Kanufahren auf der Mecklenburgischen Seenplatte Jens Klatt

Mecklenburgische Seenplatte

Ein Traum für Paddler: Die 3-Seen-Runde

Mecklenburg-Vorpommern ist das Paradies der Paddler. Unsere Autorin Cindy Ruch war drei Tage lang unterwegs – ihre erste Gepäcktour im Kajak, in der Nähe von Wustrow ...

Der Wind bläst kräftig über den Rätzsee. Wir hängen mit unseren schmalen Seekajaks in einer Lücke im Schilf. 500 Meter liegen hinter uns, und schon brauchen wir eine Pause. Jens schaut abwechselnd auf den langgezogenen See, die Karte und mich. Der Wind weht aus Nord, und das bedeutet: gegen uns. Für Jens, der von klein auf paddelt, wäre das kein Problem. Für mich schon – meine Kanuausflüge kann ich an einer Hand abzählen. »Es gibt drei Möglichkeiten«, sagt Jens schließlich. »Entweder wir paddeln im Zickzack über den See und suchen uns Windschutz an den Ufern. Oder wir paddeln weiter geradeaus Richtung Norden und halten uns immer am linken Ufer. Oder wir fahren die Tour andersherum und haben Rückenwind.«

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Kanutouren auf der Mecklenburgischen Seenplatte
Mecklenburger Seenplatte - Kanutour Die Drei-Seen-Runde im Kajak - Mehrtagestour
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Kanutouren auf der Mecklenburgischen Seenplatte
Jens Klatt
Am Drosedower Bek reihen sich Bootsgaragen aneinander.

Wir befinden uns auf der Mecklenburgischen Kleinseenplatte, die zur Großlandschaft Mecklenburgische Seenplatte zählt und im Süden an Brandenburg grenzt, zwei Autostunden von Berlin entfernt. Unser Plan: die 24 Kilometer lange Drei-Seen-Runde. Es wird meine erste mehrtägige Paddeltour mit Gepäck sein. Alles, was wir für die nächsten drei Tage brauchen, liegt verstaut in den Booten. Das Wasser trägt die Last – auch die des Feierabendbiers.

Hendrik van Strik, der Kanuverleiher, gab uns nicht nur Kajaks, sondern auch Tipps für die Tour mit. Sein Finger hüpfte von einem Punkt der Karte zum nächsten, als er uns erzählte, wo wir übernachten und essen könnten. »Schöne Zeit!«, wünschte uns Hendrik noch, und nun stecken wir im Schilf und müssen uns entscheiden. »Lass uns weiter geradeaus an einem Ufer entlangpaddeln«, sage ich unbedacht. Keine Ahnung, wie sich ein Kampf mit dem Paddel gegen Wind und Wasser anfühlt. Ich weiß nur, dass der Rätzsee fünf Kilometer lang und bis zu 750 Meter breit ist. Noch habe ich Kraft. Jens reicht mir einen Müsliriegel, dann steuern wir den See an. »Das kann jetzt zwei Stunden so weitergehen«, ruft Jens mir zu. Ich wünschte, er hätte das eher gesagt.

Kanutouren auf der Mecklenburgischen Seenplatte
Jens Klatt
Wer keine Lust auf Camping hat, mietet sich in eins der Ferienhäuser am Wasser ein.

Schon drücken die Wellen gegen das Boot. Aufhören wäre fatal, der Wind würde mich zurück gen Süden pusten und wertvolle Paddelschläge zunichtemachen. Ich versuche mich an Jens’ Tipps zu halten: mit der rechten Hand das Paddel festhalten, die linke Hand locker lassen. Bei jedem Schlag den Rücken mitbewegen, damit die Kraft nicht nur aus den Armen, sondern auch aus dem Rumpf und den Beinen kommt, die ich gegen die Fußstützen drücke. Es klappt ganz gut. Der See schlängelt sich schmal gen Norden. Wir paddeln geradeaus und halten uns am linken Ufer. Eine Reihe reetgedeckter Bootshäuser taucht auf. Jedes hat statt eines Vorgartens eine Terrasse, von der eine Leiter in den See führt. Die Gebäude scheinen die Windböen abzufangen, es ist plötzlich still, und ich gleite regelrecht über das Wasser, schön geradeaus. Sonst steht am Ufer nur das Schilf wie ein Zaun zwischen See und Wald. An der nächsten Ecke hängt ein Ast aus dem Schilf heraus wie ein Wegweiser. Drei Reiher sitzen darauf und flitzen davon, als wir uns nähern. Dahinter macht das Ufer einen Schlenker und hält uns noch kurz den Nordwind vom Leib.

Doch weiter draußen auf dem See wippt das graublaue, ungeschützte Wasser. Ich konzentriere mich auf die nächste einzelne Welle. Den nächsten Paddelschlag. Ein Haubentaucher surft lässig an uns vorbei und steckt dann sein Köpfchen mit dem Irokesenschnitt unter Wasser. Flüchtet er auch vor dem Wind? »Lass uns hier auf die andere Seite paddeln«, sagt Jens, und ich folge ihm in die nächste Windböe. Bloß nicht parallel zu den Wellen paddeln, sonst kippst du um, sage ich mir. Wir passieren einige Fischreusen, dann erreichen wir den Steg des FKK-Campingplatzes C28. Ich ziehe die Spritzdecke weg, klettere aus dem Kajak und lege mich auf die Holzbalken. Die Sonne scheint mir ins Gesicht, vom Wind keine Spur. Wollte er uns nur herausfordern? »Mit Gegenwind ist die Strecke doppelt so lang«, behauptet Jens und streckt sich genüsslich. Zehn Kilometer klingen gleich viel besser, finde ich – gut, diese Paddlerrechnung mit dem Wind.

Kanutouren auf der Mecklenburgischen Seenplatte
Jens Klatt
Mit Blick auf den Rätzsee schmeckt der Morgenmokka noch besser.

Über die grünen Zeltplatzwiesen pustet der Wind aber ordentlich, und so bauen wir das Zelt direkt am Ufer unter der großen, alten Eiche auf. Feierabend. Wir setzen uns auf einen Baumstamm, öffnen die Biere und bereiten mexikanische Wraps vor. »Früher habe ich gar nicht gemerkt, wie besonders das hier ist«, sagt Jens. Er wuchs in Brandenburg auf und wohnt nun in Bayern. »So viel Wasser, all diese wilden, verlassenen Winkel.« Ich nicke nur, erschöpft und glücklich, und starre auf den See, den wir heute ganz für uns alleine hatten. Am nächsten Morgen sind meine Arme schwer. Bevor sich der Muskelkater ganz entfaltet, wärmen wir uns mit Blick auf den Rätzsee auf, lassen die Schultern rollen, kreisen die Arme. Dann klettern wir in die vollgepackten Kajaks und setzen den ersten Paddelschlag.

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Jens Klatt
Auf dem Weg vom Rätzsee in den Zirtowsee kommt Dschungel-Feeling auf.

Mecklenburg-Vorpommern, so viel steht fest, ist das perfekte Wasserwanderparadies für Anfänger wie mich, aber auch Könner wie Jens. Schaut man auf die Karte, scheint das Land der tausend Seen mehr Wasser- als Asphaltstraßen aufzuweisen. Die Eiszeit hat vor 20.000 Jahren ganze Arbeit geleistet. Als die Oberfläche noch mit Eis bedeckt war, grub das Schmelzwasser darunter tiefe Rinnen, aus denen langgestreckte Seen wie der 20 Meter tiefe Rätzsee wurden. Zusammengezählt kämen alle Flüsse und Kanäle in Mecklenburg-Vorpommern auf eine Länge von 26.000 Kilometern.

Wir lassen den Rinnensee hinter uns und paddeln in die Drosedower Bek hinein, einen zweieinhalb Kilometer langen Flusslauf, der uns zum Gobenowsee bringen wird. Die Kulisse ändert sich schlagartig. Und der Wind arbeitet nicht mehr gegen, sondern mit uns. Die Sonne strahlt. Ich lasse mich vorantreiben, während ich mit den Füßen das Hecksteuer bediene. Seerosen säumen das Ufer, Erlen lehnen sich darüber, als würden sie mit dieser tiefen, langen Verbeugung der Drosedower Bek Respekt erweisen.

Kanutouren auf der Mecklenburgischen Seenplatte
Jens Klatt
Die Drei-Seen-Runde ist auch für Kanu-Einsteiger geeignet.

Der Wind atmet nur noch schläfrig aus. Ein Graureiher sieht uns zuerst und schwingt sich mühelos außer Sicht. Kein Wanderweg ist am Ufer zu erkennen, und ich würde die Perspektive vom Boot aus gerade auch mit keiner anderen tauschen wollen. Ich bin sicher nicht die Erste, die in den aus dem Wasser ragenden Baumstümpfen und dem Sumpffarn am Ufer Schlangen und andere Wesen aus Märchenwelten sieht. Über den Gobenowsee gelangen wir in den funkelnden Klenzsee, wo wir unser Camp auf dem Kanuhof Wustrow aufschlagen.

Wustrow stammt aus dem Slawischen und bedeutet passenderweise Inselort, umgeben vom Klenz- und Plätinsee. Morgens paddeln wir zurück in den Gobenowsee und über einen weiteren Flusslauf, die Dollbek, zum Labussee. Der gehört zur Müritz- Havel-Wasserstraße, hier teilen wir uns erstmals das Wasser mit Flößen und Motorbooten. Der Hunger treibt uns auf die andere Seite des Sees, zu den roten Dächern der Fischerei von Canow. Mit den Fischbrötchen setzen wir uns an die Holztische. Wir schauen auf den See, wo tief unten Karpfen und 23 weitere Fischarten leben sollen, Haubentaucher im Wasser Verstecken spielen, am Ufer Fischreiher so still wie Statuen stehen – und wo wir Paddler noch tagelang über die sich stetig verändernde Wasseroberfläche treiben könnten.

Kanutour in Mecklenburg
outdoor Jochen Fischer

Die Drei-Seen-Runde bei Wustrow im Überblick

1. Tag: RÄTZSEE – 5 km, 1,5 Stunden

Während der ersten Tageshälfte anreisen, das Kajak vollpacken und am Mittag zur Seenüberquerung aufbrechen. Vom Kanu-Verleih an der Fleether Mühle können Anfänger die ersten Paddelschläge auf dem ruhigen Kanalstück üben, bevor es auf den fünf Kilometer langen Rätzsee geht – quer von Süden nach Norden. Achtung: Kommt der Wind von Norden, ist es eine Überlegung wert, die Tour andersherum – gegen den Uhrzeigersinn – mit Rückenwind durchzuführen. Egal welche Richtung, die Umgebung ist einfach herrlich: Rundherum nur Schilf, Wald und eine Reihe Wasserbootshäuser – Ruhe pur. Am nordöstlichen Zipfel des Sees befindet sich der FKK-Campingplatz C 28. Wer hier sein Zelt aufschlägt, kann zusätzlich eine Abendrunde durch den märchenhaften Kanal zum »Seerosensee« Zirtowsee unternehmen. Alternativ wird weitergepaddelt durch die Drosedower Bek zum Campingplatz am Gobenowsee

2. Tag: GOBENOWSEE – 7,5 km, 1,5 Stunden

Einen Szenenwechsel bietet die idyllische, 2,5 Kilometer lange Drosedower Bek. Am Ufer stehen Erlenbrüche, im Wasser liegen Seerosen. Die Holzbrücke markiert etwa die Hälfte der Flusslaufstrecke. Danach tauchen alte Bootsgaragen am Ufer auf, als würde man vom Dschungel in die DDR paddeln. Nach einer Schilfdurchfahrt angekommen am Gobenowsee links halten, um am Dorf Seewalde vorbei zum Klenzsee bis zum Kanuhof Wustrow zu paddeln. Dort empfiehlt sich zum Zelten der Rastplatz für Wasserwanderer. Der kleine Lebensmittelladen versorgt hungrige Paddler wieder mit frischem Proviant.

3. Tag: FLEETHER MÜHLE – 13 km, 2,5 Stunden

Zurück zum Gobenowsee paddeln und zum Eingang der Dollbek, dann 1,4 Kilometer dem vom Auenwald umsäumten Flusslauf folgen. Die Stille und der Wildwuchs am Ufer geben dem Dollbek etwas Verwunschenes. Am Labussee ändert sich dieses Bild: Erstmals teilen sich Paddler auf der Drei-Seen-Tour das Wasser auch mit einigen Motorbooten. Ist der Wind nicht zu stark, lohnt sich eine weitere Seeüberquerung zur Fischerei in Canow auf der anderen Uferseite. Gestärkt mit Fischbrötchen geht es weiter zur Diemitzer Schleuse: Festhalten an den gelben Stangen am Rand, dann hochtreiben lassen, während das Wasser steigt. Nach der Schleuse weiter geradeaus bis zum Vilzsee paddeln. Linker Hand liegt am südlichen Ufer das Restaurant Regolin am See, rechts führt das Wasser zurück zum Ausgangspunkt der Drei-Seen-Tour. Dort ist die letzte Etappe dann geschafft.

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Klaus Steindorf-Sabath tmv.de

Reiseinfos zur Mecklenburgischen Seenplatte

Hinkommen
Mit dem Auto gelangt man von Berlin in nur knapp zwei Stunden an die Mecklenburgische Kleinseenplatte. Komplizierter ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Bahnhof Mirow zum Kanuverleih Pack & Paddel sind es sieben Kilometer, die man mit dem Fahrrad oder via Taxi zurücklegen kann. Rumkommen Die 24 Kilometer lange Rätzseerunde – auch Drei-Seen-Tour genannt – eignet sich gut für Anfänger. Sie führt über offene, waldumsäumte Seen, durch ruhige Kanäle und ist mit Wasserwanderplätzen an jedem See gespickt. Öffnungszeiten der Schleuse Diemitz (Etappe 3) beachten: 03 98 27/3 04 50. Kanu leihen Kajaks und Kanadier, gute Tourentipps, Kartenmaterial und Windeinschätzungen gibt es beim Verleih Pack & Paddel an der Fleether Mühle. Einer-Kajak ab 20 Euro pro Tag. packundpaddel.de

Beste Reisezeit
Im Frühjahr und Herbst hat man die Seewege fast für sich alleine und teilt sie nur manchmal mit Schulklassen auf Tagespaddeltouren. In der Hauptsaison wuselt es schon mehr, dafür hat das Wasser angenehme Badetemperatur.

Buchtipp
Tourenideen, eine Wasserwanderkarte und Tipps finden sich in »Kanu Kompakt Mecklenburgische Kleinseen 1«, Thomas Kettler, 10 Euro.

Wer die ganze Seenplatte erkunden möchte, fährt gut mit Tourentipps aus dem »Kanu Kompass Mecklenburg-Vorpommern: Das Reisehandbuch zum Kanuwandern «, Thomas Kettler, 20 Euro.

Unterkünfte
Wasserwanderplätze: An jedem See dieser Tour wartet ein Zeltplatz, sodass man die Tagesetappen spontan anpassen kann. In den Sommerferien jedoch besser vorab reservieren. Wer nach der ersten Paddeletappe nicht auf den FKK-Campingplatz am Rätzsee will, wählt den wind- und sonnengeschützten Campingplatz am Gobenowsee C27, gobenowsee.m-vp. de.

Für die zweite Etappe entweder auf den Kanuhof Wustrow (kanu hof-wustrow.de) und unter Obstbäumen campen oder zum Campingplatz C24 am Labussee mit freier Platzwahl im Kiefern- und Birkenwald und den Zelt- und Floß- Hotels für Komfort-Liebhaber. Info: bibertours.com

Wer ein gemütliches Bett und erste Reihe am See wünscht, sollte sich in einem Bootshaus einquartieren – einige werden sogar mit Boot vermietet. So auch das Bootshaus Rätzsee, ab 82 Euro pro Nacht. bootshaeuser.de

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Jens Klatt
Fish to go: Den geräucherten Heilbutt aus Canow können sich Paddler auch als Pausensnack mit ins Kajak nehmen. Forellenfilet gibt‘s auch.

Essen
An der Fischerei am Labussee sollte man eine Mittagspause einlegen: die Boote am Steg festbinden, ein Fischbrötchen aus dem Laden holen und es sich in der Sonne auf den Holzbänken munden lassen.

Frische regionale Küche bietet das hübsch eingerichtete Restaurant Regolin mit Zugang zum Vilzsee. An Sommerabenden schmeckt der Cider aus der benachbarten Pomme de Meck-Manufaktur mit Seeblick köstlich. regolinamsee.de

Im Biergarten des Ferienhofes Biber beobachtet man die vorbeifahrenden Boote an der Diemitzer Schleuse, während man gebratenen Zander speist. Schmeckt auch sehr fein: die hausgemachte Limonade. biberferienhof.de

Tipps der Reisautorin Cindy Ruch:

Weiterpaddeln: Aus der 3-Seen-Runde kann man auch eine 10-Seen-Runde machen. Bei der 46-Kilometer langen Tour setzt man in Wustrow in den Plätlinsee über, dann in den Wangnitzsee, Ellbogensee und nach Canow.

Wandern: Ein schöner, zehn Kilometer langer Rundweg führt um den Kleinen und Großen Wummsee. Startpunkt ist der Parkplatz »Grüne Hütte «, dort befinden sich auch eine Informationstafel und die offizielle Badestelle.

Radfahren: Östlich der 3-Seen-Tour verläuft eine gemütliche 30- Kilometer-Radrunde vom Campingplatz am Rätzsee zur Burg in Wesenberg, weiter zur Holzbrücke in Ahrensberg und über Wustrow zurück. klein-seenplatte.de

Kulturtreff: Die ehemalige Kachelofenfabrik in Neustrelitz lohnt einen Abstecher: Vor knapp 20 Jahren wurde sie in ein Restaurant, ein Kino und eine Galerie umgebaut. Nächtigen kann man im dortigen Öko-Hotel oder dem Gästehaus. basiskulturfabrik.de

Basiskulturfabrik Neustrelitz
basiskulturfabrik.de

Die Wahl des richtigen Boots

Auf kürzeren Gepäcktouren ist das Seekajak ideal – vor allem für Paddeleinsteiger. Das solltet ihr beachten:

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Redaktion

Einhöckrige Kamele nennt man Dromedare, solche mit zwei Höckern Trampeltiere. Kamele sind sie aber alle beide. Genauso verhält es sich mit Kanadiern und Kajaks: Die einen sind offen (»Indianerboot «), die anderen geschlossen (»Inuitboot«), doch beide gehören zur Familie der Kanus. Wer über die Mecklenburgische Seenplatte fahren will, ist am besten mit einem sogenannten Seekajak beraten: Es ist lang und schmal, wodurch es schneller läuft als ein Kanadier, und es erweist sich als weniger windanfällig – vor allem bei Seeüberquerungen ein wichtiger Punkt. Bei höherem Wellengang schwappt es in ein Seekajak auch nicht hinein – in einen Kanadier schon (man hat bei höherem Wellengang aber auch nichts auf einem See zu suchen). Und: Seekajaks lassen sich leichter steuern, auch von einer einzelnen Person – während in einem Kanadier am Anfang immer zwei sitzen sollten, die erfahrenere Person hinten. Andererseits sind Kanadier bequemer: Man kann auch mal die Beine strecken. Im Seekajak hingegen muss man sich erst einmal an das etwas beengerte Gefühl in der Sitzluke gewöhnen. Außerdem bieten Kanadier mehr Stauraum als Seekajaks. Aber wer nicht länger als drei Tage paddeln will, kommt auch mit dem Platzangebot eines Seekajaks klar: In die beiden Ladeluken passt etwa so viel wie in einen großen Trekkingrucksack. Beim Packen beachten: das Gewicht gleichmäßig auf vordere und hintere Luke verteilen.

Weitere Tipps für Kanu-Einsteiger:

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