Rofan, Tirol: Uferweg Achensee

​Romantische Seeidylle bietet das nur zu Fuß zugängliche Westufer des Achensees. Die eine Hälfte des Weges ist eine breite Flaniermeile mit Ruhebänken und Badestellen, die andere ein abenteuerlicher Felsensteig.

Tirol, Österreich Österreich

Länge 8,86 Kilometer
Dauer 02:27 Std.
Schwierigkeitsgrad leicht
Höhenunterschied 147 Meter
Höhenmeter absteigend 155 Meter
Tiefster Punkt 929 m ü. M.
Höchster Punkt 976 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Leichte Uferwanderung auf meist guten Wegen. Zwischen der Gaisalm und dem Nordende des Sees verläuft die Route als Felsensteig, Trittsicherheit nötig.




Anfahrt


Gebührenpflichtiger Parkplatz beim Fürstenhaus an der Seepromenade von Pertisau, von dort weiter mit dem Schiff nach Achenkirch.



Ausgangspunkt


Die Tour am Achenseeufer entlang startet an der Schiffsanlegestelle Scholastika bei Achenkirch.



Einkehr


Auf etwa halber Strecke des Westufers lädt die Gaisalm zur Einkehr ein. Sie bietet bodenständige Gerichte, hausgemachte Mehlspeisen und Kuchen an. Durch den Großbetrieb mit Selfservice geht etwas Flair verloren. Nichtsdestotrotz traumhafte Sonnenterrasse.



Beste Zeit


Am besten lässt sich die Tour am Achenseeufer entlang in den Monaten von Mai bis Oktober begehen.




Karte


Bewährt hat sich die Alpenvereinskarte Nummer 6 »Rofan«, Maßstab 1:25.000, Preis 9,80 Euro.




Infos


Allgemeine touristische Auskünfte erteilt der Tourismusverband Achensee unter Tel. 00 43/52 46/53 00-0, im Netz auf achensee.com





outdoor-Tipp


Ab einer Übernachtung bekommt man die AchenseeCard. Sie ermöglicht die kostenlose Benutzung der öffentlichen Busse, ermäßigte Fahrten mit dem Schiff, der Dampflok, den Seilbahnen und ermäßigten Eintritt in die Museen. Zwei Museen, Sixenhof in Achenkirch und Vitalberg in Pertisau, liegen an der Uferwanderroute.




Route


Tirols größter Badesee geizt nicht mit Reizen. Neun Kilometer lang und einen Kilometer breit, toben sich Segler und Surfer auf ihm aus, schätzen die Schwimmer das klare Nass in Trinkwasserqualität, das sich in den flacheren Bereichen im Sommer bis auf 22 Grad erwärmt.
An der türkisblauen Farbe, in der der Achensee mitunter leuchtet, kann man sich nicht sattsehen. Kein Wunder, dass die an seinem Ufer eingerichteten, bequemen Holzliegen so oft besetzt sind.
Das Idyll schlechthin stellt die Gaisalm dar, Europas einzige Alm, die auf dem Wasserweg erreichbar ist. Die meisten starten den Westuferweg in Pertisau. Da ist es sinnvoller, antizyklisch zu agieren und den Weg in Achenkirch zu beginnen. Aber nicht nur deshalb. Die Aussicht in der Gehrichtung von Nord nach Süd zeigt sich reizvoller. Außerdem meistert man den anspruchsvolleren Part dann, wenn man noch frisch ist. Von der Achenkirchner Schiffsanlegestelle am ehemaligen Hotel Scholastika nach Norden zum Fischerwirt, wo man dem Wegweiser Mariensteig/Pertisau folgt. Die Campinganlage wird dabei weitläufig umgangen. Man erreicht einen Waldgürtel, passiert das Gehöft Hinterwinkel, wo die Route im Bogen um eine Wiese schließlich zum See zieht und der Gaisalmsteig beginnt. Ein ständiges Auf und Ab, mal über künstliche Treppen, mal mit Drahtseil gesichert, an kleinen Wasserfällen vorbei zur Gaisalm (1:15 Std., 938 m). Die Fortsetzung nach Pertisau dann flach und bequem, dementsprechend frequentiert auch. Das letzte Drittel, ab Höhe des ehemaligen Marienstollens, nennt sich Uferweg Mariensteig.




09.03.2017
Autor: Iris Kürschner
© outdoor
Ausgabe 04/2017