Werbung auf Alpengipfeln
Petition gegen Werbung auf wilden Alpengipfeln

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Eine Schweizer Bank montierte Werbung auf 150 Alpengipfeln, nun sollen die Metallteile dort bleiben. Dagegen hat Mountain Wilderness eine Petition gestartet.

Werbung auf wilden Alpengipfeln
Foto: Mountain Wilderness

Auf den ersten Blick eine schöne Idee: Per QR-Code gelangt man zu einem digitalen Gipfelbuch. Der Haken: Das Gipfelbuch wurde nicht vom SAC (dem Schweizer Alpenverein) oder gar den Kantonen eingerichtet, sondern sind ein geschickter Marketing-Schachzug einer Bank. Aktiviert man den QR-Code, landet man auf der Webseite der Bank: vom Gipfel ohne Vorwarnung direkt zum Kommerz. Die Bündner Kantonalbank hatte 2020 anlässlich ihres 150-jährigen Jubiläums 150 dieser Stelen auf Gipfeln verteilt, und da stehen sie nun.

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Zwar hatte die Bank teilweise von den zuständigen Gemeinden die Erlaubnis eingeholt und war auch mit dem SAC in Kontakt getreten, doch hatte letzterer seine Zustimmung nur unter der Bedingung gegeben, dass die Metallteile nach dem Jubiläumsjahr wieder entfernt werden. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus. Die Bank ließ gegenüber Mountain Wilderness verlauten: "Ein Rückbau ist derzeit nicht geplant".

Deshalb hat Mountain Wilderness nun eine Petition gestartet, um den Abbau der metallenen Werbeteile zu erwirken. Hier mitzeichnen:

Werbung auf wilden Alpengipfeln
Mountain Wilderness Marko Volken
Bankwerbung auf dem Tinzenhorn (3173 m)

Der Verein Mountain Wilderness setzt sich dafür ein, dass unberührte Natur in den Alpen weiterhin unberührt bleibt und die letzten wilden Flecken des Gebirges erhalten bleiben. "Das Jubiläumsjahr der Bank ist nun vorüber», sagt Tim Marklowski von Mountain Wilderness. Es gebe keinen Grund, diese Tafeln noch länger stehen zu lassen. Deshalb fordert Mountain Wilderness den Abbau von rund 100 der insgesamt 150 Stelen. Nach Angaben von Mountain Wilderness befinden sich "100 dieser Stelen auf abgeschiedenen Gipfeln, die kaum von menschlichen Einflüssen geprägt sind". Bei den übrigen 50 sei es weniger dramatisch, "weil sie da stehen, wo ohnehin die menschlichen Einwirkungen gross sind – etwa weil Bahnen hinführen», erklärt Marklowski.

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