Sonderheft 01/22
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Tourenplanung für Radtouren: So geht's

Auf den Weg gebracht Tourenplanung für Radtouren

Immer der Nase nach führt beim Biken selten ans Ziel. Eine gut geplante Tour dagegen schon. Wie du sie angehst erklären wir dir hier.

Wie navigiere ich auf dem Rad am besten?

Links? Rechts? Oder doch gerade
aus? Musstest du früher noch an 
jedem Abzweig stoppen, um mit
tels Papierkarten den richtigen
 Weg zu wählen, genügt heute ein
 Blick zum Lenker, wo Handy, GPS 
oder E-Bike-Computer die Richtung weisen. Vorausgesetzt, du hast sie vorher mit Tourendaten gefüttert. Internetportale wie outdooractive, komoot oder bikemap bieten sie in Hülle und Fülle: vom Kurztrip vor der Haustür bis zum Donauradweg quer durch Europa. Du musst lediglich eine Tour auswählen und sie von PC oder Tablet auf Handy & Co. übertragen. Einmal aufgerufen, führt dich eine Routenlinie im Display ans Ziel, oft begleitet von einer Stimme.

Wie finde ich die passende Tour?

Dazu musst du nur das Tourenangebot deines Lieblings-Portals durchforsten. Über ausgetüftelte Filterfunktionen kannst du dort festlegen, wie weit die Bikerunde von deinem aktuellen Standort entfernt liegen darf. Auch Länge, Schwierigkeit, Zeitbedarf oder die Erreichbarkeit mit Bus und Bahn lassen sich vorgeben. Das alles geht nicht nur am PC, Mac oder auf dem Tablet, sondern auch mit dem Handy, schließlich gibt es zu jedem Portal die passende App. Damit kannst du nicht nur navigieren, sondern auch im Portal stöbern – praktisch, wenn du spontan im Urlaub nach einer Tour in der Nähe suchst.

Und was ist mit Reiseradführern?

Portale im Netz sind nicht die einzige Quelle für fertige Touren. Die meisten gedruckten Bike-Führer liefern über Downloadlinks auch gleich die GPS-Tracks mit. Einmal auf das Handy geladen, kannst du die Tour sofort starten – und das mit jeder beliebigen Navi-App. Wer die Buchform scheut, findet zumindest bedeutende Radrouten wie den Fünf-Flüsse-, den Weser-, den Saale- oder den Main-Radweg für wenige Euro auch als Handy-App. Die Navifunktionen dieser Apps sind oft simpel, reichen aber aus.

Brauche ich zum Navigieren Handy-Empfang?

Nicht unbedingt. Wenn du fern von mobilen Datennetzen navigieren möchtest, musst du nur die Tour samt Kartenausschnitt nicht nur laden, sondern auch speichern (»Offline-Verfügbarkeit«). Beides erfordert meist ein kostenpflichtiges Abo. Das enthält zum Preis von wenigen Euro pro Monat noch praktische Extras wie detailliertere Karten mit eingezeichneten Radwegen, Live-Tracking oder 3D-Ansicht. Es geht auch ohne Abo, zum Beispiel mit dem »Welt-Paket« von komoot. Es kostet einmalig 30 Euro und beinhaltet ein weltweites Kartenset inklusive lebenslanger Updates. Ganz umsonst sind hingegen nur die Angebote örtlicher Touristenämter, die neben der Navi-App sogar Offline-Karten enthalten.

Garmin
GPS-Geräte wie Garmins Oregon berechnen Routen auch fern von Handy-Netzen.

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Wie finde ich einsame Routen?

Die Touren gängiger Portale sind beliebt. Auf vielen Wegen herrscht bei Schönwetter fast Volksfeststimmung. Willst du in Ruhe radeln, kannst du dir eine Tour auch ganz einfach selbst zusammenklicken. Dafür musst du in den meisten Fällen nicht einmal deine Lieblings-App wechseln – ein Tool für die Tourenplanung haben nämlich viele mit an Bord. Und falls nicht? Dann erstellst du deine Traumroute mit Naviki oder den Radroutenplanern, die es von vielen Bundesländern als App gibt. Doch Vorsicht: Oft brauchen Apps bei selbst erstellten Touren eine mobile Datenverbindung zum Portal (»Online-Routing«). Hier spielen GPS-Geräte und E-Bike-Computer wie der Bosch Nyon mit integriertem Navi ihre Vorteile aus, sie routen auch »offline«, abseits von Handy-Netzen.

Was sind die Top Navi-Apps für Radtouren?

  • Komoot zählt zu den am weitesten verbreiteten Apps unter Radlern. Was am immensen Angebot attraktiver Touren liegt sowie am feinen Tool zum Planen eigener Bike-Abenteuer. Toll: Die App führt bequem per Sprachansage ans Ziel (ab 3,99 Euro/Karte).

Tolle Touren (auch zum wandern) findest du z. B. in unseren Komoot-Collections:

  • Outdooractive: Über zwei Millionen Kilometer an Radtouren warten darauf, mit outdoor-active entdeckt zu werden. Das üppige Angebot hochwertiger Karten, die Sprachführung sowie der hervorragende Planer für eigene Routen (ab 2,50 Euro/ Monat) locken ebenfalls.
  • Naviki verwandelt Handys in potente Radroutenplaner. Die Gratisversion mit Basisfunktionen lässt sich über kostenpflichtige Features optimieren. Besonders empfehlenswert: die Offline-Karten mit speziellem Routing für Tourenradler mit Sprachführung (13,37 Euro einmalig).
  • Regio-Apps: Tipp für Sparfüchse: die von Tourismusverbänden herausgegebenen Gratis-Apps beliebter Ausflugsziele wie dem Harz oder dem Sauerland. Sie verraten (unter anderem) die besten Biketouren in der Region. Mit Routenplaner und Offline-Karten!

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