Appalachian Trail

Appalachian Trail

Für den kompletten Appalachian Trail braucht man ein halbes Jahr. Tillmann Schulze und Alexander Grote hatten nicht so viel Zeit – sie haben sich die Filetstücke herausgesucht. Und die kriegt man auf dem Appalachian Trail wirklich nicht geschenkt.

Für den kompletten Appalachian Trail braucht man ein halbes Jahr. Tillmann Schulze und Alexander Grote hatten nicht so viel Zeit – sie haben sich die Filetstücke herausgesucht. Und die kriegt man auf dem Appalachian Trail wirklich nicht geschenkt.


Anreise

http://Ab Frankfurt direkt oder mit Zwischenstopp nach Boston. Vorsicht bei der Einfuhr von Lebensmitteln (auch dehydriertes Essen). Der US-Zoll kontrolliert gerade Rucksackreisende gerne und ausführlich. Bei Aufenthalten bis zu 3 Monaten keine Visumspflicht.

Transport vor Ort
Mehrmals täglich Busse direkt vom Bostoner Flughafen nach Concord und eine Busverbindung direkt zum AT nach Hanover. Öffentliche Verkehrsmittel sonst kaum vorhanden. Trampen ist eigentlich verboten. Als Trekker wird man entlang des AT aber recht einfach mitgenommen.


Beste Reisezeit

Zwischen Juni und Oktober. Ab Mitte August nimmt die Insektenplage ein Ende. Der Baxter-Nationalpark schließt am 15. Oktober. Leider beginnt der Indian Summer erst dann.



Ausrüstung

Normale Trekkingausrüstung mit Stöcken. Im September gibt`s auch Nachtfrost und Schnee, es empfiehlt sich 3-Jahreszeiten-Schlafsack, guter Regenschutz und ein Zelt mit Apsis.

Tiere
Häufig sind Streifenhörnchen, seltener sind Elche, Stachelschweine und Stinktiere. Die meisten Zeltplätze haben Bear-Boxes, ein Bär ist aber wirklich die Ausnahme. Bärenspray ist also nicht unbedingt notwendig.
Permits
Generell braucht man keine Permits. An den Camps am Baxter National Park besteht Registrierungspflicht für die Besteigung des Mt. Katahdin.
Internet/Telefon
Alle Orte am Trail haben eine Bücherei. Hier kann man umsonst für eine halbe Stunde ins Internet. Für Anrufe in die Heimat empfiehlt sich der Kauf einer Prepaid-Telefonkarte. Die gibt es an jeder Tankstelle.


Verpflegung

Auf dem Trek muss Essen für ca. vier Tage getragen werden. Einkaufsmöglichkeiten regelmäßig, allerdings muss man häufig trampen. Auf den »100 Meilen« muss der Proviant für ca. zehn Tage reichen. Die Hütten in den White Mountains haben alle Brunnen. Für den Rest empfiehlt sich ein Taschenfilter für den Notfall.



Übernachtung

In den White Mountains kostet eine Nacht in einer Hütte mind. 39 US$ pro Person. Zeltplätze und Shelters 8 US$ pro Person. Ab den Mahoosucs keine bewirtschafteten Hütten mehr, zudem weniger Lagerplätze, an denen man zahlen muss. Auf den »100 Meilen« beste Zeltbedingungen und keine Gebühren. Innerhalb der Orte gibt es Motels (ca. 50 US$ pro Zimmer). Hier kann oft auch zu mehreren in einem Zimmer geschlafen werden.



Bücher

Appalachian Trail Guide to Maine, Susan and Dean Cilley, AT Conference, ISBN 0917953908, 25 US$. Komplett mit Karten (1:62500).
Appalachian Trail Guide to New Hampshire-Vermont, David Hooke, AT Conference, ISBN 1889386022, 18,95 US$. Mit Karten (1: 62500).
The Appalachian Trail Backpacker, Victoria Logue, Menasha Ridge Press, ISBN 0897324021, 16 US$.
Picknick mit Bären, Bill Bryson, Goldmann Verlag, 1999, 7,45 €. Amüsante Pflichtlektüre.



weitere Infos

Zum gesamten AT: The Appalachian Trail Conference, Tel. 001/304/535/ 6331, www.appalachiantrail.org.
Zu den White Mountains: Appalachian Mountain Club, Tel. 001/617/ 523/0636, www.outdoors.org,
E-Mail: information@outdoors.org.
Zum südlichen New Hampshire:
Dartmouth Outing Club in Hanover, Tel. 001/603/646/2428 und im
Internet unter www.Dartmouth.edu,
E-Mail: thedoc@dartmouth.edu.


In den White Mountains und den Mahoosucs anspruchsvoller Trek mit alpinem Charakter. Auf der Presidential Range große Abschnitte oberhalb der Baumgrenze. In der »100 Miles Wilderness« ist das Profil des Trails bedeutend einfacher.
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