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5 Tipps, wie Sie sich vor Bären schützen

Bären-Know-how

Ob Kaukasus oder Kanada, Alaska oder Appalachen: Bären gibt es in vielen Wanderregionen der Erde. Kein Grund, sie nicht zu bereisen! Mit dem richtigen Know-how kommen Sie mit Sicherheit entspannt ans Ziel.

1. Informationen einholen
Bevor Sie Ihre Wanderung starten, sollten Sie dem Ranger, der Nationalparkverwaltung oder Touristeninfo einen kurzen Besuch abstatten. Sie geben Auskunft über Vorkommen, eventuell auffällige Bären und sichere Campingplätze. An den Toren vieler amerikanischer Na­tionalparks können Sie dort auch gleich Bärenabwehrmittel und bärensichere Proviant­container ausleihen.

2. Aufmerksam bleiben
Bären gehen dem Menschen in der Regel aus dem Weg. Allerdings nur dann, wenn sie ihn rechtzeitig wahrnehmen. Werden Bären überrascht, weil plötzlich jemand um die Ecke biegt oder aus dem Unterholz bricht, können sie angreifen. Wanderungen sollten deshalb bevorzugt über offenes Gelände oder durch weite Flussbetten führen. Hier können Sie den Bär sehen, bevor er Sie wahrnimmt. Beachten Sie unterwegs die Windrichtung: Bei Gegenwind hat ein vor Ihnen laufender Bär keine Chance, Sie zu wittern. Erhöhte Vorsicht ist geboten in der Nähe von Kadavern und beerentragenden Büschen, da hier vielleicht gerade ein Bär frühstückt. Wandern Sie in der Gruppe, sollten Sie zusammenbleiben, sonst besteht die Gefahr, dass ein Bär inmitten der Gruppe auf den Weg tritt und sich "umzingelt" fühlt.

3. Krach machen
Vor allem dort, wo Bären schlecht auszumachen sind, also im Wald oder in verbuschtem Gelände, sollten Sie sich lautstark bemerkbar machen. Dann haben die zotteligen Tiere die Möglichkeit, Ihnen rechtzeitig aus dem Weg zu gehen. Je mehr Umgebungsgeräusche (zum Beispiel Bachrauschen), desto lauter müssen Sie sein. Singen Sie beim Wandern, unterhalten Sie sich, und binden Sie sich eine klappernde Stahltasse oder eine spezielle Bärenglocke an den Rucksack. Alles, was Krach macht, hilft – fast alles: So spricht sich die Verwaltung des Denali-Nationalparks in Alaska ausdrücklich gegen das Pfeifen aus: Bären könnten es als Schrei eines Beutetieres deuten.

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Bären gehen dem Menschen in der Regel aus dem Weg. Allerdings nur dann, wenn sie ihn rechtzeitig wahrnehmen.

4. Zeltplatz sichern
Sind Sie mit Zelt unterwegs, dürfen Sie nicht direkt davor kochen oder essen. Suchen Sie sich dafür lieber einen Platz in zirka 100 Metern Entfernung auf einer von allen Seiten einsehbaren Fläche. Auch zum Lebensmitteldepot sollte man 100 Meter Abstand halten.

"Errichten Sie am besten ein Dreieck mit je einer Ecke für Zelt, Kochstelle und Proviant", sagt der passionierte USA-Trekker Lars Schneider. Zum Proviant kommen auch Zahnpasta, Mückenmittel und Co., also "alles, was riecht". Am bes­ten in einen bärensicheren Foodcontainer und wasserdichten Sack packen und an einem stabilen Ast aufhängen; Abstand zum Stamm: drei Meter, zum Boden fünf Meter. Gibt´s keine Bäume, rät Schneider zum lärmgesicherten Proviantnest: Alles in Säcke zu einem Haufen stapeln und obendrauf Töpfe und Besteck legen. Macht sich ein Bär daran zu schaffen, kippt der Haufen mit Getöse um und schlägt ihn so in die Flucht.

Wichtig: Nichts Riechendes mit ins Zelt nehmen, auch keine verpackten Lebensmittel. Kleidung, die Sie beim Kochen getragen haben, muss ebenfalls draußen bleiben.

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5. Aug in Aug mit dem Bär
Nähert sich ein Bär, nicht weglaufen! Reden Sie ihn mit ruhiger Stimme an, schauen Sie ihm in die Augen, und bewegen Sie langsam die Arme über den Kopf, so dass der Bär Sie als Mensch wahrnimmt. Gehen Sie langsam rückwärts.

Greift ein Grizzly an, Rucksack auflassen, hinlegen, Hände an Hinterkopf und Nacken und tot stellen. Greift ein Schwarzbär an, mit aller Kraft verteidigen. Übrigens: Von Pfefferspray raten die Experten ab. Besser: eine laute Drucklufttröte.

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