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Achtung Zecke! Infos zum Zeckenschutz

5 Tipps, wie Sie sich vor Zecken schützen

Ein Tag in der Natur ist wunderbar, nur die kleinen Plagegeister stören manchmal etwas. Während Stechmücken nur lästig sind, können Zecken gefährliche Krankheiten übertragen. Diese Tipps helfen Ihnen, sich zu schützen.

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Hochrisikogebiete kennen und mit Vorsicht betreten

OD Spaziergänger im Wald mit Zeckenwarnschild
www.zecken.de

Zecken lauern nicht überall gleichermaßen. Besonders im Süden der Republik wie in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sind sie sehr verbreitet und angriffslustig. Doch auch in Italien, Frankreich und Österreich treten die kleinen Sauger immer häufiger auf. Karten über das Verbreitungsgebiet finden sich im Internet unter www.zeckenwetter.de. Besonders wohl fühlen sich Zecken in der Nähe von Bächen und Wäldern, aber auch in kniehohem Gras, Sträuchern und Büschen. Dort warten sie auf einen Wirt, den sie über Wärme und Geruch wittern und an den sie sich anhängen. Dass Zecken sich von Bäumen fallen lassen, ist hingegen ein Gerücht.

OD Zecke - Gemeiner Holzbock
Flora & Fauna

Auf Tour die richtige Kleidung tragen

OD Zecke - Gemeiner Holzbock
James K. Lindsey

Tragen Sie lange Hosen sowie ein langärmeliges Hemd oder eine Softshelljacke, um den Blutsaugern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Günstig sind helle Farbtöne, hier entdeckt man die schwarzen Tiere am ehesten. Schuhe mit einem hohen Schaft erhöhen den Schutz vor den Eindringlingen, vor allem, wenn man die Hose mittels Gummiring am Schuhschaft fixiert. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie sich am Abend gründlich absuchen lassen. Zecken setzen sich gern an geschützten Stellen mit dünner Haut wie den Achsel- und Schambereich, den Kniekehlen und am Haaransatz fest.

Die Chemiekeule schwingen

OD Anti-Brumm Zecken Stop
Hermes Arzneimittel GmbH
Anti-Brumm Zecken Stop

Sprays und Lotionen mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) wehren Zecken am effektivsten ab. Es gibt sie in Konzentrationen von zirka 10 bis 50 Prozent. Je höher der DEET-Anteil, desto länger – nicht besser – wirkt das Mittel. Bei Kindern sollte der nicht ganz unumstrittene Inhaltsstoff vorsichtshalber nur in einer zehnprozentigen Lösung angewendet werden. Eine gute, meist verträglichere Alternative sind etwa Produkte mit dem Wirkstoff Bayrepel. Sie eignen sich bereits für Kinder ab zwei Jahren.

Den Störenfried schnell wieder los werden

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Baxter Deutschland GmbH

Hausmittelchen wie Öl, Klebstoff, Nagellack, Alkohol und Ähnliches töten zwar die Zecke, führen aber dazu, dass sie im Todeskampf noch mehr Krankheitserreger in den Körper absondert. Um den Blutsauger wieder zu entfernen, eignen sich am besten Zeckenzangen oder -karten. Letztere sind im praktischen Kreditkartenformat zu haben und hebeln die Zecke einfach aus der Haut. Praktisch: Die Anleitung steht auf der Rückseite. Es gibt sie im Internet bereits für unter fünf Euro: www.zecken-karte.de. Neu in der Apotheke: Die Zeckenschlinge Nymphia, die auch kleinste Zecken entfernt (siehe Bild).

Impfung gegen übertragbare Krankheiten

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Ein Zeckenbiss kann FSME (Frühsommer-Melingoenzephalitis) und Borreliose auslösen. Beobachten Sie daher nach dem Entfernen der Zecke die Einstichstelle. Bildet sich ein roter Kreis um den Zecken­biss oder treten grippeähnliche Symptome auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Eine Impfung gegen FSME ist zwar möglich, empfiehlt sich aber nur bei Menschen, die in einem Hochrisikogebiet wohnen und sehr häufig draußen aktiv sind (beispielsweise Jäger oder Hundehalter), denn die Vakzination kann zu schweren Komplikationen führen. Gegen Borreliose gibt es hingegen noch keine Impfung. Um so wichtiger sind eine schnelle Diagnose und eine fachgerechte Behandlung mit Antibiotika! Ist kein Arzt in der Nähe, können Sie mit dem Care Plus-Tick-Test (siehe Bild) unterwegs selbst testen ob die Zecke, die Sie gebissen hat, mit Borrelien infiziert wurde (B. garinii, B. afzelliien, B. burgdorferi sensu stricto). Ist der Test positiv, dann kann das Ergebnis dem Hausarzt gezeigt werden, um eine adäquate Behandlung mit Antibiotika zu erhalten.

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