Dolomiti Trek King - Val di Fassa: Die Top-Touren an der Marmolada

Dolomiti Trek King - Val di Fassa
Bergparadies an der Marmolada

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.04.2026
Als Favorit speichern

Schon oben am Col dei Rossi öffnet sich die Sicht auf Sellamassiv und Langkofel. Und auch eine andere Bekannte zeigt sich uns zum ersten Mal auf dieser Tour, Richtung Süden: die Marmolada, mit 3342 Meter Höhe die Königin der Dolomiten – ein Vorgeschmack auf die nächsten Tage, an denen sie uns begleiten wird, wie viele andere helle Dolomitenwände auch ...

Der viertägige Dolomiti Trek King ist eine Kurzvariante des sechstägigen Originals. Die Wege sind gut begehbar, schwierige Stellen sind selten. Kondition und Trittsicherheit sind dennoch wichtig. Der Wegverlauf ermöglicht an mehreren Punkten die Möglichkeit, ins Tal abzusteigen oder mit Shuttlebussen und Liftanlagen abzukürzen.

Wie komme ich ins Fassatal (Val di Fassa)?

Über die Brenner-Autobahn bis zur Ausfahrt Bozen Nord/Eggental. Von dort führt die SS241 durch das Eggental und über den Karerpass ins Val di Fassa. Mit der Bahn bis Bozen, von wo Linienbusse ins Val di Fassa verkehren. Mit ihnen kommt man am Ende des Treks auch wieder zurück zum Start. Fahrpläne unter trentinotrasporti.it

Wie kann ich mich auf Tour orientieren?

Die Route verläuft auf markierten Wegen des Alpenvereins CAI-SAT. Ein guter Begleiter ist der Wanderführer des Rother Bergverlag "Dolomiten 4 – Fassatal".

Wann ist die beste Reisezeit?

Für die Tour empfiehlt sich die Zeit von Juni bis September, wenn die Wege schneefrei sind und die Temperaturen in den Höhen nicht zu niedrig.

Wo kann ich auf Tour übernachten?

Rifugio Castiglioni Marmolada: In der klassischen Schutzhütte stehen Zimmer, Mehrbettzimmer und Lager zur Verfügung. Die Hütte ist von Juni bis September geöffnet.

Rifugio Contrin: Die beliebte Berghütte bietet private Zimmer mit und ohne Bad sowie einfache Schlaflager. Die Hütte ist in der Regel von Mitte Juni bis Ende September geöffnet.

Baita Cuz: komfortable Berghütte mit guter Küche, liebevoll eingerichteten Zimmern und eigenem Bad. Das Saunafass ist stundenweise zubuchbar.

Alba di Canazei: Für einen längeren Aufenthalt im Val di Fassa bietet sich das Chalet Vites Mountain Hotel an, ein modernes, aber gemütliches 4-Sterne-Boutique-Hotel in Alba di Canazei mit komfortablen Zimmern im alpinen Stil, Wellnessbereich und ausgezeichneter Küche.

Wo kann ich auf Tour einkehren?

El Pael, Canazei: Das Restaurant gehört zu den gehobenen Adressen im Tal. Die Küche verbindet hochwertige, lokale Produkte mit italienischer Tradition und Raffinesse. Die umfangreiche Weinauswahl und der Service runden das Erlebnis ab.

Lo Sfizio, Moena: Direkt am Hauptplatz von Moena gelegenes Lokal in ursprünglicher Architektur mit Veranda. Die Küche mischt die Aromen aus dem Trentino mit denen aus Rom. Auf der Speisekarte stehen Pizzen, Crêpes und typische Gerichte der Region.

Rampeèr, Campitello: Rampeèr heißt "klettern" auf Ladinisch. Die junge Craftbeer-Brauerei, die 2020 gegründet wurde, hat originelle Menüvorschläge, passend zu den Bierspezialitäten, die aus dem Wasser des Val Duron gebraut werden.

Etappen der Dolomiti Trekking King

1. Canazei–Fedaia–Pass

13 km, 5 Std., 1150 Hmk, 230 Hmm, schwierig

Von Canazei mit der Kabinenbahn und Seilbahn "Col dei Rossi" hinauf. Am Col führt der Weg hinab zur Belvedere- Hütte und auf einem Schotterweg rechts weiter zur Fredarola-Hütte. Ein Abstecher zum Pordoijoch und von dort mit der Seilbahn zum Sass Pordoi lohnt sich wegen der Aussicht. Zurück am Pordoijoch folgt man dem Pfad Nr. 601 zur Fredarola-Hütte, wo der Bindelweg beginnt und zur gleichnamigen Hütte leitet. Entlang des Weges Blick auf die Tofane und das Livinallongo-Tal, das sich an einem kleinen Sattel öffnet. An einer Kreuzung links halten und in Serpentinen hinabsteigen zum Rifugio Castiglioni Marmolada unten am Fedaia-See.

2. Rifugio Contrin

13,5 km, 5 Std.

Auf dem Weg Nr. 605 in Richtung Pian Trevisan und weiter nach Penia di Canazei. Auf der Schotterstraße, die mehrfach die Staatsstraße kreuzt, bis zum Wald. Dort wechselt man zunächst auf den Weg Nr. 602/A und später auf den Weg Nr. 602, der zur Contrin-Hütte führt.

3. Zur Baita-Cuzhütte

13 km, 5 Std

Ab der Contrin-Hütte auf Weg Nr. 608 zum San-Nicolò-Pass aufsteigen. Dort folgt man Weg Nr. 613 vorbei an Überresten militärischer Befestigungen aus dem Ersten Weltkrieg. Weiter auf Weg Nr. 613/B, der teils mit Metallseilen gesichert ist, in Richtung Sas de Ròces und Sela Brunéch. Von hier auf Weg Nr. 644 zur Malga Jumela wandern, bevor man links auf Weg Nr. 643 abzweigt, der zur Bergstation der Kabinenbahn Buffaure hinaufführt. Schließlich auf Weg Nr. 613 zur Baita-Cuz-Hütte.

4. Nach Pozza di Fassa

13,5 km, 5 Std., 460 Hmk, 1300 Hmm, schwierig

Auf einem Forstweg hinunter ins Val San Nicolò. In Saùch den Weg Nr. 640 nehmen, der einen zum kleinen Bergsee Lagusel und zur Scharte Forcella Pief bringt. Anschließend dem Weg Nr. 641 folgen und später dem Weg Nr. 641/B Richtung Val Monzoni bis zur gleichnamigen Alm. Von dort geht es auf Weg Nr. 603 zur Jausenstation Malga al Crocifisso und weiter nach Vidor. Von hier zu Fuß oder mit dem Bus nach Pozza di Fassa.

Der ganze Reisebericht zum Download:

Wo kann ich mich noch informieren?

Details zur Trekking-Tour Dolomiti Trek King Short Experience gibt's hier

Weitere Vorschläge für Unternehmungen sowie Unterkunftsangebote gibt es beim Tourismusbüro Val di Fassa.

Weitere Touren-Tipps in der Region:

1. Vom Pellegrinopass ins Fassatal – ca. 17 km, 2 Tage, 1500 hm, mittel
Die Zweitagestour führt vom Pellegrino- Pass über einen Schotterweg zuerst zum Rifugio Fuciade und dann auf Weg Nr. 607 zum Pas de la Cirèle auf 2683 Meter, dem höchsten Punkt der Tour. Danach steigt man über Geröll zum Rifugio Contrin ab. Hier wartet neben einer Übernachtungsmöglichkeit auch richtig leckeres Essen auf Wanderer. Am nächsten Tag immer Richtung Westen halten, bis zum Rifugio Passo San Nicolo. Von dort schlängelt sich der Weg über eine Kette von Zweitausendern bis zum Rifugio El Zedron. Hier bringt einen ein Lift ins Fassatal. Wanderer mit genug Ausdauer können auch auf dem Weg Nr. 643 absteigen.

2. Cima D’Uomo – ca. 11 Kilometer, 6,5 Stunden, 1200 hm, mittel
Wer vom Pellegrino-Pass bzw. vom Restaurant Cima dell’Uomo auf die Cima d’Uomo (3010 m) will, sollte neben Trittsicherheit und Kondition auch Helm und Klettersteigausrüstung mitbringen. Der anfangs bequeme Weg geht später in den mittelschweren Klettersteig Alta Via Bepi Zac über und folgt den Felsflanken des Costabella-Kamms. Sogar ein kleines Kriegsmuseum ist hier in einem der Stollen eingerichtet. Über geröllige Serpentinen und zum Schluss Almwiesen kehrt man zum Restaurant und zum Pellegrino-Pass zurück.

3. Punta Penia (3343 m) – ca. 9 Kilometer, 5 Stunden, 1600 hm, schwer (K2-K3)
Die Tour beginnt am Rifugio Contrin und führt über den Westgrat-Klettersteig (Hans-Seyffert-Weg) auf den 3343 Meter hohen Gipfel der Punta Penia, des höchsten Bergs des Marmolada-Massivs. Für die Überquerung des Marmolada- Gletschers braucht man Gletscherausrüstung und alpine Erfahrung; alle anderen nehmen den Steig als Rückweg. Im Rifugio Pian di Fiacconi kann man eine Rast einlegen, ehe es zum Rifugio Contrin zurückgeht.

4. Marmolada Südwand – ca. 10 Kilometer, 3,5 Stunden, 600 hm, leicht
Am Westende des Ombretta-Tals, am Fuß der Marmolada-Südwand, steht das Rifugio Falier, das vor allem Kletterer und Bergsteiger ansteuern. Die Hütte ist auch für Wanderer ein lohnendes Ziel, alleine wegen der Aussicht auf die über fünf Kilometer breite und bis zu 800 Meter hohe Marmolada- Südwand. Die Tour beginnt in Malga Ciapela und führt bis zur Hütte. Zurück wie hin.

Fazit