Abenteuer-Special
Ab in die Wildnis!
Fjordnorwegen - Innerdalen Visitnorway / Thomas Rasmus Skaug
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Traumziele weltweit

3 Ziele, die ihr für 2020 auf der Liste haben solltet

Highlands, Himalaja, Fjordnorwegen: diese drei „Magic Places“ dürfen auf keiner Reiseliste fehlen ...

»Norwegens schönstes Hochtal« – diesen Titel trägt das Innerdalen völlig zu Recht. Rund 320 Kilometer nordwestlich von Oslo erstreckt es sich, umgeben von wild gezackten Granitgipfeln. Autoverkehr? Zum Glück Fehlanzeige, die Straße endet kurz hinter dem Taleingang an einem Wanderparkplatz. Nach drei Kilometern gemütlicher Wanderung erreicht man die Grasdachhütten der Alm Renndølsetra (siehe Bild oben), die sich am Ufer des Sees Innerdalsvatnet in die grüne Landschaft schmiegen. Wer hier einkehrt oder übernachtet, kann sich auf gute Wandertipps vom Besitzer Eystein Opdøl freuen. Einer davon: der »Innerdalstornet« (1452 m), zu Deutsch Turm des Innerdalen, der in seiner Form auffällig an das Matterhorn in der Schweiz erinnert. Sieben Stunden Gehzeit muss man für die zehn Kilometer und 1100 Höhenmeter einplanen, der Blick vom Gipfel – wie könnte es anders sein – ist überwältigend schön. Kaum zu glauben, dass dieses Traumtal beinahe zu einer Unterwasserwelt geworden wäre! Ein Stromversorger wollte es in den 1960er Jahren in einen Stausee verwandeln. Dass das nicht passierte, verdankt das Innerdalen dem Einsatz von Eysteins Großvater. Er kämpfte damals, bis die Regierung das Tal zum ersten Landschaftsschutzgebiet Norwegens erklärte.

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OUTDOOR-Tipp: Wer nicht zeltet, findet im Innerdalen drei Übernachtungsmöglichkeiten: die Zwei- bis Sechsbettzimmer der Renndølsetra (mit VP 1190 NOK/123 Euro), die Innerdalshytta (innerdalturisthytte.no, HP 960 NOK für DNT-Mitglieder/1200 NOK für Nichtmitglieder) und die Gamle Innerdalshytta (DNT-Hütte für Selbstversorger, 310 NOK/430 NOK).

Schottland - Highlands
Christoph Jorda

Zweieinhalb Autostunden nördlich von Glasgow liegt das Küstenstädtchen Fort William: die Outdoor-Metropole in den schottischen West Highlands. Sie gilt als Tor zum Ben Nevis, mit 1345 Metern der höchste Berg Großbritanniens, dem jährlich rund 125.000 Wanderer aufs Dach steigen. Zum Glück geht es auf anderen Highland-Gipfeln in der Region sehr viel ruhiger zu: Zu den schönsten Beispielen zählt der Creag Meagaidh (1128 m) im gleichnamigen Naturreservat am See Lochan a’ Choire. Der Weg hinauf führt durch das Tal Coill a’ Choire. Hier plätschert der Bach und blüht die Heide – ein perfektes Wanderidyll. Eigentlich. Creag Meagaidh bedeutet »Fels über dem Sumpf«, und Schottlandkenner ahnen es: Nicht im Bild erkennbar sind die Scharen von Midges, kleinen Stechmücken, die ab Juni Zweibeinern ziemlich zusetzen können. Ein flottes Gehtempo, windiges Wetter und ein Abwehrmittel namens »Smidge« erleichtern dann das Leben. Oder man wandert eben schon im Mai, ohnehin der beste Highlandmonat. Manch ein schottischer Landsmann empfiehlt auch Whisky. Ob er wirklich gegen Mücken hilft – nun ja. Aber eine Verkostung in der Ben Nevis Distillery in Fort William lohnt auf jeden Fall.

OUTDOOR-Tipp: In Fort William beginnt oder endet – je nach Wanderrichtung – der West Highland Way, einer von Schottlands schönsten Weitwanderwegen. Auf 154 Kilometern führt er nach Milngavie bei Glasgow. Detaillierte Informationen: westhighlandway.org

Indien - Mount Shivling
PatitucciPhoto

Exakt 6543 Meter ist er hoch, der Mount Shivling im indischen Himalaja. Zu einem begehrten Ziel macht den Shivling seine makellose Pyramidenform. Für die Hindus repräsentiert er Shiva, den Gott der Zerstörung und der Schöpfung. Mächtige Gletscher speisen zu seinen Füßen den Baghirathi, den wichtigsten Quellfluss des Ganges. Er entspringt am Gletschertor Gaumukh, einem beliebten Pilgerziel. Tausende machen sich vom 18 Kilometer entfernten Dorf Gangotri aus auf den Weg, um in zwei Tagen durch das Baghirathital hinaufzuwandern. Andere gehen nicht unter spirituellen Vorzeichen, sondern um die Landschaft zu erleben – unter Trekking-Touristen ist der Weg als Gangotri Glacier Trek bekannt. Die Kulisse: die schneebedeckten Fünf- und Sechstausender, die das Baghirathital rahmen. Der Trek stellt keine hohen Anforderungen, nur an die Höhe muss man sich angepasst haben: Am Gletschertor Gaumukh steht man dann auf immerhin 4400 Metern, den Shivling im Blick. Wer die Schönheit des indischen Berges mit etwas mehr Ruhe genießen will, der wandert von Gaumukh noch ein kleines Stück weiter: auf die Hochweide Tapovan. Dort baut man sein Zelt auf – genau wie die Bergsteiger, die hier das Basislager für den Mount Shivling einrichten.

OUTDOOR-Tipp: Für den Glacier Trek sind Mai, Juni und September optimal. 9-tägige Reiseprogramme ab Delhi zum Beispiel bei gangotri-tapovan-trek.com

Viele weitere Reisetipps für 2020 – vor allem auch in Deutschland und Europa – findet ihr in unserem Sonderheft MAGIC PLACES, das auf dieser Seite als E-Paper heruntergeladen werden kann (6,99 Euro).

Noch mehr Inspiration gibt es in der Fotostrecke (oben) – und in unserem Abenteuer-Special:

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