Felssperrung Battert
Sperrung der Badener Wand im Battert

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Warum der Bruterfolg des Wanderfalken im Battert ausblieb, ist unklar. Die Badener Wand wurde fürs Klettern gesperrt, DAV und AKN protestieren.

Kletterwand im Battert
Foto: Jürgen Bergmann

Anfang November hat das Regierungspräsidium Karlsruhe die sofortige ganzjährige Sperrung der Badener Wand für den Klettersport verkündet. Die Vollsperrung ist für fünf Jahre ausgesprochen, allerdings sollen auch die Bohrhaken zurückgebaut werden. Der Arbeitskreis Klettern und Naturschutz Battert und Nordschwarzwald (AKN) hatten zu einer Demo aufgerufen, um gegen diese Maßnahme zu protestieren. Sie fand am Sonntag, den 27. November in Baden-Baden statt. Der Deutsche Alpenverein (DAV) kritisierte das Karlsruher Regierungspräsdium für die Sperrungsmaßnahme: "Wir sind in die Entscheidung nicht einbezogen worden", so DAV-Präsident Roland Stierle.

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So betonte der DAV, dass er "als zuständiger Fachverband für Bergsport und Naturschutz bei diesem Verfahren vollkommen außen vor" geblieben sei. Dabei setze der DAV seit vielen Jahren "erfolgreich Konzepte um, die Klettern und Naturschutz in Einklang bringen: An über 5000 Felsen in Deutschland kann geklettert werden, während sich die Population von Uhu und Wanderfalke stetig positiv entwickelt."

Der AKN stellt fest: "Eine Ausdehnung der Schutzzeit weit hinaus über die eigentliche sensible Brutphase bis zum Ausfliegen der Jungfalken im Juni/Juli ist naturschutzfachlich nicht notwendig und entspricht auch nicht dem landes- und bundesweit üblichen und mit den Kletterverbänden vereinbarten Vorgehen. Wir vermissen eine Abwägung von Naturschutzinteressen und Klettersportbelangen und sehen eine Vollsperrung als unverhältnismäßig an. Die vom Regierungspräsidium anhand der Anzahl der verbleibenden Kletterrouten im Battert begründete Verhältnismäßigkeit der Maßnahme, verkennt die tatsächlich gegebene herausragende kletterhistorische und alpinsportliche Bedeutung der Badener Wand.

Die Vorschläge von DAV und AKN Battert blieben bisher leider vom Regierungspräsidium Karlsruhe unberücksichtigt und mögliche Alternativen der Kletterverbände zur ganzjährigen Sperrung wurden fachlich nicht ausreichend und ernsthaft geprüft." Deshalb ist nun Protest wichtig.

Je mehr Menschen die Petition unterzeichnen, desto besser. Teilt und unterschreibt: Petition gegen Felsperrung Battert auf change.org

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