Instructor: Warm schlafen

Tipps & Tricks für wärmere Zeltnächte

Foto: Benjamin Hahn Wärmer schlafen im Zelt
Camping bei kaltem Wetter: So friert man auch bei Minusgraden nicht im Schlafsack ...
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Wer im Schlafsack friert, hat etwas falsch gemacht – oder versäumt«, sagt Outdoor-Profi Christoph Haas. Er muss es wissen, schließlich war Christoph schon auf einer Expedition zum Denali unterwegs - dem kältesten Berg der Welt - und hat dort Temperaturen von bis zu –50°C überlebt.

»Das Wichtigste ist eine warme Isomatte«, sagt der Kältekenner, der von selbstaufblasenden Modellen mit gelochtem Schaumkern abrät. »Ideal sind Unterlagen mit mindestens drei Zentimeter dickem Vollschaum«, so der Experte. Besitzt man aber nur ein dünnes Exemplar, sollte man Kleidung und leere Packsä- cke darunterlegen und die Matte straff aufpusten. »Dann drückt man die Isolationsschicht weniger zusammen«, sagt Christoph Haas.

Auch wenn man es früher noch anders lehrte: Wer fürchtet, im Schlafsack zu frieren, legt sich am besten gleich angezogen hinein. Was bei geräumigen Outdoor-Betten die Isolation steigert, weil dann weniger Luft erwärmt werden muss, verkehrt sich bei engen Modellen aber rasch ins Gegenteil: Man drückt dann die Isolationskammern zusammen. »Das Gleiche passiert, wenn man schwere Kleidungsstücke wie Gore-Tex-Jacken oder dicke Trekkinghosen auf den Schlafsack legt«, so Haas.

Er empfiehlt zudem, wenig nässeempfindliche Dinge wie Kameratasche, Proviantbeutel oder gar den leeren Rucksack ans Kopf- und Fußende zu legen: Damit der Schlafsack nicht an die Zeltwände stößt und nass wird. »Gerade in kalten Nächten bildet sich nämlich eine Menge Kondenswasser auf der Innenseite des Zeltes«, erklärt der Profi. Das gilt ebenfalls für die seitlich hochgezogene Bodenwanne. Wer dazu aus Platzgründen keinen Abstand halten kann, sollte auch dort einen »Schutzwall« aus nässeunempfindlicher Ausrüstung errichten.

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09.03.2018
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Ausgabe 02/2018