Wandern im Donautal David Schultheiß

Oberes Donautal

Wandertipp: Donauversickerung

Bei Immendingen fließt die Donau in unterirdische Hohlräume ab und tritt nach zwölf Kilometern beim Aachtopf wieder zutage. Weitere geologische Besonderheiten sind die natürlichen Trichter und Krater am Weg.

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Länge 12,83 km
Dauer 3:35 Std
Schwierigkeitsgrad Mittelschwer
Höhenunterschied 265 Meter
Höhenmeter absteigend 256 Meter
Tiefster Punkt 662 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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13 km lange, leichte Rundwanderung bei Immendingen mit geologischen Highlights.

Anspruch

Technisch verlangt diese geologisch spannende Tour dem Wanderer kaum etwas ab. Sie führt auf gut ausgebauten Wegen durch überwiegend flaches Gelände.


Anfahrt

Von Beuron auf der B 311 und der B 14 über Tuttlingen Richtung Immendingen. In Möhringen links ab zum Parkplatz Donauversickerung.


Ausgangspunkt

Die Tour beginnt am Parkplatz Donauversickerung, der rund 3 km östlich des Ortes am Fluss liegt.



Einkehr

An der Versickerung bietet Ninas »Ess-Art« von März bis Oktober Currywurst, Pommes, vegetarische und vegane Gerichte an. In Immendingen kehrt man im Gasthof Brennerhof (Café und Weinstube) oder dem Landgasthof Kreuz ein, 4 km nördlich im Gasthaus Zur Flamme.

Beste Zeit

Die Wanderung lohnt das ganze Jahr über, am schönsten ist sie vom Frühjahr bis in den Herbst hinein.

Karte

Einen guten Überblick gibt die Karte 781 »Naturpark Obere Donau« von Kompass, 1:50000, 10 Euro.

Infos

Tourenvorschläge für mehr als einen Urlaub: Wanderführer Schwäbische Alb West, Rother, 14,90 Euro. Allgemein: donaubergland.de



outdoor-Tipp

Der Vulkankrater Höwenegg liegt drei Kilometer südlich von Immendingen. In den 1930er Jahren fand man hier Fossilien, bis 1979 wurde Basalt für Straßen abgebaut. Heute kann man den Krater mit seinem türkisfarbenen See besuchen: entweder gegen Ende der Tour (Zeit einplanen!) oder direkt vom Wanderparkplatz Höwenegg aus.


Route

Entlang der Tour warten zahlreiche geologische Attraktionen. Tafeln informieren über die Geologie und Botanik zwischen der Schwäbischen Alb, dem Hegau und der Baar. Auch die Wegstrecke selbst ist hervorragend beschildert – die Markierung »Donauwelle« weist die Richtung.
Zu Beginn folgt die Runde dem Verlauf der Donau flussabwärts Richtung Osten, und schon nach wenigen hundert Metern kommt die Donauversickerung in Sicht. In den Sommermonaten verschwindet die Donau komplett in ihren unterirdischen Karsthöhlen. Auf dem Abschnitt zur ehemaligen Bahnstation Hattingen passiert man das Möhringer Viadukt. Der breite, kiesige Wanderweg steigt daraufhin leicht bergan bis zum Michelsloch, einer etwa acht Meter tiefen Doline (Erdtrichter). Die hier unterirdisch fließende Donau erodiert das Gestein und hat die Felsdecke einstürzen lassen.
Nahezu eben geht es weiter zu einem Rastplatz mit Blick auf die Hegauberge, bis man nach wenigen Minuten auf den Höweneggkrater trifft, in dem heute ein See steht. Ein nun schmaler Pfad führt um einen ehemaligen Steinbruch herum. Empfehlenswert ist eine Rast auf der Liegebank hoch über dem Abgrund mit Aussichten zum Hegau. Die Tour endet am Ausgangspunkt in Immendingen, am Parkplatz an der Donauversickerung.
Katharina Baus



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