibt, scheint weniger häufig mit Lungenversagen zu kämpfen, was eine der hauptsächlichen Todesursachen bei mit SARS CoV-2 infizierten Patienten ist, haben US-Forscher herausgefunden.

Manche Menschen bekommen kaum etwas von ihrer Infektion mit Covid-19 mit, bei anderen verläuft die Infektion weniger harmlos. Ältere, immunschwache oder mit anderen Krankheiten vorbelaste Menschen leiden stärker und sterben auch eher an oder mit der Infektion. Doch es kann auch junge und fitte Menschen erwischen. Derzeit rätseln die Forscher weltweit, welche Faktoren zu einem schlimmeren und welche zu einem milderen Krankheitsverlauf führen, vermutet werden unter anderem unterschiedliche genetische Dispositionen.

Während Mediziner noch daran forschen, welchen Anteil die Intubation, also die Beatmung mit Schläuchen von außen, an der Verschlimmerung des Krankheitsverlauf hat, haben Forscher von der University of Virginia (UVA) im April vermeldet, dass regelmäßiger Ausdauersport ihn zu mildern scheint. Zumindest das akute Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS) sei deutlich seltener und weniger schlimm ausgeprägt, wenn die Patienten regelmäßig Ausdauersport betrieben, so die Forscher.

Die Frage, warum viele Covid-19-Patienten nur milde oder kaum Symptome an den Tag legen, motivierte den Forscher Zhen Yan, Leiter des Center for Skeletal Muscle Research der UVA, nach der Ursache zu forschen. Seine Untersuchungen haben zu einem körpereigenen antioxidativen Enzym geführt: extracellular superoxide dismutase, oder EcSOD. Dieses Antioxidans fängt sogenannte Freie Radikale, die Zellen schädigen, und schützt somit das Gewebe und verhindert Krankheiten. Es wird von unseren Muskeln hergestellt. Ausdauersport fördert die Produktion von EcSOD. Schon eine einzige Sport-Einheit würde die Produktion des Enzyms steigen lassen.

Auch andere Krankheiten wie Nierenversagen, Herzprobleme und Arthrose würden durch ein gesteigertes EcSOD-Level günstig beeinflusst, zeige die bisherige Forschung. Yan äußerte sich daher mit einer eindeutigen Empfehlung: "Man sagt oft, dass Sport Medizin sei. EcSOD ist ein perfektes Beispiel dafür, dass wir von den biologischen Abläufen im Sport lernen können, um die Medizin voranzubringen. Während wir versuchen, von den Effekten regelmäßiger Ertüchtigung zu lernen, muss man aber nicht abwarten, bis wir alles wissen."

Die Untersuchung wurde in der Fachzeitschrift Redox Biology veröffentlicht.

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