Cerro Torre Della Bordella / De Zaiacomo / Bacci

Korra Pesce bleibt am Cerro Torre

Traum und Alptraum: Cerro Torre Korra Pesce bleibt am Cerro Torre

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Ein großer Verlust, zwei Erstbegehungen und eine dramatische Rettungsaktion: Ein weiteres Kapitel am mythischen Cerro Torre.

Mythos Cerro Torre

Nach Himalaya-Maßstäben ist sie mit ihren 3128 Metern nur ein Hügel, und doch hat sich diese steil über dem patagonischen Inlandeis aufragende Granitnadel tiefer in die Alpingeschichte eingebrannt als mancher 8000er. Der Cerro Torre ist nicht nur der perfekte Berg, er ist ein Mythos. Seit Lionel Terray ihn 1952 nach der Erstbesteigung des Fitz Roy mit dem Attribut "unmöglich" bedachte, werden die besten Alpinisten vom Cerro Torre angezogen wie Motten vom Licht. Der Berg war Schauplatz vieler grandioser Besteigungen und Versuche, er ist der Gipfel der Legenden, Tragödien und Kontroversen.

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Der beeindruckende Cerro Torre. Hier folgten Ende Januar auf zwei große Erstbegehungen ein tödlicher Unfall und eine dramatische Rettungsaktion.

Zugebohrt und ausgenagelt

Alles begann mit einer Erstbesteigung, die gemäß der heute vorliegenden, erdrückenden Indizienlast gar nicht stattgefunden hat. Nachdem Walter Bonatti und Carlo Mauri 1958 bis auf die Südwestschulter gekommen waren, gelang ein Jahr später dem Trientiner Cesare Maestri und dem Osttiroler Toni Egger die Erstbesteigung des Cerro Torre über die komplett vereiste Ost- und Nordwand. So zumindest die Version Maestris, denn Egger wurde im Abstieg von einer Lawine in den Tod gerissen. Maestri überlebte nur knapp, Eggers Kamera mit den angeblichen Gipfelfotos wurde nie gefunden. Nach mehreren gescheiterten Wiederholungsversuchen wurden die Zweifel immer lauter. 1970 kehrte Maestri zurück und bohrte seine Rache an der ihn anzweifelnden Welt in den Südostgrat des Berges: die Kompressorroute. Der namensgebende Bohrkraft-Beschaffer rostet noch heute knapp unterhalb des Gipfeleispilzes, den Maestri nicht einmal bestieg.

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Matteo De Zaiacomo am Ende der 30-Meter-Traverse zum unge­plan­ten Team-Meeting in der Nordwand, im Hintergrund der Fitz Roy.

Die erste Besteigung

1974 dann die erste echte und verbürgte Besteigung durch ein Quartett des italienischen Kletterclubs "Ragni di Lecco" über die eisgepanzerte Westwand. In den nächsten 40 Jahren folgten viele legendäre Begehungen und Versuche: Jim Bridwells erste Wiederholung der Kompressorroute 1979, 1985 die erste Winter- und erste Solobesteigung, die kühnen Direktrouten der slowenischen "Musketiere" oder die 24 Tage, die Ermanno Salvaterra zehn Jahre nach seiner Winter-Erstbesteigung in einer mitgezogenen Metallbox verbrachte, bevor er seine Direttissima durch die Südwand nicht weit unter dem Gipfel aufgeben musste. Erst 2005 wurde der Cerro Torre über eine Route durch die Ost- und Nordwand bestiegen, wobei der inzwischen 50-jährige Salvaterra, Alessandro Beltrami und Rolando Garibotti viele vorherige Versuche zu El Arca de los Vientos verbanden. Dass Egger und Maestri 1959 auf dieser Seite den Gipfel erreicht haben, glaubt im neuen Jahrtausend kaum noch jemand. Im Januar 2012 kam es erneut zu einer Kontroverse. Nach einer weitgehend freien Begehung der Kompressorroute schlugen Jason Kruk und Hayden Kennedy rund 120 von Maestris Bolts ab. Nur fünf Tage später holte sich David Lama die erste Rotpunktbegehung des Südostgrats im Grad 8a. Die ausgenagelt viel anspruchsvollere Route sah weitere Begehungen und 2016 den zweiten Rotpunktdurchstieg, doch das Gros der Kletterer besteigt den Cerro Torre seither über die Via dei Ragni.

Zwei Teams mit dem gleichen Ziel: Korra Pesce & Tomy Aguilo sowie Matteo Della Bordella & Matteo De Zaiacomo

Eine direkte Linie durch die Ost- und Nordwand des Cerro Torre zu eröffnen, davon träumten Corrado "Korra" Pesce und Tomás "Tomy" Roy Aguiló seit Jahren. Zahlreiche Versuche hatten sie bereits unternommen, keiner kannte diese Seite des Berges so gut wie das italienisch-argentinische Duo. Auch Pesces Landsmann Matteo Della Bordella träumte schon lange von einer Erstbegehung am Cerro Torre – seit einem Versuch am Torre Egger mit Matteo Bernasconi im Jahr 2011. 2019 war er mit Matteo Pasquetto in der Ostwand des Cerro Torre ungefähr bis zur Wandmitte gekommen. Doch dann verunglückte 2020 erst Bernasconi in einer Lawine, drei Monate später starb Pasquetto an der Grandes Jorasses. Della Bordella blieb allein zurück mit seinem Traum.

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Matteo Della Bordella freut sich in der „Engländerverschneidung“, dass er Camalots der Größe 7 und 8 dabei hat.

Am 25. Januar 2022 stieg er um 11:30 Uhr mit David Bacci und Matteo "Giga" De Zaiacomo in die Ostwand ein. Bis zum markanten Schneedreieck 300 Meter über dem Wandfuß folgten sie der Linie von Maestri und Egger, dann kletterten sie fünf Seillängen über die Platten der "Salvaterra-Variante". Ihr erstes Biwak bezogen die Italiener direkt neben der "Engländer-Box". 1978 hatten Ben Campbell-Kelly und Brian Wywill dort ein komfortables Biwakzelt errichtet und einen Monat bewohnt. Heute sind davon nur noch Fetzen übrig, das italienische Trio war aber ohnehin mit großem Gepäck samt Portaledge unterwegs. Am nächsten Morgen nahmen sie die "Engländerverschneidung" in Angriff. Einen Teil dieser 400 Meter hohen, überhängenden Verschneidung hatten bereits Campbell-Kelly und Wywill geklettert. 1981 waren dann Phil Burke und Tom Proctor bis an deren Ende und anschließend in der Nordwand bis 150 Meter unter den Gipfel gekommen – laut Della Bordella eine "monströse und absolut visionäre Leistung für die damalige Zeit".

Nach einem langen, anstrengenden Tag mit viel Offwidth- und oft technischer Kletterei bezogen die Italiener am Ende der Verschneidung ein zweites, diesmal freihängendes Portaledge-Biwak. Den dritten Tag starteten sie mit einer Querung in die Nordwand – wo sie zur Überraschung aller auf Korra Pesce und Tomy Aguiló trafen. Selbstverständlich wussten beide Teams von den Plänen der anderen, und das italienische Trio hatte Aguiló und Pesce auch von oben beim Klettern beobachtet. Dass sie sich an einem so riesigen Berg direkt in die Arme laufen würden, damit hatte jedoch niemand rechnen können. Aguiló und Pesce waren "light and fast" unterwegs. Am 25. Januar hatten sie ihre ersten drei Seillängen 150 Meter rechts des Maestri-Egger-Einstiegs fixiert. Tags darauf waren sie bis zu einem kleinen Band 30 Meter rechts der Engländer-Box geklettert, hatten noch die erste Seillänge in der Nordwand – die Schlüssellänge ihrer Route – fixiert und dann ein wenig geschlafen. Gegen ein Uhr waren sie weitergeklettert, um die Gefahr von Eis- und Steinschlag in der sonnigen Nordwand zu minimieren. Nach dem überraschenden Treffen 300 Meter unter dem Gipfel beschlossen die drei Italiener, Pesce und Aguiló zu folgen. "Nach so vielen Jahren des Studierens und der Versuche wussten wir genau, wo unsere Linie verlaufen würde", schrieb Aguiló uns Ende Februar.

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Das Team Della Bordella und De Zaiacomo in den schlecht absicherbaren Platten der "Salvaterra-Variante" in der Ostwand, darüber sieht man die „Engländer-Verschneidung“.

Pesce war der frischeste und stärkste von allen und übernahm die Führung, die er bis zum Gipfel nicht mehr abgab. "Es ist ein gewaltiger psychologischer Vorteil, wenn du einer Maschine wie Korra folgen kannst", so Della Bordella später. Zweimal ließ er sich von Aguiló ein Seil fixieren und jümarte daran hoch, um so schnell wie möglich aus der Schusslinie besonders fragil aussehender Eisgebilde zu kommen. Gegen 17:30 Uhr standen Pesce und Aguiló auf dem Gipfeleispilz, in der letzten Seillänge waren sie der Route der Ragni di Lecco von 1974 gefolgt. 30 Minuten später waren auch der aktuelle Präsident des berühmten Kletterclubs aus Lecco sowie Bacci und De Zaiacomo am Ziel. Della Bordella spricht rückblickend von der "schönsten, wichtigsten und schwierigsten Route, die wir je geklettert sind". Die Drei wollten ihre Begehung auskosten, auf dem Gipfel biwakieren und am nächsten Tag über den Südostgrat absteigen. Für Aguiló und Pesce indes blieb keine Zeit zum Feiern. Ihr Plan sah aus Sicherheitsgründen vor, die kühlere Nacht zum Abseilen über ihre Aufstiegsroute zu nutzen. Kurz nach der Gipfelankunft trennten sich die Wege der zwei Teams wieder.

Das alpine Notsignal

Nach sechs Abseillängen legten Aguiló und Pesce eine Pause ein, bis die Temperaturen gegen 22 Uhr gesunken waren. Nach weiteren vier Stunden Abseilen erreichten sie das von einer großen Felsschuppe geschützte Band mit ihrem Biwakmaterial, wo sie ein paar Stunden schlafen wollten. Gegen drei Uhr wurden sie von massivem Eis- und Steinschlag überrascht. Beide wurden schwer verletzt, besonders schlimm traf es Korra Pesce. Laut Aguiló war er bei Bewusstsein und teils ansprechbar, konnte sich aber nicht mehr bewegen. Die schützende Granitschuppe war von der Lawine komplett weggerissen worden, ebenso ihre Schlafsäcke und die meiste Ausrüstung. Per Stirnlampe gab Aguiló das alpine Notsignal, das gegenüber an der Aguja Poincenot von Luka Lindic und Luka Krajnc gesehen wurde. Per Satellitenkommunikationsgerät schlugen die Slowenen Alarm, blieben aber vor Ort, um das Geschehen zu beobachten und die Rettung zu koordinieren.

Cerro Torre
Tomas Roy Aguilo
Korra Pesce, per­fekter Granit und wilde Schneegebilde im oberen Teil ihrer Erstbegehung 'La Norte' (90°, 7a, A2, 1200 m).

Die Rettungsaktion für Korra und Tomy

Gegen Mittag startete in El Chaltén ein Hubschrauber mit Babsi Vigl, Laura Tiefenthaler, Roger Schäli und den einheimischen Bergführern Roberto Treu und Martin Heredia. Zweieinhalb Stunden nach der Landung beim Camp Niponino trafen sie gegen 16 Uhr am Wandfuß auf Thomas Huber und Anderl Soyter. Fast zeitgleich kamen Bacci, Della Bordella und De Zaiacomo dort an – und erfuhren erst jetzt von dem Unglück. "Ich wusste, dass alle anderen platt sind und dass ich es bin, wenn da überhaupt jemand hochklettert", erinnert Schäli sich. "Als Matteo Della Bordella sofort sagte: ‚Ich auch!‘, war ich perplex, dachte aber, okay … Matteo hatte da einen richtigen Boost!" Weil dieser die sieben Seillängen bis zum Schneedreieck schon dreimal geklettert war, stieg er vor, Schäli folgte mit schwerem Rucksack, dahinter installierten Huber und Treu Fixseile. Auf dem Schneedreieck trafen sie kurz vor Einbruch der Dunkelheit auf den zitternd wartenden Aguiló, der nur eine Hand bewegen konnte. "Ich hatte zwei Karabiner, eine Prusikschlinge, einige Keile, Friends und 45 Meter Seil", schrieb Aguiló uns. "Ich hatte den ganzen Tag gebraucht, um die vielleicht 200 Meter vom Unfallort dorthin abzuseilen." Die Retter verabreichten ihm starke Schmerzmittel und brachten ihn zur Abseilstelle, wo Huber ihn entlang der Fixseile abließ. "Tomy hatte einen unglaublichen Willen zu überleben, das war fast ein Wunder", postete Huber eine Woche später auf Instagram.

Schäli und Della Bordella warteten, bis Treu weitere Fixseile hochbrachte. Mittlerweile war es drei Uhr nachts, der Wind frischte auf, das Wetter zog zu, und zwischen ihnen und Pesce lagen noch fünf Seillängen heikler, kaum absicherbarer Plattenkletterei bis 6c. Della Bordellas Akku war inzwischen endgültig leer. Als er seine Füße vor Kälte nicht mehr spürte und ein seltsames Pfeifen hörte, war klar: Sie mussten schleunigst absteigen. Schäli deponierte alles noch vorhandene Material in der Hoffnung, am nächsten Morgen mit frischen Helfern erneut aufsteigen und zu Pesce hinaufklettern zu können. "Für mich war es furchtbar, nicht hochklettern zu können. Auch wenn die Chancen, Korra zu retten, klein waren, war es für mich eine Frage der Loyalität – selbst wenn ich ihm Auf Wiedersehen hätte sagen müssen", beschreibt Roger Schäli seine Verzweiflung in jener Nacht. Als sie gegen sechs Uhr morgens den Wandfuß erreichten, waren Huber und Treu mit Aguiló auch erst vor kurzem dort eingetroffen. Nun galt es, den schwer Verletzten auf einem Notschlitten über den steilen, zerklüfteten Gletscher und die riesige Moräne ins Tal abzuseilen. Inzwischen stürmte und regnete es in Strömen, der Start des Hubschraubers mit Aguiló gelang gerade noch. "Als der Hubschrauber wegflog, haben sich alle umarmt, es war extrem emotional", berichtete Roger Schäli uns. Aus El Chaltén kamen weitere Helfer ins Camp Niponino und brachten Tee und Essen für die über 40 erschöpften Retter, die die ganze Nacht im Einsatz gewesen waren.

Rettungsaktion Tomy Aguilo
Roger Schäli
Noch immer ist der Weg ins Tal weit: Tomás Aguiló wird über den steilen Gletscher abtransportiert.

Laura Tiefenthaler fand Mitte Februar auf Instagram treffende Worte, um diese Geschehnisse vom 28. auf den 29. Januar zu beschreiben: "Es war unglaublich, eine solche gemeinschaftliche Anstrengung, um Menschen in Not zu helfen, zu erleben. Dass es so funktioniert hat, lag nicht am Heroismus einzelner Personen, sondern an der Kraft eines Kollektivs, in dem es unwichtig war, ob du eine schwere Last schleppst, mit dem Funkgerät kommunizierst oder es hinbekommst, hungrigen, müden Menschen in Niponino warme Pizza zu bringen. So wundervoll diese Leistung auch war – es ist hart, das Wunder eines geretteten Lebens zu sehen, wenn ein anderes verloren wurde."

Das Paradoxon des Bergsteigens

Denn für Korra Pesce gab es keine Rettung. Der Sturm tobte, enorm viel Neuschnee fiel, und schnell war klar, dass der 41-Jährige mit seinen schweren Verletzungen und ohne Schlafsack nicht mehr am Leben sein konnte. Laut Roger Schäli wurde seine Leiche bislang nicht entdeckt: "Vermutlich ist er abgestürzt und irgendwo im Bergschrundbereich verschüttet worden. Es könnte Jahre dauern, bis man Korra findet." Das Paradoxon des Bergsteigens bleibt unauflösbar: Seine Träume in den Bergen zu leben, spendet so viel Glück, es kann aber auch tiefe Trauer verursachen. Einmal mehr wurde aus Träumen ein Alptraum. Der Cerro Torre hat zwei grandiose Neutouren bekommen, die Welt einen großartigen Mensch und Bergsteiger verloren.

Die Erstbegehungen von Della Bordella, De Zaiacomo, Pesce und Aguilo am Cerro Torre

Cerro Torre
Della Bordella / Zaiacomo / Bacchi

Nachruf – Sanfter Riese

Der Italiener "Korra" Pesce gehörte zu den besten Alpinisten, machte aber nie viel Aufhebens um seine Leistungen.

Cerro Torre
Tomas Roy Aguilo
Corrado 'Korra' Pesce bei einer Pause sechs Abseillängen unter dem Gipfel des Cerro Torre

Geboren 1981 im Piemont, zog Corrado "Korra" Pesce mit 23 nach Chamonix. Bis zuletzt finanzierte er sich überwiegend als Bergführer, quasi nebenbei gelangen ihm ultraharte Neutouren und Wiederholungen in den Alpen und rund um den Globus. "Er wollte einfach schwer klettern, er musste niemand etwas beweisen", beschreibt Roger Schäli den Italiener. Pesce galt als Hausmeister der Grandes-Jorasses-Nordwand, die er dutzende Male durchstieg, darunter 2014 die Directe de l’Amitié (VII, M7, A3, 90°, 1100 m) und solo die Voie Polonaise (WI 5, M5+, 800 m). 2012 eröffnete er die extrakühne Full Love … (5+, M6, 500 m) an der Aiguille du Peigne, 2013 Ghost Dog (WI 6, M5, 6a, 800 m) an der Nordwestwand der Pordoispitze in den Dolomiten. 2016 gelang Pesce eine Wiederholung von Estrella Impossible (6a, A3, 1300 m) am Bhagirathi III im Himalaya, 2021 eine Kombination aus Voie des Papas und den verbliebenen Seillängen des Bonattipfeilers (6c, A1, 900 m) an der Petit Dru. Auf den Spuren des "großen Walter" zu klettern, war für ihn etwas ganz Besonderes.

Patagonien hatte es Pesce besonders angetan. Seit seinem ersten Besuch 2011, bei dem er den Cerro Torre über die Ragni-Route bestieg, war er immer wieder dort. 29 Jahre nach der Erstbegehung gelang ihm 2016 unter anderem mit Tomás Aguiló die erste Wiederholung von Psycho Vertical (6b, A3, M8, 90°, 950 m) am Torre Egger. Mit Aguiló versuchte er sich immer wieder an der Nordwand des Cerro Torre. Am 27. Januar erfüllte sich ihr Traum von einer neuen, direkten Linie, ein Traum, den Pesce mit dem Leben bezahlte.

Ehrlich, herzlich, sanftmütig und enorm hilfsbereit, einer, der sich neidlos über die Erfolge anderer freuen konnte – so wird Korra Pesce von Weggefährten beschrieben. Dementsprechend sorgte die Nachricht von seinem Tod für einen Schock in der internationalen Kletterszene. Noch viel schlimmer trifft es seine 13-jährige Tochter Leïa, für die Pesce maßgeblich sorgte. Für sie haben Freunde ein Crowdfunding eingerichtet: https://www.leetchi.com/c/help-to-korras-pesce-daugther

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