Trekking in Schwedisch-Lappland Mattias Fredriksson Photography
Trekking in Schwedisch-Lappland
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Trekking in Schwedisch-Lappland 11 Bilder

Låktatjåkko-Trek in Schwedisch-Lappland

Einsame Klasse Trekking in Schwedisch-Lappland

In Schwedisch-Lappland erleben Wanderer Wildnis und Weite noch vollkommen unverfälscht – vor allem, wenn sie sich ihre Trekkingtour selber zurechtlegen, so wie unser Autor. Reiseinfos & und die Etappen inkl. GPS-Daten hier...

Es muss nicht immer der Kungsleden sein – wir zeigen euch neue Wege in die Wildnis ganz weit oben im Norden:

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Trekking in Schwedisch-Lappland
Trekking in Schwedisch-Lappland (Heft 04/2021) 3 Tage Laktatjakko-Trek + Tagestouren
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Låktatjåkko-Trek

Tag 1:

Vom Hotel Fjället in Björkliden geht es zunächst auf einem Schotterweg in Richtung des Golfplatzes. Etwa nach 500 Metern erreicht man eine Informationstafel, an der die Route zur Låktatjåkko-Hütte beginnt. Dem Weg einen Kilometer folgen, dann an einer Verzweigung rechts in den Färdledarvägen. Rot markierte Steinmännchen führen ab hier zur Låktatjåkko-Hütte: zuerst steil hinauf und weiter zum Plateau Rákkasláhko, dann in gemäßigtem Auf und Ab und noch einmal steil hinauf zur Hütte. Dort übernachten (Tag 1 insgesamt: 12 km, 820 Hm).

Mehr zum Thema:
Länge 11,61 km
Dauer 3:47 Std
Schwierigkeitsgrad Mittelschwer
Höhenunterschied 815 Meter
Höhenmeter absteigend 8 Meter
Tiefster Punkt 408 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Tag 2:

Am nächsten Tag weiter zur Kårsavagge-Hütte. Dafür stehen drei Routen zur Wahl. Wir empfehlen die mittlere, Guoblavaggi, eine geradlinige und schöne Wanderung. Beim Abstieg Richtung Kårsavagge fällt es mitunter schwer, den Pfad zu erkennen. In der Kårsavagge-Hütte übernachten (Tag 2: 9,5 km, 570 Hm).

Mehr zum Thema:
Länge 9,83 km
Dauer 2:58 Std
Schwierigkeitsgrad Mittelschwer
Höhenunterschied 45 Meter
Höhenmeter absteigend 573 Meter
Tiefster Punkt 1223 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Tag 3:

Am dritten Tag folgt man dem schönen Abeskoeatnu-Tal hinab nach Abisko (Tag 3: 13,5 km, 380 Hm).

Mehr zum Thema:
Länge 13,43 km
Dauer 4:04 Std
Schwierigkeitsgrad Mittelschwer
Höhenunterschied 42 Meter
Höhenmeter absteigend 375 Meter
Tiefster Punkt 694 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Der Blick ins Tal ist so schön, dass man sich erst einmal setzen muss.

Extratour: Rissajaure

Wer sich in der Abisko-Region aufhält, sollte unbedingt dem türkisfarbenen Gletschersee Rissajaure einen Besuch abstatten, dem klarsten See Schwedens. Der Startpunkt der Wanderung liegt an der E 14 etwa zwanzig Minuten westlich von Abisko in der Nähe des Bahnhofs Låktatjåkka – haltet Ausschau nach einer Parkbucht am Straßenrand. Auf der Südseite der Straße weist dann ein Schild Richtung Rissajaure. Die Wanderung leitet durch das traumhafte Geargevággi-Tal mit seinen bizarr über den Talboden gewürfelten Felsformationen, üppigen Wiesen voller Bergblumen und plätschernden Bächen. Nach sechs Kilometern liegt der Rissajaure vor einem, zurück auf demselben Weg.

Mehr zum Thema:
Länge 10,81 km
Dauer 3:14 Std
Schwierigkeitsgrad Mittelschwer
Höhenunterschied 345 Meter
Höhenmeter absteigend 345 Meter
Tiefster Punkt 480 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Extratour: Stora Ölturen

Riksgränsen ist ein winziger Ort an der Grenze zu Norwegen. Hier beginnt die Stora Ölturen, eine lange Runde, die hinüber auf die norwegische Seite führt. Der Blick reicht auf ihr bis zu den hohen Bergen am Atlantik und sogar auf den Rombakkfjord bei Narvik. Am besten startet man bei der Niehku Mountain Villa und folgt dem Rallarvägen bis zur Katterjåkk Turiststation. Von hier nach Süden in die Berge und auf der Schotterstraße bleiben, bis sie auf den Wanderweg trifft. Er ist gut ausgeschildert. Zurück an der Niehku Mountain Villa, belohnt man sich mit einem kühlen Bier – Öltur heißt schließlich Bierrunde.

Mehr zum Thema:
Länge 18,54 km
Dauer 5:08 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 343 Meter
Höhenmeter absteigend 335 Meter
Tiefster Punkt 518 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Tipps für eure Reiseplanung

  • Hinkommen: Faszinierend: Man kann mit dem Zug von Stockholm direkt an den Start des Låktatjåkko-Treks reisen, den kleinen Ort Björkliden. Fahrtzeit: 18 Stunden (sj.se). Der nächstgelegene Flughafen ist Kiruna. Von dort braucht der Zug etwa 1,5 Stunden bis Björkliden. Die Kosten für die Reise ab Deutschland und zurück liegen bei 400 bis 500 Euro.
  • Herumkommen: Die Zuglinie von Kiruna nach Narvik ist wie geschaffen für Wanderer: Auf ihr kommen sie am Endpunkt des Låktatjåkko-Treks (Abisko) zurück nach Björkliden – oder weiter nach Westen zum Bahnhof Låktatjåkka, in dessen Nähe eine Tour zum Rissajaure-See startet. Anschließend weiter nach Riksgränsen (s. Extratouren).
  • Beste Zeit: Die Saison reicht von Anfang Juli mit etwas Glück bis Ende September. Mit viel Pech schneit es aber auch schon im August.
  • Surfen: Auf der Seite des Svenska Turistföreningen (STF) lassen sich unter anderem Plätze in der Kårsavagge buchen, der zweiten Hütte auf dem Trek: swedishtouristassociation.com. Unterkünfte in Björkliden und Abisko unter bjorkliden.com und visitabisko.com. AllgemeineInformation: visitsweden.de
  • Orientieren: Für den Låktatjåkko-Trek benötigen Wanderer die Fjällkartan BD6-Abisko-Kebnekaise-Narvik, 1:100 000 (erhältlich zum Beispiel über nordland-shop.com, 16,95 Euro).
  • Anspruch: Der vorgestellte 3-Tages-Trek ist für alpenerprobte Wanderer gut machbar. Bei Nebel oder schlechtem Wetter kann die Orientierung aber Probleme bereiten. Man sollte sich also unbedingt an die rot markierten Steinmännchen halten.
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An der Grenze: Die Berge hinter dem Torneträsk-See gehören schon zu Norwegen.

Unterkünfte & Hütten

  • Luxus-Berghütte: In Schwedens höchstgelegener Hütte, der Låktatjåkka Mountain Lodge, mischt sich der Komfort eines Hotels mit dem rustikalen Charme eines Alpenchalets. Das Zweibettzimmer kostet 1780 SEK (175 Euro). Alternativ (und sollten die 18 Betten schon ausgebucht sein) sucht man sich einen Zeltplatz in der Nähe der Hütte – Wildzelten ist in Schweden erlaubt. Dass man den Platz tadellos verlässt, sollte sich von selber verstehen. Buchung: bjorkliden.com/en/boende/laktatjakko-fjallstation/
  • Kårsavagge-Hütte: Die zweite Hütte am Weg gehört zu den kleinsten des Schwedischen Tourismusverbandes STF. Sie hat zehn Stockbetten und ist im Sommer vom 1. Juli bis 12. September geöffnet. Jugendherbergsmitglieder zahlen den reduzierten Preis von 900 SEK für zwei Schlafplätze (88 Euro). Buchen (zur Zeit Pflicht): swedishtouristassociation.com
  • In Björkliden: Wer sich vor oder nach der Tour entspannen will, dem bietet sich das Fjället Hotel an. Die Wanderwege beginnen buchstäblich vor der Haustür. Der Blick vom Restaurant auf das Tjuonavagge-Tal, auch bekannt als die »Pforte zu Lappland«, ist spektakulär. DZ ab 1780 SEK (175 Euro). bjorkliden.com/en/boende/hotel-fjallet/

Einkehrtipps

  • Abisko: Die Brasserie Fjällköket in der Abisko Mountain Lodge setzt auf Slow Food mit saisonalen Variationen. Auf der Karte stehen Elch, Seesaibling, Rentier, Moltebeeren und andere lokale Spezialitäten. abiskomountainlodge.se
  • Auf ein Bier: In der Niehku Mountain Villa in Riksgränsen kocht Ragnar Martinsson, einer der fortschrittlichsten Köche Schwedens. Man kann aber auch einfach auf ein Bier kommen. Das Interieur der Villa hat mehrere Designpreise gewonnen. niehku.com
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Niehku Mountain Villa

Tipps von Reiseautor Mattias Fredriksson

  • Waffelprobe: Niemand sollte Lappland verlassen, ohne sich durch die Waffeln auf der Låktatjåkko-Hütte probiert zu haben. Mein Favorit: die mit Västerbotten-Käse und Moltebeermarmelade. Verpasst das nicht, es könnte euer Leben ändern.
  • Augenöffner: In Abisko lohnt ein Besuch der Ausstellung im Abisko Naturum. Sie informiert über die Flora, Fauna, Geologie und Kultur Schwedisch-Lapplands.nationalparksofsweden.se
  • Kalt erwischt: Wenigstens versuchen sollte man es: in einem der eiskalten, glasklaren Bergseen oberhalb des Polarkreises abzutauchen. Das Gefühl hinterher ist grandios, vor allem nach einem anstrengenden Wandertag.

Reisebericht

Wir haben Ende August, und es schneit. Nicht nur ein bisschen, sondern richtig dicke Flocken, die liegenbleiben. Das ist ungewöhnlich, selbst drei Stunden nördlich des Polarkreises in Schwedisch-Lappland. Gut, dass wir schon die Hütte erreicht haben. Nach einem Wandertag zur Låktatjåkko Lodge, Schwedens höchstgelegener Berghütte auf 1228 Metern, ruhen wir uns etwas aus. Noch vor ein paar Stunden schien die Sonne, und das moderate Tempo auf unserem ersten Tourentag reichte, um uns warm zu halten. Aber das Bergwetter ändert sich schnell, gerade in Skandinavien. So waren wir nicht völlig überrascht, als es kurz vor der Hütte zu regnen begann. Doch Schnee im August, das erstaunt sogar uns Schweden. Heute Morgen sind wir in Björkliden aufgebrochen, einem Dorf zehn Kilometer nordwestlich von Abisko, wo der berühmte Fernwanderweg Kungsleden beginnt. Dort bleiben die meisten Leute, wenn sie die Region besuchen. Doch auch andere, unbekanntere Orte eröffnen einen guten Zugang zu den Bergen. Björkliden zählt zu ihnen. Beim Frühstück mit starkem Kaffee, Brot mit Rentiersalami und pochierten Eiern konnten wir den Blick nicht vom Tjuonavagge wenden. Das U-förmige Tal, flankiert von den mächtigen Gipfeln Tjuonatjåkka und Nissuntjårro, wird oft auch als Pforte zu Lappland bezeichnet. Es zählt zu den meistfotografierten Bergansichten Schwedens. Wir blieben lange sitzen, um sie in uns aufzunehmen. Die Landschaft hier oben lädt zu Ruhe und Gelassenheit ein... den kompletten Reisebericht findet ihr in der aktuellen OUTDOOR-Ausgabe 04/2021 – jetzt im Kiosk und online als E-Paper.

Titel Heft 04/2021
www.BastianMorell.de
OUTDOOR-Ausgabe 04/2021

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