instructor-rodeln1 (jpg) Franz Scholz

Rodeln und Schlittenfahren

Rodeln: Eines der schönsten Wintervergnügen

Rodelausflüge gehören zu den unkomplizier­testen und schönsten Wintervergnügen. Mit etwas Fahrtechnik machen sie sogar noch mehr Spaß - der Instructor erklärt, wie es geht.

Bäuchlings auf den Schlitten, und ab geht die Post? Bloß nicht: Auf dem Bauch liegend kann man zum einen kaum bremsen, und zum anderen erhöht sich so das Risiko von Kopfverletzungen im Fall eines Zusammenstoßes beträchtlich. Wem die Grundposition (Punkt 3 unten) zu zahm geworden ist und wer dem Fahrtwind wenig Widerstand bieten möchte, legt sich stattdessen rücklings nach hinten (siehe Punkt 2). Bevor man das auf einer kilometerlangen Rodelbahn macht und mit bis zu 50 Stundenkilometern zwischen anderen Schlittenfahrern zu Tal braust, muss allerdings die Bremstechnik sitzen. Am besten übt man zunächst auf kurzen, nicht zu steilen und nicht so stark frequentierten Strecken.

Neben den normalen Bremsungen (siehe Punkt 4 und 5) bleibt im Notfall noch das kontrollierte Abspringen: Der Rodler lässt sich zur Seite fallen, dreht sich auf den Bauch und behält den Lenkriemen dabei nach Möglichkeit in der Hand, damit das Gerät nicht allein weiterfährt und verschwindet, kaputtgeht oder andere Menschen gefährdet.

Stichwort Sicherheit: Kinder sollten beim Rodeln unbedingt einen (Ski-)Helm tragen. Auch für Erwachsene empfiehlt sich der Kopfschutz, am besten kombiniert mit einer Brille, um trotz Fahrtwind klare Sicht zu behalten. Als sicherster Untersatz für das Fahren auf Naturbahnen gilt dank beweglicher Konstruktion und sehr guter Lenkbarkeit die Sportrodel.

Kurven fahren

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Franz Scholz

Die äußere Hand hält den Lenkriemen und zieht damit die innere Kufe an. Das innere Knie hebt man etwas an, das äußere Bein (Knöchelbereich) drückt gegen die äußere Kufe. In engen Kurven wird der innere Arm nach hinten ausgestreckt.

Liegeposition

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Franz Scholz

Sportliche Rodler lehnen sich nach hinten, so dass sie quasi auf dem Rodel liegen. Eine Hand fasst das Lenkerband, mit der anderen hält man sich am Schlitten fest. Wichtig: vor Kurven gegebenenfalls umgreifen, um lenken zu können.

Sitzposition

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Franz Scholz

Anfänger und gemütliche Fahrer sitzen meist aufrecht. Die Füße stehen auf den Kufen, die Hände halten den Lenkriemen. Auf längeren Geraden schont man die Beine, wenn man sie ausstreckt und dabei die Unterschenkel an den Kufen anlehnt.

Bremsen

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Franz Scholz

Zum Bremsen sitzt man aufrecht oder leicht nach hinten geneigt und drückt beide Füße mit der ganzen Schuhsohle dicht neben den Kufen in den Schnee. Wichtig: Schuhe mit viel Profil (zum Beispiel Trekkingschuhe) oder mit Rodelsohlen tragen.

Starkes Bremsen

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Franz Scholz

Will man besonders schnell abbremsen, zum Beispiel vor einem Hindernis, rutscht man auf der Sitzfläche etwas weiter nach hinten und hebt den Schlitten vorne an den Kufen an. Dadurch bremsen die Enden der Kufen.

Unfälle vermeiden

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Patrick Pigneter
Rodel-Profi Patrick Pigneter

Naturbahnrodel-Weltmeister Patrick Pigneter rät: Realistische Selbsteinschätzung verhindert Fehler und Unfälle. Viele Anfänger überschätzen ihre technischen Fähigkeiten und fahren zu schnell.

Wachs hilft

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Patrick Pigneter
Rodel-Profi Patrick Pigneter

Ein bisschen Wachs auf den Kufen macht die Rodel schneller. Grundsätzlich ist trockene Lagerung wichtig.

Technikkurse

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Patrick Pigneter
Rodel-Profi Patrick Pigneter

Technikkurse beim Verein "Sicher Rodeln" in Südtirol bringen schnelle Fortschritte. Infos. www.sicheresrodeln.com

Gute Rodel

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Hersteller

Gute Rodel zeichnen sich durch einfache Lenkbarkeit aus. Meist sind dies Holzrodel vom Rodelbauer. Preise beginnen bei 120 Euro.

Rodelfakten

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Hersteller

Länge: Über die Rodellänge entscheidet man anhand der Fahrergröße. Bei Freizeitrodeln gelten 115 Zentimeter als Normalgröße für ­Erwachsene.
Sitzfläche: Anders als bei Holzsitzen mit Zwischenräumen setzt sich an Kunststoffplane kein Schnee fest. Holmpolster dämpfen Stöße.
Konstruktion: Sportliche Modelle haben gummigelagerte Böcke. Sie sind so leichter lenkbar als Rodel mit verleimten Böcken.
Kufen: Angewinkelte Kufen ­machen einen Schlitten schnell und wendig. Bei dieser Rodel ­beträgt die Neigung 20 Grad.
Steuerung: Der Fahrer lenkt in erster Linie durch Gewichtsverlagerung nach links und rechts, aber der Lenkriemen unterstützt das Steuern.

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