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OD Abenteuer Geocaching: GPS-Schatzsuche Ben Wiesenfarth
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Abenteuer Geocaching - mit GPS-Navigation auf Schatzsuche

Abenteuer Geocaching: GPS-Schatzsuche

Kann man an einem trüben, regnerischen Sonntagnachmittag Freunde und Kids weg vom Fernseher und raus in die Natur locken? Eigentlich nicht. Es sei denn, man geht auf Schatzsuche – mit einem GPS-Gerät in der Hand.

Zielstrebig marschiert Linus voran, den Blick fest auf das GPS-Gerät gerichtet. Wind fährt durch die Bäume, die Luft ist feucht und kalt. Doch der 11-Jährige spürt davon nichts. Er will nur eines: Er will den Schatz tief im Wald finden. Der Rest der Familie trabt hinterher und beugt sich den Richtungs-angaben des Jüngsten. Mutter Tina ist von der Schatzsuche per GPS begeistert: »Selbst notorische Stubenhocker gehen für eine solche Schatzsuche freiwillig zum Wandern. Geocaching ist für die Kids ein echter Spaß.«

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Seine Wurzeln hat Geocaching im US-Bundesstaat Oregon. Ein Mann namens Dave Ulmer vergrub dort im Mai 2000 in der Nähe der Stadt Portland einen Eimer mit etwas Geld darin, einem Buch und anderen kleinen Dingen. Dann veröffentlichte er die GPS-Daten des Verstecks im Internet – verbunden mit dem Vorschlag: Wer den Schatz findet, soll ihn gegen etwas Gleichwertiges tauschen und es in einem Logbuch dokumentieren. Die Idee ging um die Welt. Mittlerweile gibt es über den Globus verteilt etwa 850.000 solcher Verstecke (Caches) – davon allein rund 100.000 in Deutschland.

»Die meisten findet man auf geocaching.com«, erklärt Hannah, die ältere Schwester von Linus. Sie hilft ihm bei der Auswahl des richtigen Caches. Denn in der Regel startet die digitale Schnitzeljagd erst einmal am heimischen Computer, und nicht jeder Cache eignet sich gleich gut für Kinder. Hannah deutet auf den Bildschirm des Laptops. »Das hier ist zum Beispiel ein Nachtcache«, erklärt sie am Wohnzimmertisch. »Da braucht man zum Schluss eine Taschenlampe, weil ein Spiegel auf die Fundstelle reflektiert.«

Familienspaß & Outdoor-Abenteuer

Geocaching, die digitale Schnitzeljagd mit GPS, bietet in der Tat die unterschiedlichsten Facetten. Da gibt es zum Beispiel Multicaches, die über mehrere Fundstellen und Aufgabenstellungen zum finalen Schatz führen, genauso wie Tauch- oder Höhlencaches. »Sogar in der Eiger-Nordwand ist schon einer versteckt«, sagt Linus. »Aber was ich gar nicht mag, sind Microcaches. Da ist fast nie was zum Tauschen drin.« Natürlich sind Microcaches auch schwerer zu finden, denn sie sind nicht größer als eine Filmdose.

Geocaching-Profis tragen daher oft kleine Hüfttaschen am Körper. Da sind nicht nur Schraubenzieher und diverse Schraubenschlüssel drin, sondern auch ein kleiner Spiegel, wie man ihn vom Zahnarzt kennt – falls ein Microcache hinter einem Eck sitzen sollte. Für Kids und Einsteiger sind eher die großen Caches geeignet. Sie besitzen die Größe einer Butterbrotdose. »Genau so etwas will ich suchen«, wirft Linus energisch ein.

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Das Abenteuer startet im Web. Bei »geocaching.com« sind die Schätze gelistet.

Perfekte Navigation: 6 GPS-Geräte im outdoor-Test

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Kinder auf Schatzsuche

Es ist verblüffend zu se­hen, wie schnell Kinder in die Welt des Geocaching eintauchen. Hannah hat einen Cache ausgewählt und schon die Koordinaten des Startpunkts ins GPS eingegeben. »Jetzt müssen wir nur noch den Descrip­tion Code knacken, sonst sind wir am Ziel aufgeschmissen«, wirft sie mit der Routine einer Doppel-Null-Agentin ein. Tina und Holger schauen sich ungläubig an, beschränken sich aber darauf, das Auto startklar zu machen.

»Wie heißt eigentlich dein Schatz?«, ruft Tina Richtung Rücksitz, während der Wagen auf den Startpunkt zurollt. »Mein Leben als Hund«, sagt Linus, lacht und wedelt mit dem Ausdruck der Zusatzbeschreibung herum. »Den hab‘ ich ausgewählt, weil der Name so toll ist und wir viele Rätsel lösen müssen.«

Grob betrachtet funktioniert Geocaching nicht anders als eine Schnitzeljagd, nur eben mit der Unterstützung eines GPS-Gerätes. Ein einfaches Modell reicht, auch teure Karten werden nicht benötigt – schon ab 100 Euro kann die Suche beginnen. Was zählt, ist Gespür und eine gute Kombinationsgabe.

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Der Fund (Cache) befindet sich meist in einer dichten Kunststoff-Box.

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Eine schier endlose Anzahl an Caches

Auch der »Mein Leben als Hund« gibt nur Stück für Stück die genaue Lage des eigentlichen Schatzes – sprich die genauen Koordinaten – preis. So gilt es zum Beispiel zu ermitteln, wie viel 18-er sich auf einer Schautafel befinden, dann folgen Rechenaufgaben und die Herausforderung, nicht vom Weg abzukommen. Linus und Hannah sind in ihrem Element und fühlen sich wie auf der Schatzinsel. Nach und nach komplettiert sich der Koordinatencode, was für eine Treffergenauigkeit von rund drei Metern sorgt. Der Richtungspfeil des GPS-Gerätes weist direkt in den Wald. Noch 150 Meter. Linus stürmt los, stolpert, fängt sich wieder. Jetzt links um einen Baum, dann rechts um ein Gebüsch. Noch 100 Meter, fünfzig, zehn. Das Gerät piepst, die Meteranzeige zeigt null. Doch kein Schatz weit und breit.

Linus steht auf einer Waldlichtung und späht um sich wie ein Indianer auf Büffeljagd. »Denk an den Description Code«, ruft Hannah. »Gebrochener Baum«, erinnert er sich. Ja, da ist einer. Vorsichtig tastet seine Hand in das hohle Innere. »Gibt es hier Schlangen?«, unkt Hannah. Doch so knapp vor dem Ziel lässt Linus sich nicht ablenken. Er fühlt etwas, packt zu und zieht eine viereckige Box heraus. Mit der Miene eines Siegers öffnet er die Plastik-Schatztruhe. Im Innern befindet sich das Logbuch mit den Einträgen der letzten Besucher. Jeder Geocacher hat einen Spitznamen. »Boah, der Australier war auch schon wieder hier«, murmelt Hannah ehrfürchtig, während sie den Fund einträgt. Linus hingegen tauscht stolz seine Fliegenpilz-Kerze gegen einen kleinen Bären, den er bis zu Hause nicht mehr loslässt.

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Schau mal, wer alles da war! Und natürlich trägt man sich auch ins Logbuch ein.

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6 Tipps für Geocaching-Einsteiger

1. Caches finden:
Die meisten Caches in Deutschland sind bei »geocaching.com« gelistet und lassen sich dort direkt aufs GPS laden.

2. GPS-Gerät:
Zum Geocaching eignet sich jedes GPS-Gerät.

3. Schwierigkeit:
Zum Start suchen Sie sich einen einfachen Cache aus, der problemlos zu erreichen ist. Es gibt zum Beispiel Caches, an die man nur mit Werkzeug oder als Kletterer herankommt.

4. Cachegröße:
Caches gibt es als große Box oder in Filmdosengröße. Letztere sind natürlich meist schwerer zu finden und enthalten oft keinen »Trade« – also nichts zum Tauschen. Für Kinder oft enttäuschend.

5. Trade-Item:
Beim Geocaching hat man meist einen »Trade«, also Tauschgegenstand dabei. Diesen kann man, muss man aber nicht gegen den Fund in der Box austauschen. Der Trade sollte gleichwertig sein!

6. Verhalten:
Bei aller Geocaching-Euphorie gilt es, sich in der Natur mit Umsicht zu bewegen und darüber hinaus den Cache wieder genauso zu verstecken, wie man ihn vorgefunden hat. Schon allein, damit ihn die Nicht-Geocacher (so genannte Muggels) nicht finden können!

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Der Schatz ist bestimmt im Baumstamm versteckt.

GPS-Geräte im Test 2017

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