OD-0413-Trentino-Special-11 (jpg) A. Cristofoletti

Wandern im Trentino

Dolomiti Brenta Trek

Touren durch die Brenta gehören zum Eindrucksvollsten, was Wanderer in den Dolomiten erleben können. Niko Dohmen hat sich auf den Weg gemacht.

Brenta-Dolomiten, 22. Juli 1864: Der irische Bergsteiger John Ball verlässt die Osteria Giacomo am Nordufer des Lago di Molveno und macht sich auf einen Weg, den noch niemand zuvor gegangen ist: die Überschreitung der damals noch weitgehend unbekannten Brenta-Kette. Mit Hilfe des einheimischen Gamsjägers Bonifacio Nicolussi findet Ball die Aufstiegsroute zur 2552 Meter hoch gelegenen Scharte Bocca di Brenta, die ihm einen Durchschlupf zwischen den abweisenden Steilwänden des Felsenlabyrinths gewährt. Balls Pionierleistung öffnet das Tor zur alpinistischen Erschließung der westlichsten Dolomitengruppe. Bereits im nächsten Jahr folgen ihm seine britischen Bergkameraden Francis Fox Tuckett und Douglas William Freshfield, denen später die Erstbesteigung der 3151 Meter hohen Cima Brenta gelingt.

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In seinem 1875 erschienenen Buch »The Italian Alps« beschreibt Freshfield seinen ersten Eindruck des »geheimnisvollen Bergzugs«, der »völlig anders als alles in den Westalpen« sei: »Vor den Augen des Reisenden erheben sich Türme, Hörner, Kuppeln, Pfeiler, Spitzen, versammelt in endloser Vielfalt.« Auch wenn sich die Zeiten in der Brenta seit den Erkundungen dieser ersten Pioniere geändert haben: Freshfields Begeisterung beim ersten Anblick des Massivs lässt sich auch heute noch leicht nachvollziehen. Umringt von grünen Tälern ragt der rund 45 Kilometer lange und bis zu 25 Kilometer breite Gebirgsstock über 3100 Meter hoch in den Himmel der norditalienischen Provinz Trentino, eine mächtige Phalanx aus senkrechten Felsfluchten und eisigen Flanken, zersägten Graten und kühnen Zinnen. Waren die ersten Erschließer im rauen Obergeschoss der Brenta noch vollkommen auf sich allein gestellt, begann der Trentiner Alpenverein SAT im Jahre 1881 schon mit der Errichtung von Hütten, 1893 folgte die erste Drahtseilsicherung, dann entstanden ganze Eisenwege, die der Brenta schnell den Ruf eines Eldorados für Ferratisten und Kletterer einbrachten.

Trekking-Fans können sich seit 2009 über gute Nachrichten aus dem Trentino freuen: Im gleichen Jahr, als das Komitee der Unesco die Brenta als eine von neun Dolomitengruppen zum Weltnaturerbe erklärte, wurde der Dolomiti di Brenta-Trek (DBT) eröffnet. Auf ihm lässt sich das Massiv in einer Woche umrunden, zwei Varianten stehen dabei zur Auswahl: Der DBT Country verläuft auf mittlerer Hanglage, kommt ohne große Anstiege aus und richtet sich vor allem an Genusswanderer und Familien, die am Abend den Komfort eines Hotels im Tal schätzen. Wer aber die Faszination der Brenta hautnah erleben und ihrer steinernen Wunderwelt auf Augenhöhe begegnen möchte, folgt der anspruchsvollen Hüttenrunde DBT Expert. Ihren Namen trägt sie nicht umsonst: Die rund 90 Kilometer lange Runde schlägt mit fast 8200 Höhenmetern zu Buche, schraubt sich dabei über neun Pässe, durch-quert mehrere Firnfelder und leitet teilweise durch überhängende Klettersteigpassagen – jedoch nur, wenn man der gesamten Originalroute folgt. Denn durch ihre Einbindung in das gut ausgebaute Wegenetz lassen sich die kniffligsten Etappen durch ausgeschilderte Alternativen problemlos umgehen, dazu erlauben viele Verbindungswege Abkürzungen sowie eine flexible Wahl des Start- und Endpunkts. Die beliebteste Eingangspforte in die Bergwelt der Brenta ist seit jeher Madonna di Campiglio.

Highlights Brenta: Dolomiten-Impressionen

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OD-0413-Trentino-Special-Brenta-Highlights-1 (jpg) OD-0413-Trentino-Special-Brenta-Highlights-4 (jpg) OD-0413-Trentino-Special-Brenta-Highlights-2 (jpg) OD-0413-Trentino-Special-Brenta-Highlights-5 (jpg) 6 Bilder

Urige Bergromantik sucht man in dem mondänen Ort heute allerdings vergebens. Wer dem Tal schnell entfliehen möchte, schwebt mit der Seilbahn hinauf zum Grostè-Pass (2438 m). Einsamkeit darf man dort zunächst nicht erwarten: Die Strecke zum Rifugio Brentei teilt sich der DBT Expert mit einer der klassischen Tageswanderungen der Region. Bei herrlichem Blick hinab ins Val Rendena und hinüber zu den Schneeriesen der Adamello- Presanella-Gruppe geht es in leichtem Auf und Ab über karstige Mondlandschaften und durch saftige Wiesenmatten. Zu guter Letzt warten noch einige etwas ausgesetzte, versicherte Passagen sowie ein kleiner Stollen. An der von stolzen Steilwänden umringten Brentei- Hütte machen die Tagesausflügler kehrt. Wer nun auf dem DBT weiter ins wilde Herz der Brenta vordringen möchte, muss eine Entscheidung treffen: Die Ausschilderung der Originalroute schickt schwindelfreie Klettersteigenthusiasten auf die beiden technisch anspruchsvollsten Etappen der Tour, bewertet mit dem italienischen Schwierigkeitsgrad MD – »molto dificile«.

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Pio Giminiani
Ein exzellent ausgebautes Netz an Hütten und Unterkünften erleichtert die Tourenwahl.

Als Knackpunkt wartet vor allem der spektakuläre und sehr ausgesetzte Sentiero Ettore Castiglioni, eine lange Reihe kühn angelegter Leitern. Ganz ohne Einsatz des Klettersteigsets kommt hingegen die leichtere Variante aus, die den Spuren von John Balls historischer Brenta-Überschreitung folgt. Auch hier haben Wanderer an einer kurzen, fast senkrechten Kraxelstelle mal alle Hände voll zu tun, bevor das schmale Felsentor der Bocca di Brenta erreicht ist. Ein kleines Stück unterhalb, am spektakulär zwischen dem schroffen Felszacken des Croz del Rifugio und der Cima Brenta Bassa gelegenen Rifugio Pedrotti, treffen sich beide Wege wieder. Es folgt einer der eindruckvollsten Abschnitte des DBT Expert: der legendäre Sentiero Osvalo Orsi. Offiziell als Klettersteig ausgewiesen, aber auch für Wanderer ohne entsprechende Erfahrung problemlos machbar, folgt er den Felsbändern unterhalb der imposanten, etwa 600 Meter hohen Ostwand der Cima Brenta Alta. Bald öffnet sich der Blick auf das unbestrittene Filetstück der vielen Landschaftsperlen am Weg: die 300 Meter in den Himmel emporstrebende Felsnadel Campanile Basso, unstrittig die markanteste aller Brenta-Zinnen.

Den ersten Versuch, das »Welträtsel aus Stein« zu besteigen, unternehmen die drei Trentiner Bergsteiger Antonio Tavernaro, Carlo Garbari und Nino Pooli im August 1897, doch nach dramatischem Kampf muss der Vorsteigende Pooli nur fünfzehn Meter unterhalb des Gipfels aufgeben – trotz Garbaris Versuch, ihn mit einem gezückten Revolver zum Weiterklettern zu zwingen. Doch auch Wanderer auf dem DBT finden sich bald in einer Steilwand wieder: bei der luftigen Querung auf »La Sega Alta«, einem breiten, in den Stein gehauenen Felsband. Nach dem schweißtreibenden, steilen Aufstieg zum Passo del Clamer (2164 m) zeigt sich die Brenta in ihrem nördlichen Teil dann von einer ganz anderen Seite: Die felsgraue Dramatik des zentralen Hauptmassivs weicht saftigen Almwiesen und grünen Tälern, klaren Seen und einsamen Wäldern. In dieser wenig besuchten Wildnis fühlen sich auch die berühmtesten Bewohner der Brenta wohl: die Braunbären.

Chancen auf eine Sichtung sind jedoch äußerst gering, denn nur etwa 20 Exemplare durchstreifen das Gebiet. Einen Tagesmarsch später schließt sich die Runde am Grostè-Pass, es geht wieder nach Madonna di Campiglio. Zwei Jahre nachdem Ball das Tal nach seiner historischen Überschreitung der Bocca di Brenta erreichte, stellte er in seinem »Alpine Guide« fest: »Wegen seiner außergewöhnlich kühnen und einzigartigen Formen fasziniert diese Gruppe alle Alpinisten, die sich ihr nähern.« Wer den DBT Expert gegangen ist, wird ihm da zustimmen.

Top-Tipp 1: Pian della Nana

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Pio Giminiani
Die Brenta-Gruppe ist nicht nur Weltnaturerbe, sondern auch Kultur- und Lebensraum.

Profil: 7–9 h, 19 km, 1200 Hm

Die Highlights der Brenta lassen sich auch auf Tageswanderungen erschließen. So führt zum Beispiel eine Tour durch das grüne Tal Pian della Nana und vorbei an den steilen Flanken des Cima Uomo und Pale della Valina. Vom Ort Miralago steigt man zum Bivacco Sandri hinauf und umrundet zunächst den Cima Uomo. Dann verläuft der Pfad direkt durch die felsigen Hänge und über den Passo dell‘Uomo (2395 m) ins Pian della Nana. Dort trifft die Route auf den Brenta-Trek Expert, der über das Plateau und dann durch die Flanken des Pale della Valina zurück führt.

Top-Tipp 2: Sentiero Orsi

Profil: 7–9 h, 15 km, 1300 Hm

Ein besonderes Wandererlebnis ist die Umrundung des Brenta-Gipfels auf dem Sentiero Orsi. Vom Rifugio Vellesinella steigt man immer weiter dem schroffen Gipfelaufbau der 3151 Meter hohen Cima Brenta entgegen und umrundet ihn dann Richtung Norden. Nun beginnt ein teils schwieriger Klettersteig, der durch die kompakten Felsbänder der Cima-Brenta-Ostwand führt. Anschließend leitet der Weg auf der Südseite des Massivs entlang, vorbei an den Felswänden des Cima Mandron (3042 m). Auf dem Sentiero Bogani, einem Normalweg und Teil des Brenta-Treks, wandert man schließlich zurück ins Tal.

Top-Tipp 3: Sentiero Palmieri

Profil: 7–8 h, 15 km, 1650 Hm

Eine der am eindrucksvollsten gelegenen Hütten der Brenta ist das Rifugio Tosa, das auf einem Bergrücken erbaut wurde. Eine Tagestour führt von Molveno Richtung Val Daino zum Rifugio Tosa. Hier ergibt sich ein hervorragender Blick auf die umliegenden Felsmassive. Weiter verläuft der Weg nach Westen, bis er schließlich in den Sentiero Palmieri alto, einen Steig für geübte Wanderer, übergeht. Die felsigen Gipfel der Cima Ceda Bassa und Cima Ceda thronen über dem Steig. Im Tal erblickt man den Lago di Molveno, der funkelnd das Ziel der Tour verkündet. Nach dem Steig geht es nach links und zurück zum Normalweg nach Molveno.

Reiseinfos Brenta

Lage:
Die rund 740 Quadratkilometer umfassenden Brenta-Dolomiten gehören zu den Südlichen Kalkalpen in Nord italien. Begrenzt wird das Gebirge im Norden vom Val di Sole und im Süden vom Valli Giudicarie, die Ostgrenze bildet das Val di Non, und im Westen reicht das Gebiet bis zum Val Meledrio und zum Valle Rendena. Mitten hindurch führt in acht Tagen die Rundtour »Dolomiti di Brenta Trek Expert«

Charakter:
Wer die gesamte, rund 90 Kilometer lange Streck e absolvieren möchte, braucht neben einer guten Kondition, Schwindelfreiheit und und einem sicheren Tritt auch Klettersteig erfahrung. Doch dank des gut ausgebauten Wegenetzes lassen sich die technisch anspruchsvollsten Passagen, wie der Castiglioni- Klettersteig, problemlos umgehen.

Ausrüstung:
Auf den Restschneefeldern sind Steigeisen empfehlenswert, für die Klettersteigpassagen sind die entsprechenden Sets und ein Helm notwendig. Eine Stirnlampe, Müsliriegel und ein Hüttenschlafsack sind von Vorteil.

Beste Zeit:
Mitte Juni bis Mitte September

Start-/Endpunkt:
Verschiedene Zustiege machen diverse Kombinationen möglich, wie zum Beispiel am Rifugio Stoppani an der Bergstation der Grostè-Seilbahn (bei Madonna di Campiglio).

Anreise:
Von München auf der A 8 Richtung Salzburg fahren, am Dreieck Inntal auf die A 93 nach Innsbruck. Hinter der österreichischen Grenze der A 12 bis zum Abzweig auf die A 13 (Brennerautobahn) folgen. Dort auf der A 22 bis zur Ausfahrt San Michele all‘Adige/Mezzocorona und am Kreisverkehr Richtung Mezzocorona/ Mezzolombardo (SS34) abbiegen und weiter nach Madonna di Campiglio

Übernachtung:
Rif. Stoppani (2438 m), Tel. 0039/0465846025; Rifugio Tuckett (2271 m), geöffnet 13.06.–29.09., Tel. 0039/0465441226; Rifugio Brentei (2182 m), geöffnet 20.06.–20.09., Tel. 0039/0465441244; Rif. XII Apostoli (2487 m), geöffnet Juni–September, Tel. 0039/0465501309; Rif. Agostini (2405 m), geöffnet 20.06.–05.10., Tel. 0039/0465734138; Rifugio Pedrotti (2491 m), geöffnet 20.06.–Ende Sept., Tel. 0039/0461948115; Malga Spora (1855 m), geöffnet Juli und August, Tel. 0039/339/2787980; Malga Flavona (1858 m), ganzjährig geöffnet; Rifugio Peller (1990 m), geöffnet 20.06.–20.09., Tel. 0039/0463536221; Bivacco Costanzi-Albasini (2365 m), ganzjährig geöffnet.

Karten:
Kompass Nr. 688: Gruppo di Brenta, Madonna di Campiglio, Andalo, Molveno, 1:25_000, 7,95 Euro; Alpenvereinskarte Blatt 51: Brentagruppe, 1:25_000, 9,80 Euro; Tabacco Wanderkarte 10: Dolomiti di Brenta, Adamello- Presanella, Val di Sole, 1:50_000, 7,90 Euro; 4LandDolomiti di Brenta, 1:25_000, 7 Euro.

Literatur: Brenta mit Adamello, Presanella und Paganella, Franz Hauleitner, Bergverlag Rother 2012, 160 Seiten, 14,90 Euro; Kompass Wanderführer Brentagruppe, Eugen E. Hüsler und Manfred Kostner, Kompass- Karten 2007, 12,95 Euro.

Infos: Alle Infos inklusive der Übernachtungsmöglichkeiten finden sich im Internet. Dort wird auch der einfachere Dolomiti Brenta Trek Country ausführlich vorgestellt. info@dolomitibrentatrek.it, dolomitibrentatrek.it

outdoor-Tipp: Besucher der Brenta sollten sich nicht die kulinarischen Spezialitäten der Region entgehen lassen: zum Beispiel im Rifugio Alpenrose (San Lorenzo in Banale), Ristorante Lago Rosso (Tovel) oder Ristorante el Filò (Molveno).

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outdoor Jochen Fischer
Trentino-Special 2013: Brenta - Karte

Die Etappen des Brenta-Treks

Etappe 1: Rif. Stoppani - Rif Brentei
3–4 h, 7 km, 425 Hm

Von Carlo Magno, nahe dem Dorf Madonna di Campiglio, mit der Seilbahn hinauf zum Rifugio Stoppani (2438 m) am Grostè-Pass. Von dort folgt die Strecke dem Weg 316 bis zum Rifugio Tuckett (2271 m). Nun leitet 328 erst durch Geröllfelder, dann zwischen Latschenkiefern westwärts hinab zur Sella del Fridolin, wo er an einer Weggabelung auf den Sentiero Bogani (Weg 318) trifft. Auf diesem zieht die Wanderung in rund einer Stunde durch die abschüssige Hangseite des Val Brenta und die Galleria Mogani zum Rifugio Maria e Alberto ai Brentei (2182 m).

Etappe 2: Rif. Brentei - Rif. XII Apostoli
3,5 h, 5 km, 923 Hm

Vom Rifugio Brentei geht es auf dieser Etappe zunächst auf dem anspruchsvollen Sentiero Alpinistico Daniele Martinazzi (Weg 327). Anschließend dreht die Strecke nach Westen und erreicht die Westflanke des Crozzon di Brenta. An ihr entlang südwärts über Fels und Eis zur Bocca dei Camosci wandern. Von dort folgt die Route erst kurz dem Klettersteig Ferrata delle Bocchette (Weg 305), später dann dem Sentiero Alpinistico Attrezzato dell’Ideale (Weg 304). Auf ihm erreicht man in rund 40 Minuten das Etappenziel, das fantastisch gelegene Rifugio XII Apostoli auf 2487 Metern Höhe.

Etappe 3: Rif. XII Apostoli - Rif. Pedrotti
5 h, 8,5 km, 842 Hm

Die Route des Klettersteigs Ettore Castiglioni (Weg 321) führt vom Rifugio XII Apostoli in einer guten Stunde hinauf zur Bocchetta dei Due Denti (2859 m). Von dort leitet der nun abgesicherte Steig durch teils überhängendes Gelände zum Rifugio Silvio Agostini (2405 m), das am Fuß der berühmten Steilwand der Cima d’Ambiez liegt. Unterhalb dieser Hütte geht es dann etwas weniger anstrengend weiter: Der Sentiero Palmieri (Weg 320) durchquert das Amphitheater des Oberen Val d’Ambiez in östlicher Richtung und steigt dann gemächlich zur Forcolotta di Noghera (2423 m) auf. Anschließend weiter dem Weg Nummer 320 folgen, der schließlich auf den Weg Nummer 358 trifft. Auf diesem gelangt man bald zum Tagesziel Rifugio Pedrotti auf 2491 Metern Höhe.

Etappe 4: Rif. Pedrotti - Malga Spora
6,5–7 h, 9,5 km, 1007 Hm

Die Etappe beginnt mit dem Abstieg zum Hochplateau oberhalb des Rifugio Tosa (2439 m). Dort startet der Klettersteig Osvaldo Orsi (Weg 303), der in rund drei Stunden zur Bocca del Tuckett (2648 m) leitet. Zwar warten einige kurze, versicherte Passagen und Altschneefelder, doch mit entsprechender Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist der Weg auch ohne Klettersteigerfahrung gut machbar (Steigeisen hilfreich). Unterhalb der Bocca del Tuckett zweigt der Sentiero delle Val Perse (Weg 322) ab, über den man zur Gabelung mit Weg 344 (1600 m) absteigt. Anschließend geht es auf diesem sehr steil und teilweise ausgesetzt hinauf zum Passo del Clamer (2164 m), von wo die Strecke zur Biwakhütte Malga Spora (1855 m) absteigt.

OD-0413-Trentino-Special-Karte Brenta Touren (jpg)
outdoor Jochen Fischer
Trentino-Special 2013: Brenta - Karte

Etappe 5: Malga Spora - Malga Flavona

6 h, 18 km, 1010 Hm

Von der Biwakhütte Malga Spora folgt die Wanderung für eine halbe Stunde dem Weg 301 nach Osten, wo sie an den Weiden der Malga Cavedago auf Weg 338 abbiegt. In stets nördlicher Richtung geht es dann hinauf zum Bergrücken der Sella del Montoz (2327 m). Nach etwa einstündigem Abstieg ist die Biwakhütte Malga Campa (1975 m) erreicht, dort den Weg 370 nehmen. Er leitet bis zur Malga Loverdina (1768 m) weiter Richtung Norden, bevor die Strecke auf dem Weg 339 westwärts auf den Termoncello-Pass (1856 m) führt. Dort auf den Weg 330 wechseln, der herrliche Aussichten auf den Tovel-See bietet. Nach rund zweieinhalb Gehstunden in überwiegend flachem Terrain ist das Ziel des Tages erreicht, das Nachtlager in der Malga Flavona (1858 m).

Etappe 6: Malga Flavona - Rif. Peller
7,5 h, 17 km, 1500 Hm

Die Wanderung setzt sich auf dem Weg 371 fort, der in einer halben Stunde durch Lärchen- und Fichtenwälder hinab zur Malga Pozzol (1632 m) führt. Dort dem Weg 314 nach Norden folgen, der später auf den Sentiero della Dena (Weg 312) trifft. Auf diesem geht es nach Westen, bis die Ausschilderung des Dolomiti di Brenta-Treks nach rechts weist. Nun sind es noch zwei Stunden bis zur bewirtschafteten Malga Tuena (1740 m). In weiteren 10 Minuten leitet ein Waldweg auf den Weg 311, der nach gut zwei Stunden die Hochebene Pian della Nana erreicht. An einer Gabelung dem Weg 336 folgen, der bald an der Malga Tassulla (2090 m) vorbeizieht und auf den Lago del Durigat (1869 m) stößt. Vom See weist der Weg 313 zum nahe gelegenen Etappenziel, dem Rifugio Peller (1990 m).

Etappe 7: Rif. Peller - Biv. Costanzi-Albasini
4 h, 8,5 km, 826 Hm

Auf dem Waldweg 374 geht es in etwa 45 Minuten zur südwestlich gelegenen Malga Clesera (1889 m), dort steigt der Weg 308 zum traumhaft gelegenen Lago della Salare (2004 m) an. Am See leitet die Strecke hinauf zum Passo della Forcola (2105 m) und von dort hinab zur Hochebene Pian della Nana. Dort wird der anspruchsvolle Höhenweg Claudio Costanzi 336 eingeschlagen, der vom Passo della Nana (2195 m) bis zur Ostflanke der Cima Nana führt. Nun auf dem Sentiero G. Albasini über den Salletta della Nana (2530 m) wandern, bevor die Tagesetappe an der Costanzi-Albasini-Biwakhütte, auf 2365 Metern Höhe endet.

Etappe 8: Biv. Costanzi-Albasini - Rif. Stoppani
6,5–7 h, 15 km, 1447 Hm

Von der Biwakhütte auf dem Weg 365 bis zur Gabelung mit Weg 329 aufsteigen und auf diesem in westlicher Richtung durch das wilde Valle del Vento bis zur Ruine der Malga Scale (1590 m). Von da geht es auf dem Weg 355 Richtung Süden, erst durch das Val Centonia, dann hinauf zur Malga Mondifrà (1632 m). Schilder weisen dort nach Südosten zur rund 30 Minuten entfernten Malga Vaglianella (1826 m), eine weitere halbe Stunde später passiert die Strecke die Malga Vagliana (1974 m). Anschließend steigt die Route hinauf zum Ristoro Boch (2100 m) und weiter zum Rifugio Graffer (2263 m). Etwa eine Dreiviertelstunde Gehzeit oberhalb endet die Wanderung an ihrem Ausgangspunkt, dem Rifugio Stoppani (2438 m) am Passo del Grostè.

Brenta-Trek Komplett-Paket

Brenta-Trek Expert – Halbe Strecke mit Klettersteig
Rundwanderung von Vallesinella über Rifugio Tosa
Tag 1: Vallesinella – Rifugio Tuckett:
01:45 h, 700 Hm
Tag 2: Rif. Tuckett – Rif. XII Apostoli:
05:00 h, 1225 Hm
Tag 3: Rifugio XII Apostoli – Rifugio Agostini – Rifugio Tosa:
05:00 h, 840 Hm
Tag 4: Rifugio Tosa – Malga Spora:
05:45 h, 1000 Hm
Tag 5: Malga Spora – Passo del Groste – Rif. Graffer – Vallesinella:
06:00 h, 860 Hm
Preis: 320 Euro

Das Angebot enthält: 4 Übernachtungen mit HP in Berghütten und Almen, Warme Duschen (3 von 4 Nächten), Wanderkarte Dolomiti di Brenta-Trek 1:25 000, Obligatorische Ausrüstung: Helm, Klettergurt, Klettersteigset, 4-Punkt-Steigeisen für die Überquerung leichter Schneefelder, Stirnlampe, Hüttenschlafsack, Energieriegel und Wanderstecken

Brenta-Trek Countr – Weitwanderung
Rundwanderung von Lago di Tovel über Rifugio Graffer
Tag 1: Lago di Tovel – Rifugio Peller: 04:30 h, 1300 Hm
Tag 2: Rifugio Peller - Carciato: 07:15 h, 300 Hm
Tag 3: Carciato – Campo Carlo Magno: 08:30 h, 1100 Hm
Tag 4: Campo C. Magno – Rif. Graffer: 04:45 h, 760 Hm
Tag 5: Rifugio Graffer – Lago di Tovel: 03:30 h, 250 Hm
Preis: von 355 Euro bis 380 Euro

Das Angebot enthält: 4 Übernachtungen mit HP in Hotels, Bauernhäusern, B&Bs und Berghütten, Wanderkarte Dolomiti di Brenta-Trek 1:25 000, Eine Nacht vor oder nach der Tour in einem Drei- Sterne-Hotel mit HP 60 Euro, Obligatorische Ausrüstung: Stirnlampe, Energieriegel und Wanderstecken

Buchungen: Agenzia Viaggi Guidavacanze; Tel. 00 39/04 63 90 01 77, info@guidavacanze.it, www.guidavacanze.it

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