Bushcraft-Tipps So baut ihr euch Schneeschuhe

1/11 Schneeschuhe selber bauen Schritt 1: Rahmenleisten zusägen

2/11 Schneeschuhe selber bauen Schritt 2: Querstreben festbinden

3/11 Schneeschuhe selber bauen Schritt 3: Schneeschuhdeck flechten

4/11 Schneeschuhe selber bauen Schritt 4: Schuhbindung herstellen

5/11 Das Schnäppchen: McKinley Snowcross 3.0 Schneeschuh Doch lieber Schneeschuhe vom Profi? - Hier unsere Kauftipps

6/11 Der Klassiker Tubbs Flex Alp 24 Schneeschuh

7/11 Der Softmover TSL Symbioz-Hyperflex Schneeschuhe

8/11 Der Frauenschwarm MSR Women's Revo Ascent Schneeschuh

9/11 Das Komfortwunder Innok e-move Schneeschuh

10/11 Der Winterfreund Ferrino Trek Special Schneeschuh

11/11 Der Langstreckler Atlas Apex Mountain Schneeschuh

Bushcraft-Tipps: Schneeschuhe selber bauen Studio Nordbahnhof
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Bushcraft-Tipps: So baut ihr euch Schneeschuhe

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Schneeschuhbau gibt's hier. Außerdem: Einige der besten Schneeschuh-Modelle auf dem Markt.

Mit diesen selbstgebauten Schneeschuhen aus Weiden- oder Haselnussholz ziehst du wie ein Trapper durch verschneite Wälder. Und sobald sie mit ihrem urigen Look zu Hause an der Wand hängen, kommt im heimischen Basislager Blockhütten-Feeling auf!

Welche Materialien ihr für eure selbst gebauten Schneeschuhe braucht, und wie ihr die Schneeschuhe in nur vier Schritten herstellt, erfahrt ihr hier. Wer lieber auf bewährte, hochfunktionelle Schneeschuhe vom Profi setzt, findet hier ebenfalls ein paar passende Anregungen und unsere Schneeschuh-Kauftipps ...

Das braucht ihr für eure Schneeschuhe:

  • Daumendicke Äste aus Weiden- oder Haselnussholz
  • 40 Meter Reepschnur mit drei Millimeter Durchmesser
  • Vier 25 Millimeter breite Packriemen
  • Taschenmesser mit Säge
Bushcraft-Tipps: Schneeschuhe selber bauen
Studio Nordbahnhof
In nur vier Schritten zu den selber gebauten Schneeschuhen.

In den folgenden Media-Blöcken findet ihr eine Schritt für Schritt Anleitung dafür. Los geht's!

Den Schneeschuhrahmen baust du aus daumendicken Ästen einer Haselnuss oder Weide. Je größer der Schneeschuh, desto besser die Tragkraft, kleinere sind dagegen wendiger. Bei unserem Modell sägten wir die beiden Längsstreben auf 1,30 Meter zu. An jeder Seite (Abstand zum Ende rund fünf Zentimeter) sägst du rundherum vier bis fünf Kerben ein (Tiefe: 2–3 mm) – sie verhindern, dass später die Schnur verutscht, die den Rahmen an den Enden zusammenhält.

Im nächsten Schritt sägst du die beiden Querstreben zu (Länge: je 25 cm). Flache die Enden ab (Tiefe der Aussparung: 1 cm), damit sie sauber auf dem Längsrahmen aufliegen. Dann zuerst die vordere (Abstand zur Spitze: rund 50 cm) Querstrebe verknoten – sie wird später unter dem Fußballen liegen. Die hintere fixierst du in Höhe der Fersenmitte. Wichtig: Beim Zusammenbinden die Schnur fest um alle Seiten des Kreuzungspunktes wickeln, damit er sicher hält.

Sobald die Querstreben sitzen, den Längsrahmen an den Spitzen fest mit Schnur umwickeln und verknoten. Anschließend »flichtst« du das Deck von den Spitzen in Richtung Bindung so wie im Bild ersichtlich. Es besteht aus Längs- und Querschnüren. Je enger sie zusammenliegen desto besser der Auftrieb. Wickelst du die Schnur bei jeder fünften »Querverbindung« mehrmals um den Längsrahmen, bevor du die Schnur zur gegenüberliegenden Seite führst, wird das Deck stabiler.

Als Bindung, mit der die Stiefel auf dem Schneeschuh halten, empfehlen sich 25 Millimeter breite Packriemen. Sie verteilen den Druck recht gut und stören nicht die Blutzirkulation. Der erste Riemen wird so an der vorderen Querstrebe festgebunden, dass die Schnalle auf der Schuhspitze liegt. Zieht man ihn an, fixiert er den Ballen. Auch den zweiten, den Fersenriemen, macht man an der vorderen Querstrebe fest. Er verhindert, dass der Stiefel hinten herausrutscht.

Lediglich 62 Euro kostet der Snowcross 3.0 von McKinley (1850 g). Der Preisknaller für eher gemütliche Ausflüge verfügt sogar über eine Steighilfe, die sich bequem im Stehen per Trekkingstock ausklappen lässt. Dank seiner beiden Stahlspikes meistert er auch vereiste Passagen.

Der Tubbs Flex Alp 24 (240 €, 2030 g) zählt seit Jahren zu den beliebtesten Alpin-Modellen. Ausgerüstet mit scharfen Front- und Rahmenzacken sowie einer hohen Steighilfe meistert er selbst Steilhänge. Auch klasse: das biegsame Heck, das den Gehkomfort auf festem Schnee erhöht.

Mit ihrem in alle Richtungen flexiblen Kunststoffdeck stehen die Symbioz-Hyperflex-Modelle von TSL für unübertroffenen Gehkomfort – was auch für den TSL Hyperflex Original (230 €, 1965 g) gilt. Er spielt seine Stärken insbesondere auf Genusstouren in flachem bis hügeligem Terrain aus.

Speziell an Schneeschuhgeherinnen wendet sich der MSR Women’s Revo Ascent (300 €) mit extra schmalem Rahmen. Das griffige Alu-Chassis und aufsteckbare Verlängerungen machen das Leichtgewicht (1930 g) zum idealen Allrounder – für Tief- und Hartschnee, für Ebene und Alpinterrain.

Der französische Hersteller Inook setzt beim e-move (195 €, 2405 g) auf eine Doppelgelenkbindung. Dadurch »rollt« man mit ihm geschmeidiger ab als mit anderen Modellen, was durch individuell geformte Kunststoffdecks für den rechten und den linken Fuß noch unterstützt wird.

Wer einen soliden Schneeschuh für Mittelgebirgstouren sucht, sollte sich den Ferrino Trek Special (200 €, 2560 g) ansehen. Drei Frontalzacken und neun Stahldornen sorgen für Grip, die gepolsterte Ratschenbindung mit Schnellverschluss für einen bequemen Ein- und Ausstieg.

Dank seiner üppigen Auflagefläche ist der neue Atlas Apex Mountain 30 (300 €, 2000 g) prädestiniert für lange Mehrtagestouren mit schwerer Last, aber auch für Pulverschnee. Zu den Highlights zählt die BOA Schnellverschlussbindung, die simples Handling und einen festen Sitz vereint.

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