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OD Rucksack Bach Big Cheese XL
OD Rucksack Berghaus Sentinel 45
OD Rucksack Black Diamond Sphynx 42
OD Rucksack Camp Campack M5 22 Bilder

22 Touren-Rucksäcke im Test

Tragende Teile - 22 Touren-Rucksäcke im Test

Tourenrucksäcke mit einem Volumen von 30 bis 50 Litern sind die idealen Begleiter auf Wochenend-, Hütten- und Hochtouren. 22 Modelle hat outdoor getestet.

Die ersten Bergsteiger hatten es schwer. Ihre Rucksäcke waren schmucklose Beutel aus grobem Leinen, an denen dünne Riemen aus nacktem Leder baumelten. Gefertigt, um darin Dinge über Berge zu tragen, nicht mehr, nicht weniger. Tragekomfort spielte keine Rolle, schließlich zogen nur Hartgesottene ins Gebirge. Es galt, die Unbilden der Natur und Folgen übler Ausrüstung zu ertragen. Noch vor 15 Jahren sah man diese gekrümmten Gestalten mit ausgeblichenen Rucksäcken durchs Geröll humpeln.

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Heute ereilt die Qual den Bergwanderer seltener in den Bergen als vielmehr im heimischen Sportgeschäft. Dort steht er meist ratlos vor einer Batterie von Tourenrucksäcken, alle zwischen 30 und 50 Liter groß und somit prinzipiell geeignet für Berg- und Wochenendtouren. Doch welchen nehmen?

Um die Qual der Wahl zu erleichtern, hat outdoor von allen namhaften Herstellern die aktuellen Top-Tourenrucksäcke der Saison getestet. 22 Modelle von 20 Marken traten somit gegen­einander an. Sie kosten zwischen 100 und 250 Euro und fassen grob 30 bis 50 Liter. Das reicht für ausgedehnte Tagestouren mit feudalem Picknick genauso wie für knackige Bergtouren mit Hüttenübernachtung, Puristen gar für einwöchige Alpentreks mit Zelt und Schlafsack.

Weitere Infos zu Rucksäcken:

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OD Rucksack Kleinwalsertal
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Die Rucksäcke dieses Tests im Detail:

OD Rucksack Arc‘teryx Khamsin 50
Trekkingrucksäcke
OD Rucksack Lowe Alpine Crossvent 35+5
Tagesrucksäcke
OD Rucksack Mammut Granit 40
Tagesrucksäcke
OD Rucksack Millet Elevation 40
Trekkingrucksäcke
OD Rucksack Mtn. Hardwear Trad
Tagesrucksäcke
OD Rucksack Osprey Exos 46
Tagesrucksäcke
OD Rucksack Salewa Pure 30 Pro
Tagesrucksäcke
OD Rucksack Tatonka Alpine Ridge 35
Tagesrucksäcke
OD Rucksack The North Face Spire 40
Tagesrucksäcke
OD Rucksack Vaude Bavella 40
Tagesrucksäcke
OD Rucksack Lightwave Fastpack 50
Trekkingrucksäcke
OD Rucksack Jack Wolfskin Cross Terra 40
Tagesrucksäcke
OD Rucksack Bach Big Cheese XL
Trekkingrucksäcke
OD Rucksack Berghaus Sentinel 45
Trekkingrucksäcke
OD Rucksack Black Diamond Sphynx 42
Trekkingrucksäcke
OD Rucksack Camp Campack M5
Tagesrucksäcke
OD Rucksack Crux AK 47 x
Trekkingrucksäcke
OD Rucksack Deuter ACT Lite 35+10 SL
Trekkingrucksäcke
OD Rucksack Deuter ACT Lite 40+10
Trekkingrucksäcke
OD Rucksack Gregory Alpinisto 50
Trekkingrucksäcke
OD Rucksack Haglöfs Matrix 30
Tagesrucksäcke
OD Rucksack Vaude Asymmetric 40
Tagesrucksäcke

Praxistaugliche Testkriterien: Packvolumen, Tragekomfort, Handling und Ausstattung

Auf die Größenangaben der Hersteller ist allerdings nicht immer Verlass, weshalb outdoor den Stauraum der Testrucksäcke selbst misst. So passen zum Beispiel in den Vaude Bavella 40 nur 35 Liter, in den Camp Campack 50 sogar nur 40 Liter. Auch das Gewicht der Rucksäcke ermittelt outdoor selbst, und zwar zweimal: in Vollausstattung und abgespeckt, denn bei vielen Modellen lassen sich Regenhülle, Deckeltasche, Rückenplatte und Hüftgurt entfernen – ideal, um von der Hütte aus Tagestouren auf Klettersteige oder steile Berge zu wagen. Dabei bringt jedes gesparte Gramm mehr Schnelligkeit, Wendigkeit und somit mehr Sicherheit. Auch kommt man ohne Hüftgurt besser an den bei Klettersteig- und Hochtouren obligatorischen Klettergurt – ein weiteres Sicherheitsplus! Der durch die Demontage eingeschränkte Tragekomfort fällt dabei kaum auf, da Schlafsack, Buch und Ersatzklamotten auf der Hütte parken und Seil sowie Klettersachen im Einsatz sind – im Rucksack also kaum noch etwas bleibt, das ins Gewicht fällt.

Trekkingrucksäcke
Gute Tourenrucksäcke sitzen rückennah und sind flexibel.

Besser tragen - Tipps zum Rucksack-Einstellen

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Nach den Messungen prüfte outdoor den Tragekomfort – das wichtigste Kriterium bei Tourenrucksäcken. Dafür wurden alle Rucksäcke exakt gleich beladen: Schweres nah an den Rücken, Leichtes weiter nach außen. Rucksäcke um 50 Liter Größe wurden dabei mit 16 Kilo beladen, Modelle um 40 Liter mit 13 und die 30-Liter-Rucksäcke mit 10 Kilo. Mehr Gewicht ist bei üblichem Tourengepäck kaum machbar.

So beladen, mussten die Kandidaten auf zig Wanderungen im Mittelgebirge und Voralpenland zeigen, wie gut sie die Last auf Beckenkamm, Rücken und Schultern übertragen, wie komfortabel sie anliegen und wie viel Luft sie zur Kühlung an den Rücken lassen. Im einfachen Klettergelände prüfte das Team zudem die Kontrollierbarkeit, also den sicheren, schaukel- und schlackerfreien Sitz der Rucksäcke sowie ihre Bewegungsfreiheit und Flexibilität: Sitzt der Rucksack steif wie ein Brett am Rücken (Arc‘teryx) oder macht er die Bewegungen des Körpers eins zu eins mit (Crux, Gregory, Lowe Alpine, Mammut)?

Auch Handling und Ausstattung standen auf dem Prüfstand. Klar, vieles hängt hier von persönlichen Vorlieben ab. Doch eine Deckeltasche für Karte, GPS-Gerät, Stirnlampe und Riegel ist Pflicht, auch Kompressionsriemen sind ein Muss. Sie helfen, den Packsack nah an den Körper zu ziehen. Außerdem sollte der Rucksack Nässe abhalten, entweder durch einen wasserdichten Innensack (Berghaus), durch abgeklebte Nähte (Crux, Lightwave) oder mittels Regenhülle, wie bei den Deuter- und Vaude-Modellen sowie bei Jack Wolfskin, Millet und Tatonka.

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22 Rucksäcke im Test - Die Details

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Gute Rucksäcke fallen auch in Pausen nicht zur Last.

Zwischenfälle gab es während des Tests nur einen: beim Salewa Pure 30 Pro rissen einige Nähte des Packsacks auf und die Skihalterung ab – auf Bergtour fatal! Unglücklich auch die falsch angenähten Lastkontrollriemen des sonst guten Berghaus-Modells. Mit ihnen lässt sich das Gewicht nicht nah an den Körper bringen, so dass er schon mit wenig Ladung nach hinten zieht und auf den Schultern lastet. Auch das Camp-Modell trägt sich nicht sehr komfortabel, nimmt kaum Last von den Schultern und drückt, nicht optimal gepackt, in den Rücken.

Die übrigen 19 Rucksäcke sind jedoch durchweg empfehlenswert, wenn auch nicht für jede Tour gleich gut geeignet. Wanderer, die einen komfortablen Rucksack für Hüttentouren und Wanderungen im Mittelgebirge suchen, sollten zum Lowe Alpine (130 Euro) oder Osprey (180 Euro) greifen. Beide sorgen dank Abstandsnetz am Rücken für trockene T-Shirts und erstklassigen Tragekomfort bei maximal 12 Kilo Last. Wer mehr Gepäck mitnimmt, greift am besten zum Vaude Asymmetric 40 bzw. dem Damenmodell Bavella 40 (110 Euro). Mit diesen Rucksäcken tragen sich selbst 18 Kilo sehr bequem, allerdings sind sie nicht so gut belüftet wie die Modelle von Lowe Alpine und Osprey.

Alpentrekker, die mit Zelt und Schlafsack über die Berge wollen, brauchen vor allem einen großen, leichten Rucksack mit guten Trageeigenschaften bei starker Beladung. Prädestiniert dafür ist der Lightwave Fastpack 50 (135 €). Er fasst 51 Liter, wiegt 1,2 Kilo und trägt sich bis 16 Kilo sehr bequem. Fein: Abgeklebte Nähte halten bei Schauerwetter Nässe ab. Auch der Black Diamond Sphynx 42 (130 €, 43 l, 1,4 kg) eignet sich gut für Treks; zumal sein robustes Material selbst rüden Felskontakt verzeiht.

Für steile Wände und wilde Bergtouren muss ein Rucksack perfekt sitzen, die Last nah an den Rücken bringen und wenig wiegen. Ideal: Crux AK 47 x (200 €) und Gregory Alpinisto 50 (170 €). Beide eignen sich dank üppigem Stauraum auch für Bergtouren mit Bergsteiger- und Biwakausrüstung. Der Gregory enthält sogar eine Biwakmatte, er quillt fast über vor Details. Der Crux wiegt dafür nur 1,2 Kilo und lässt sich bis auf 890 Gramm abspecken – bei 51 Liter Volumen, robustem Material und fast wasserdichtem Packsack! Wer so viel Stauraum nicht braucht und einen günstigen Rucksack für Kletter(steig)-, Hoch- und Wandertouren sucht, findet im Mammut Granit 40 (100 €) den absoluten Traumpartner.

Sie wollen sich nicht festlegen, brauchen einen Allrounder für die Berge? Einen gut belüfteten, komfortablen und laststabilen Rucksack für alle Outdoor-Spielarten in den Bergen? Dann greifen Sie zum Deuter ACT Lite 40+10 (130 €) oder seinem schmalen Pendant, dem ACT Lite 35+10 SL (120 €). In der Summe ihrer Eigenschaft sind sie unschlagbar – und vom lederriemenbestückten Leinenrucksack so weit entfernt, wie ein S-Klasse-Mercedes vom Pferdekarren.

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Der optimale Tourenrucksack für die Berge

1. Deckeltasche
Eine mit Reißverschluss verschließbare Deckeltasche darf bei keinem Rucksack fehlen. Sie sollte groß genug sein für Karte, GPS-Gerät, Müsliriegel, Sonnenbrille und Co. und eine gut zugängliche Reißverschlussöffnung besitzen.

2. Tragesystem
Ein in den Rucksack integriertes Aluminiumgestell (Rahmen oder Streben) sorgt für die korrekte Lastübertragung auf Rücken und Beckenkamm. Modelle ohne Alu­strebe oder -rahmen bieten in der Regel nur eingeschränkten Tragekomfort. Tipp: Fragen Sie im Laden, ob sich Alustrebe bzw. -gestell an die Rückenfom anpassen lässt – das sorgt für perfekten Sitz.

3. Kompressionsriemen
3. Mit ihnen drückt man den Rucksackinhalt fest Richtung Körper – das verbessert den Sitz. Mit diagonal verlaufenden Riemen gelingt dies besonders effizient.

4. Pickelhalterung
Für Hochtouren sollte ein Rucksack zwei funktionelle Pickelhalterungen besitzen. Prüfen Sie das Handling und den Sitz der Pickel vor dem Kauf im Laden!

5. Material
Auf Bergtouren muss ein Rucksack einiges aushalten. Besonders robuste Materialien (im Test bei Bach, Crux, Mammut, Mtn. Hardwear) sorgen für ein langes Rucksackleben. Vor allem der Bodenstoff sollte aus grobem Polyamid bestehen – am besten doppellagig.

6. Hüftgurt
Er sorgt für die Lastübertragung auf den Beckenkamm. Optimal prüfen Sie seine Passform mit beladenem Rucksack! Praktisch: Modelle mit abnehmbarem Hüftgurt.

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