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Stirnlampen im Test 2010

Helle Köpfchen: 8 LED-Stirnlampen im Test

LED-Stirnlampen werden von Jahr zu Jahr besser: kompakter, heller und sparsamer. Was die aktuelle Generation leistet, klärt der outdoor-Test von acht Modellen zwischen 30 und 60 Euro.

Ohne eine Stirnlampe geht heute kaum noch jemand auf Tour. Dafür ist sie viel zu praktisch. Falsch kalkuliert und in die Dunkelheit geraten? Kein Problem, die Stirnlampe leuchtet den Weg. Zeltaufbauen um Mitternacht? – Die Stirnlampe spendet das nötige Licht. Anschließend gemütlich im Schlafsack liegen und noch ein bisschen lesen? Klar, im Schein der Stirnlampe. Und das alles mit einem Mehrgewicht im Rucksack von nur rund 100 Gramm. So wenig wiegen aktuelle LED-Modelle, und sie sind dabei sehr kompakt und enorm leistungsstark.

Das Nachtleben revolutioniert

Die Licht emittierenden Dioden (LED) haben das Nachtleben von Wanderern und Bergsteigern geradezu revolutioniert: LED-Stirnlampen sind klein, leicht und brauchen nur wenig Batteriestrom. Waren sie ­anfangs nicht besonders hell, bohren neue ­Modelle beeindruckend große Löcher in die Dunkelheit. »LED werden Jahr für Jahr um zirka 20 Prozent heller«, erklärt Ralf Bühler, Vizepräsident beim führenden LED-Hersteller Cree. Rechnet man die Chipentwicklung dazu, sind »... Effizienzgewinne von 50 Prozent pro Jahr realistisch«, so Bühler. Zusammen mit den Fortschritten in der Akkutechnik übertreffen neue Stirnlampen die Performance ihrer Vorgänger markant! Zeit also für einen neuen Test: Zusammen mit den Kollegen vom klettern-Magazin rückte outdoor acht aktuellen Kompaktstirnlampen mit digitalen Lichtmessgeräten und Laserentfernungsmessgerät zu Leibe. Zusätzlich beurteilten die Tester Handling und Lichtkegel in der Praxis: beim Wandern, Trailrunning, Bergsteigen und Klettern genauso wie beim Karte­-studieren, Wegsuchen oder Zeltaufbauen.

Hohe Anforderungen

Um bei all den verschiedenen Akti­vitäten das passende Licht zu liefern, muss die Lampe also ­einerseits sehr weit leuchten, was einen stark fokussierten, hellen Lichtkegel erfordert, andererseits muss sie den Nahbereich gleichmäßig ausleuchten, wozu ein breitgefächertes, homogenes Licht nötig ist. Zum Lesen, Kartestudieren oder Kochen sollte sich die Lampe zudem stark dimmen lassen, damit sie nicht blendet und unnötig viel Batteriestrom verbraucht. Sparsamkeit ist oberstes Gebot, denn gerade die meisten Stirnlampen müssen mit Microzellen (AAA) auskommen – die nicht gerade zu den Energiebündeln zählen. Zieht die Lampe zu hastig am Stromspeicher, fällt dessen Spannung rasch ab. Die beeindruckende Anfangshelligkeit sinkt dadurch rapide unter Werte anderer Lampen, die dosierter an den Batterien ­nuckeln. So leuchtet die LED-Lenser H7 mit frischen Batterien fantastische 173 Meter weit, um nach vier Stunden mit 25 Metern zu den trübsten Lichtern im Test zu zählen.

Lampen, wollt ihr ewig leuchten?

Viele Testlampen gehen jedoch behutsam mit Batteriesaft um, sodass ihre Leistungsverluste im Zeitverlauf weniger dramatisch ausfallen – wichtig, wenn sie eine ganze Nacht viel Licht liefern sollen. In der kleinsten Stufe – die zum Lesen, Kochen oder Packen reicht – strahlen die meisten Testlampen sogar über 100 Stunden lang. Anders sieht‘s beim Betrieb mit Akkus aus. Im Test leuchteten viele Modelle damit zwar anfangs heller. Doch nach nur weni­gen Stunden fällt die Leuchtweite rasant ab, nach durch­schnittlich fünf Stunden ist Schluss. Nur Petzl und Princetontec tauchen den Weg und die Umgebung mit Akkus eine ganze Nacht lang in ausreichend helles Licht.

Was Stirnlampen können müssen

Eine gute LED-Lampe zeichnet sich allerdings nicht nur durch eine hohe Lichtausbeute und ein angenehmes Leuchtbild aus, sie überzeugt auch im Handling durch handschuhtaugliche Taster und eine logische Schaltreihenfolge der verschiedenen Helligkeitsstufen und Leuchtmodi. Außerdem sollte sie so konstruiert sein, dass sie sich beim Transport im Rucksack nicht selbst aktivieren kann, was etwa der Princetontec regelmäßig gelingt – zu Lasten der Batterie. Hilfreich ist auch ein Warnlicht, das zum baldigen Batteriewechsel mahnt, aber nur bei Petzl und Primus Standard ist. Ein angenehmer Sitz zählt ebenfalls zu den Tugenden guter Stirnlampen, und ein Rotlicht kann auch ganz nützlich sein: es blendet weniger. Zum einen die anderen Gäste auf der Hütte, wenn man nachts mal raus muss, zum anderen die eigenen Augen, wenn man im Dunkeln mal einen Blick auf die Karte riskiert.

Zwei Modelle bieten Höchstleistungen

Die meisten Lampen im Test liefern eine gute Leistung, zwei Modelle jedoch deutlich mehr: Black Diamond Cosmo und Petzl Tikka XP2. Die Tikka XP2 überzeugt auf ganzer Linie und kann sich sogar mit programmierbaren Akkus aufrüsten lassen – eine Lampe für ­alle Fälle! Sparfüchse und Leseratten greifen zur Cosmo. Sie leuchtet gedimmt über 250 Stunden lang und liefert auch sonst durchweg sehr gute Leistungen – für nur 30 Euro.

Rechts oben auf der Seite finden Sie wie gewohnt die einzelnen Produkttests.

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