OD-SH-Bayern-2015-Königssee Berchtesgadener Land Tourismus

Bayern - Königssee

Traumrunde am Königssee

Die Mehrtagestour um den Königssee gehört zu Deutschlands schönsten Wanderungen. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen dazu.

Die Mehrtagestour um den Königssee gehört zu Deutschlands schönsten Wanderungen. Wir stellen Ihnen die vier Tagesetappen ab Königssee/Jennerbergbahn bis St. Bartholomä genauer vor - inklusive GPS-Daten. Optional bietet sich ab St. Bartholomä die Rückfahrt per Boot oder eine Verlängerung der Tour über den Rinnkendlsteig und die Kühroint-Alm an. 

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Länge 29,54 km
Dauer 16:41 Std
Schwierigkeitsgrad schwer
Höhenunterschied 2557 Meter
Höhenmeter absteigend 3708 Meter
Tiefster Punkt 603 m ü. M.
Höchster Punkt 2533 m ü. M.
GPS-Daten . KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch

​​Diese Tour führt über mehrere Tage durch alpine Regionen - ohne die Möglichkeit, schnell ins Tal zurückzukommen. Man sollte sich daher unbedingt ausführlich mit dem Wetterauseinandersetzen: Hüttenwirte fragen bzw. vorher beispielsweise über den Online-Bergwetterbericht des Alpenvereins (www.alpenverein.de).

Anfahrt

​​Mit dem Auto auf der A8 von München Richtung Salzburg - in Österreich weiter auf der A10 Richtung Villach - Abfahrt »Grödig« raus und dann über die Bundesstraße 159 zur Grenze, jetzt die B305 nach Marktschellenberg nach Berchtesgaden - links auf die B20 nach Königssee (großer, kostenpflichtiger Parkplatz am Ende der Straße).Bahn: Nach Berchtesgaden und von dort weiter per Bus nach Königssee. (www.rvo-bus.de/.../fahrplan_regionales.html)

Ausgangspunkt

​Königssee/Jennerbergbahn

Einkehr

​Auf der Königssee-Runde liegen das Carl-von-Stahl-Haus (1735m, 08652/2752), die Wasseralm (1416m, wenig Lager, nur bewartet, kein Telefon) und das Kärlinger-Haus (1630m, 08652/2995, je nach Wetter von Anfang Juni bis Mitte Oktober): Achtung: Das Zelten ist im gesamten Nationalpark verboten (und fast die gesamte Tour führt durch Nationalparkgebiet)!

Beste Zeit

​Je nachdem, wie der Winter ausfällt, ab Ende Mai möglich (eventuell Altschneefelder, Gamaschen und Grödel mitnehmen) und bei mildem Herbst bis in den Oktober hinein. Ideal ist der September.

Karte

Bayerisches Landesvermessungsamt »Berchtesgadener Alpen«, 1:50.000, 6 EuroAlpenvereinskarte Blätter 10/1 und 10/2, 1:25.000, je 9,80 Euro

Infos

Berchtesgadener Tourismus Marketing GmbH, 08652/65650-0www.berchtesgadener-land.infoNationalpark Berchtesgaden:www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.deBuchtipps: Bergwanderungen im Berchtesgadener Land, Heinrich Bauregger, Bergverlag Rother, 10,90 Euro / Berchtesgadener Alpen, Mark Zahel, Bruckmann Verlag, 19,90 Euro

outdoor-Tipp

Ausrüstung: Rucksack, Gore-Tex-Jacke und Überhose, Trekkinghose, Fleece, Funktionswäsche, Funktions-T-Shirts, feste Trekkingstiefel, Trekkingstöcke, Mütze und Handschuhe (egal wie gut der Wetterbericht ist!), trockene Reservebekleidung, Regenschutz für Rucksack, Karte, Kompass, Höhenmesser (oder besser GPS), Sonnenschutz für Kopf, Haut und Lippen, große Wasserflasche (teils lange Etappen ohne Wasser), Proviant für tagsüber.​Wer nicht über ausreichend alpine Erfahrung verfügt, sollte sich lieber einem Bergführer anvertrauen: Bergschule Berchtesgadener Land, 08652/5371Berge versetzen, www.berge-versetzen.deBergschule Watzmann, 08657/711Outdoor Club, 08652/9776-0, www.outdoor-club.de

Route

TAG 1:

 KÖNIGSSEE – STAHLHAUS 3–3,5 Std., 1130 hm im Aufstieg; mit Jennergipfel 1340 hm Aufstieg. Start am Parkplatz am Königssee (605 m), dann vorbei an der Talstation der Jennerbahn über den Alpenvereinsweg 493 in einem großen Halbrund um den Jenner hinauf zum Torrener Joch, wo das gemütliche Carl-von-Stahl-Haus liegt (1735 m, ganzjährig bewirtschaftet). Wer später anreist oder es gemütlicher angehen lässt, kann mit der Jennerbahn fahren. Von der Gipfelstation etwa 30 Minuten zum Stahlhaus. Auf keinen Fall versäumen sollte man den Abstecher auf den Jennergipfel (1874 m). Von der Bergstation aus errreicht man ihn in einer Viertelstunde, als Abstecher vom Weg in einer Stunde.

TAG 2:

 DURCHS HAGENGEBIRGE 7–8 Std., 970 hm im Aufstieg, 1170 hm im AbstiegMan geht den ganzen Tag über den Alpenvereinsweg 416 – gut markiert. Vom Stahlhaus (1735 m) südwärts zuerst über eine kurze Steilstufe, dann über einen breiten Rücken mit vielen Latschen hinauf zum Schneibstein (2275 m). Von dort südöstlich hinab und westlich am Windschartenkopf und dem Schlunghorn vorbei. Der Weg führt hinein in einen breiten Graben und hinab zum Seeleinsee (1800 m). Von dort nach Süden in etwa 30 Minuten hinauf zum Hochgschirr (1949 m). Nach Süden hinab ins Landtal, bis auf etwa 1350 m, und sich dann unterhalb der Hanauerlaubwand halten – Vorsicht bei Nässe! Grandiose Tiefblicke auf den Obersee; weiter bis »In die Röth«. Von hier durch schönen Lärchenwald dann nach Westen abbiegend zur Wasseralm (1416 m).

TAG 3:

 HÖHEPUNKT FUNTENSEETAUERN 7–8 Std., 1560 hm im Aufstieg, 1160 hm im Abstieg Auf dieser Etappe sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Von der Wasseralm (1416 m) westlich bis zur Jagdhütte, ab dort nach Süden auf den Weg 424. Gut 30 Minuten steil bergauf durch schönen Lärchenwald. Unterhalb des Hochecks nach Westen abbiegen und hinauf in das breite Kar zwischen Gemsscheibe und Hocheck. Markierungen ab hier nur noch durch Steinmänner, für erfahrene Berggeher ist die Wegfindung dennoch kein Problem. Scharte auf etwa 2330 m, ab dort im Halbrund nach Westen den Graskopf an seiner Südseite umgehen und auf den Grat, der sich von Süden zu den Funtenseetauern (2578 m) hinaufzieht. Abstieg über Alpenvereinsweg 429: etwa eine Viertelstunde wie Aufstieg, dann weiter auf dem Grat halten und nordwestlich über teils sehr ausgesetzten Grat mit einigen leichten Kletterpassagen zum Stuhljoch (2448 m). Ab dort steil hinab nach Südwesten, bis man auf den Weg 414 stößt, der am Funtensee vorbei zum Kärlinger-Haus führt (1630 m, je nach Wetter von Anfang Juni bis Mitte Oktober).

Variante

 :(4–5 Std., weniger alpin) Von Wasseralm wie oben, aber weiter auf dem Alpenvereinsweg 424 bleiben und das Hocheck auf der Westseite liegen lassen. Über Blau Lache (1816 m) – Steinhütten – durch die lange Gasse – zur Niederbrunnsulzenscharte – beim Toten Weib auf Alpenvereinsweg 414 und hinab zum Kärlinger-Haus.

TAG 4:

 SAUGASSE – ST. BARTHOLOMÄ 3,5 Std., 90 hm Aufstieg, 1000 hm AbstiegAlpenvereinsweg 412; bestens markiert, einfach. Kurzer Aufstieg vom Kärlinger- Haus nach Norden zu einer kleinen Scharte (1672 m) und dann über das Ofenloch, den Bärengraben in die Saugasse mit ihren zahlreichen Serpentinen. Dem Schreinbach folgen und dann steil hinab zum Königssee (603 m). Uferweg nach St. Bartholomä. Ab dort per Boot (www.seenschifffahrt.de) zurück zum Ort Königssee.

Verlängerung:

 Über Rinnkendlsteig und Kührointalm 3,5 bis 4 Std., 820 hm Auf- und Abstieg Von Sankt Bartholomä über den Rinnkendlsteig (443) in der Ostwand des Kleinen Watzmanns hinauf zur Kührointalm. Der Rinnkendlsteig wird unten Furcht einflößend beschrieben, um »normale Touristen«, die mit Halbschuhen im Boot nach St. Bartholomä kamen, von dessen Begehung abzuschrecken. Wer diese Wanderung bis hier gemacht hat, geht den Rinnkendlsteig ohne Probleme. Von der Kührointalm (1409 m, Lager, Tel. 8 86 52/73 39) über die Klingeralm, vorbei an der Bobund Rodelbahn zurück zum Königssee. Wer immer noch Zeit hat, kann von der Kührointalm auf den Watzmann steigen.
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