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Der ideale Schuh fürs Outdoor- Abenteuer

Was für Kanuten die Paddel, sind für Outdoorer die Schuhe. Ohne das richtige Paar läuft draußen nichts. Wie Sie Ihren Traumschuh finden und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie hier.

Ob in den Dschungel, die Wüste, ob über Geröll, Schnee, Fels und Eis oder einfach nur auf körnigem Forstweg durch Deutschlands Wälder – ohne passende Schuhe kommt man weder aus noch an. Dabei fristen viele Schuhe ein Schattendasein am unteren Ende des Menschen. Am meisten unterschätzt, am wenigsten beachtet sind sie es aber, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden, über Genuss oder Tortour. Kurzum: Schuhe sind die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände eines Outdoorers. Nur wenn sie wie angegossen sitzen und zum Einsatzzweck passen, kann man die Wanderung genießen. Ansonsten drohen Blasen, Druckstellen, Fußschmerzen und im schlimmsten Fall Verletzungen. Doch wie findet man in der explodierenden Vielfalt des Angebots den optimalen Outdoorschuh?

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Als Erstes müssen Sie sich überlegen, wofür Sie den Schuh brauchen. Also: Wo wollen Sie hin? Was wollen Sie dort unternehmen? Und: Mit welchem Klima rechnen Sie dort? Erst wenn Sie sich über diese Punkte im Klaren sind, sollten Sie sich mit der Wahl des passenden Schuhtyps befassen. So mag der leichte Hikingschuh für das tägliche Gassigehen ja eine feine Sache sein, für eine Grönlanddurchquerung eignet er sich so gut wie ein Ferrari als Campingbus. Für solch delikate Unternehmungen sind Sie mit einem gefütterten Hochtourenstiefel besser beraten.

Zwischen diesen beiden Extremen, zwischen Hikingschuh und Hochtourenstiefel, existiert eine fein abgestufte Palette an Wanderschuhen - jeder für einen definierten Einsatzbereich. Welcher Schuhtyp sich für Ihr Vorhaben am besten eignet, lesen Sie hier. Bei der Auswahl sollten Sie nach der Regel So stabil wie nötig und dabei so leicht wie möglich vorgehen. Im Zweifelsfall oder wenn Sie zum Umknicken neigen, sollten Sie lieber ein festeres Modell vorziehen.

Allerdings werden Sie auch innerhalb eines Schuhtyps noch große Unterschiede feststellen. So finden Sie beispielsweise einmal Wanderstiefel, die innen wie außen aus Leder bestehen, aber auch solche aus überwiegend synthetischen Materialien wie Cordura. Lederschuhe sind enorm robust, halten bei richtiger Pflege ein halbes Outdoorleben und bieten oft ein angenehmes Klima. Allerdings trocknen sie nur langsam und benötigen regelmäßig Pflege. Und: Lederschuhe passen sich mit der Zeit an die Füße an und tragen sich deshalb oft besonders bequem. Stiefel mit einem hohen Anteil Cordura hingegen müssen Ihnen auf Anhieb optimal passen, da sich das Synthetikmaterial nicht an Ihre Fußform anpasst. Allerdings locken Corduramodelle heute mit solch fantastisch leichtem Gewicht, dass man ihnen kaum widerstehen kann. Und bei der Fülle an verschiedenen Schuhen werden Sie sicher auch ein Paar finden, das perfekt zu Ihren Füßen passt.

Die Auswahl an Wanderschuhen ist riesig, doch welchen nehmen?

Eine eindeutige Antwort auf die Frage gibt es nicht: Ein Trekkingschuh, der auf gut ausgebauten Wanderwegen stabil genug ist für den Träger mitsamt 25 Kilogramm Gepäck, muss es nicht in weglosem Gelände sein. Wandert man durch wildes, wegloses Terrain, zum Beispiel durch den Sarek Nationalpark in Lappland, ist ein klassischer Wanderstiefel unter Umständen schon überfordert. Die Anforderungen an die Stabilität des Schuhwerks hängen also nicht nur vom Gewicht des Rucksacks ab, sondern vom Untergrund.

Des weiteren spielen die Erfahrung, Trittsicherheit und die körperliche Fitness eine Rolle: Ein sehr trittsicherer, leistungsfähiger Wanderer kommt mit einem leichten Modell besser zurecht als ein Trekking-Anfänger.

Hilfreich bei Fragen zum Einsatzbereich sind zum einen die Schuhtests hier auf der outdoor-Webseite, die immer auf den empfehlenswerten Einsatzzweck der Testteilprodukte hinweisen; zum anderen helfen die Einsatzprofile (»A« bis »D«), die einige Hersteller (Hanwag, Meindl) für ihre Produkte entwerfen. Die Kategorie »B« bei Meindl sagt zum Beispiel aus, dass es sich um einen Wanderschuh handelt, der für schwere Trekkingtouren weniger geeignet ist.

Grundsätzlich ist ein etwas festerer Stiefel besser als zu leichtes Schuhwerk: Ein schwerer Schuh ist auf einfachen Wanderungen zwar nicht so bequem wie ein Leichtwanderstiefel, letzterer bedeutet auf Trekkingtouren aber ein Gesundheitsrisiko, da er den Knöchel nur ungenügend stützt. Trotzdem wäre es falsch, den schwersten Brocken im Laden zu kaufen! Jedes Gramm am Fuß wiegt so schwer, dass es dem fünffachen Gewicht im Rucksack entspricht: 200 Gramm Gewichtsersparnis am Stiefel entsprechen einem Kilogramm weniger im Rucksack, ein Gewichtsvorteil, der bei der restlichen Ausrüstung wie Schlafsack oder Zelt viel Geld kostet.

In unserer Fotostrecke präsentieren wir euch die besten von uns getesteten Wanderschuh-Modelle der letzten Jahre - mit Testurteil und Online-Preisvergleich.

Viele davon tauchen auch in unserer Schuh-Bestenliste auf, die es auch als PDF zum Download gibt:

Outdoorschuhe unterscheiden sich jedoch nicht nur im Schaft, sondern auch in der Sohlenkonstruktion. Es gibt montierte und angespritzte Sohlen. Angespritzte Sohlen bestehen aus Polyurethan (PU) und werden in einem Arbeitsgang auf den Schaft des Schuhs angespritzt. Das funktioniert zügig und kostet wenig. Doch sind solche Konstruktionen oft sehr weich, nutzen sich schnell ab und können nicht wiederbesohlt werden. Montierte Sohlen bestehen dagegen aus mehreren Lagen. Sie verursachen höhere Produktionskosten, halten dafür aber länger und lassen sich beim Schuster günstig wiederbesohlen. Montierte Sohlen finden Sie vor allem an hochwertigen Wanderstiefeln sowie an vielen Trekking- und Bergstiefeln. Nur wenige, meist italienische Hersteller verpassen auch ihren flachen Hikingschuhen montierte Sohlen. Sind Sie sich über die Sohle im Klaren, machen Sie sich anschließend ein paar Gedanken zum Wetter. Erwarten Sie auf Ihrer Tour nur wolkenlosen Himmel, entscheiden Sie sich ruhig für einen Schuh ohne Funktionsmembran à la Gore-Tex. Er eignet sich auch für wechselhaftes Wetter, vorausgesetzt, Sie können Ihre Stiefel jeden Abend in einer festen Unterkunft trocknen. Auf Trails mit Zeltübernachtung hingegen erweisen sich Schuhe mit wasserdichter Funktionsmembran als bessere Wahl. Sie trocknen auch in der Zeltapsis relativ schnell und benötigen unterwegs keine Pflege. Wenn Sie wissen, welcher Schuh Ihren Wünschen entspricht, gehen Sie zur Anprobe in den Outdoorladen. Kaufen Sie Schuhe nur nach ausgiebigem Probetragen und geben Sie lieber ein paar Euro mehr für sie aus. Danach laufen Sie Ihre neu erworbenen Treter gründlich ein. Tragen Sie darin nur Funktionssocken! Ihre Füße werden es Ihnen danken. Wenn nicht sofort, dann spätestens nach der ersten Tour.

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