OD Laubfrosch

Heimisches Quaken - so erkennen Sie die Frösche

Froschkunde: Das quakt in Teich und See

Den Frosch Kermit aus der Muppet Show kennt jeder: Der knallgrüne, lustige Kerl quakt sich clever aus jeder heiklen Situation. Aber wie sind die Frösche wirklich? Drei Exemplare unter der outdoor-Lupe.

Laubfrosch Hyla arborea

OD Laubfrosch   Hyla arborea
(c) Nils Bentlage/www.PIXELIO.de
Laubfrosch Hyla arborea

Kleinster heimischer Frosch. Wie die meisten Arten ist auch der Laubfrosch gefährdet, durch Pestizide und Fischzucht.

Merkmale
Grasgrüner Frosch mit hellerer Bauchseite. Der europäische Laubfrosch wird bis zu 5 cm groß und trägt eine schwarze Augenbinde. Es gibt auch blaue Exemplare, entweder eine Mutation oder eine Pigmentstörung.

Vorkommen
Man findet Laubfrösche in Wiesen mit Büschen und Hecken in Mittel- und Süd­europa. Gelaicht wird in Teichen und Tümpeln (bis 100 Eier pro Laichballen). Natürliche Feinde: Vögel und Ringelnattern; inzwischen stark gefährdet.

Besonderheit
Laubfrösche wechseln oft die Farbe Richtung grau oder braun. Untersuchun­gen zeigen, dass die Farbe von der Temperatur und der Beschaffenheit des Untergrunds abhängt: je glatter der Boden, desto grüner der Frosch.

Wasserfrösche Pelophylax-Gattung

OD Wasserfrosch
(c) Ernst Rose/www.PIXELIO.de
Wasserfrosch

Zu den Grün- oder Wasserfröschen gehören Seefrosch, Kleiner Wasserfrosch und eine Kreuzung aus beiden: Teichfrosch.

Merkmale
Die gelbgrünen bis fast braunen Frösche tragen meist einen hellen Rückenstreifen und dunkle Flecken. Der Teichfrosch erreicht 9 cm Größe, der Wasserfrosch bis zu 12 cm, und der Seefrosch bringt es auf 16 cm.

Vorkommen
Alle Wasserfrösche brauchen – nomen est omen – Teiche, Seen oder Bachläufe, auch und vor allem zum Laichen. Man findet die Gattung in ganz Europa zwischen Frankreich und Russland und im Süden bis nach Italien.

Besonderheit
Im Mai hängen die Frösche bis zu 4500 Eier, der Seefrosch sogar bis 12 000 Eier in Laichballen zwischen Wasserpflanzen. Trotzdem sind sie an vielen Orten gefährdet, vor allem durch Uferumbau und Fischbesatz.

Springfrosch Rana dalmatina

OD Springfrosch
(c) Markus Stark/www.PIXELIO.de
Springfrosch

Leider oft ein Opfer des Straßenverkehrs: der Springfrosch, der größere Strecken vom Lebens- zum Laichraum zurücklegt.

Merkmale
Der bis zu 8 cm große Springfrosch kann mit dem Grasfrosch verwechselt werden, hat aber eine spitzere Schnauze. Hell- bis graubraune Färbung, auffällig lange Hinterschenkel, die für weite Sprünge taugen.

Vorkommen
In ganz Mittel- und Südosteuropa sind Springfrösche anzutreffen; in Deutschland vor allem im südlichen Teil. Lebensraum: Mischwälder mit kleinen Gewässern. Überall gefährdet bis stark gefährdet (Fischbesatz etc.).

Besonderheit
Springfrösche leben in für Frösche verhältnismäßig trockenen Gebieten. Man findet sie auch in Misch­wäldern, weiter entfernt vom Gewässer. Gelaicht wird aber im Wasser: Teiche, Tümpel, Flachufer (bis 1800 Eier/Ballen).

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