Fontainebleau brennt: Größter Waldbrand seit 1900

Der verheerendste Waldbrand seit über 100 Jahren
Fontainebleau brennt

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.07.2026
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Fontainbleu
Foto: Pierre Crom via Getty Images

Mehrere Brandherde gleichzeitig ausgebrochen

Seit Samstag lodern in den Départements Seine-et-Marne fast zeitgleich mehrere Feuer. Die betroffenen Klettergebiete im Überblick:

  • Barbizon (Brand seit Sonntag unter Kontrolle)
  • Achères-la-Forêt
  • Le Vaudoué
  • Noisy-sur-École
  • Les Écrennes (Brand seit Sonntag, 18 Uhr unter Kontrolle)
  • Fontainebleau (Brand dauert an)
  • Noisy-sur-École (Brand dauert an, mit direkten Auswirkungen auf die Autobahn A6)

"Eine Katastrophe für mindestens eine Woche"

Am Montagmorgen sprach Julien Gondard, Bürgermeister von Fontainebleau, im Radio bei France Bleu Paris Île-de-France Klartext: "Die Experten der Feuerwehr haben uns heute Morgen mitgeteilt, dass wir mit diesem Brand mindestens eine Woche, vielleicht sogar zehn Tage zu kämpfen haben werden."

Die Brandursache ist noch unklar. Doch Gondard gibt zu bedenken: "Mehrere Brände, die gleichzeitig ausbrechen – das wirft Fragen auf."

Stoppelbrände als Auslöser?

Drei der inzwischen unter Kontrolle gebrachten Feuer waren sogenannte Stoppelbrände, die 306, 45 und 30 Hektar Land vernichteten.

Was ist ein Stoppelbrand? Nach der Getreideernte bleiben auf den Feldern trockene Pflanzenreste zurück – Stroh, abgeschnittene Halme. Dieses Material ist extrem leicht entzündlich und kann sich bei Wind rasend schnell über große, offene Flächen ausbreiten. Bei extremer Trockenheit erreichen die Flammen dann auch die angrenzenden Wälder und setzen dort die Vegetation in Brand.

Das Feuer verdoppelt seine Fläche über Nacht

Der Waldbrand selbst entwickelte sich rasant zu einem katastrophalen Szenario. Franck Maillard von der Feuerwehr äußerte sich gestern Abend besorgt: "Das Feuer ist spät am Tag ausgebrochen und hat sich extrem besorgniserregend entwickelt. Die betroffene Fläche hat sich innerhalb kürzester Zeit verdoppelt – von 400 auf 800 Hektar in der Nacht gegen 2 oder 3 Uhr. Bis zum Morgengrauen wird es 1.000 Hektar erreicht haben."

Während wir diesen Text schreiben, breitet sich das Feuer weiter aus. Vor Ort kämpfen 370 Feuerwehrleute mit 130 Fahrzeugen unermüdlich gegen die Flammen. Unterstützt werden sie von der Gendarmerie. Sogar Landwirte aus der Region haben ihre Wassertanks zur Verfügung gestellt.

Am Sonntagabend trafen Verstärkungen aus anderen Départements ein, darunter auch nationale Lufteinheiten mit den dringend benötigten Canadair-Löschflugzeugen.