Top-Ten Trekkingrucksäcke aus den outdoor-Tests
Die zehn besten Trekkingrucksäcke

Wer mit Zelt und Schlafsack auf Wandertour geht, braucht einen geräumigen Rucksack. Die besten Trekkingrucksäcke aus unseren Tests hier + viele weitere Tipps.

Wildnis-Trekking im Sarek 26
Foto: Boris Gnielka
In diesem Artikel:
  • Wie groß muss ein Trekkingrucksack sein?
  • Welcher Rucksack für welche Tour?
  • Rucksackkauf: Probieren geht über Studieren
  • Top-10: Trekkingrucksäcke aus unseren Tests
  • Welchen Trekkingrucksack nehmen?

Wie groß muss ein Trekkingrucksack sein?

Trekkingrucksäcke eignen sich besonders auf Reisen, Mehrtagestouren mit Zelt und Wildnis-Treks fernab der Zivilisation mit viel Gepäck. Volumen: 55 bis 100 Liter.

Welcher Rucksack für welche Tour?

Nur mit einem guten Trekkingrucksack lassen sich Ausrüstung und Verpflegung für Mehrtagestouren bequem transportieren. "Das Fassungsvermögen richtet sich nach der Dauer des Treks", sagt Rucksackprofi Boris Gnielka. 70 Liter reichen für rund eine Woche, wer noch länger unterwegs ist, braucht 80 bis 90 Liter. Für Dreiwochentouren sollten es sogar über 100 Liter sein.

Rucksackkauf: Probieren geht über Studieren

Selbst der beste Rucksack drückt auf die Schultern, wenn er nicht richtig passt. "Einen Trekkingrucksack sollte man daher erst nach ausgiebigem Probetragen kaufen", rät Gnielka. Beladet ihn dabei mit dem Gewicht, das ihr später auf Tour schleppen müsst. Mit welcher Last der Rucksack klarkommen sollte, richtet sich nicht nur nach der Länge des Treks, sondern hängt auch davon ab, wie viel eure übrige Ausrüstung wiegt. Und ob man unterwegs Verpflegung nachkaufen kann.

Hier einige Werte zur Orientierung: Für Touren bis zu einer Woche sollte ein Rucksack mit 20 Kilo Beladung komfortabel sein. Dauert der Trek dagegen länger als zwei Wochen, muss das Tragesystem auch 30 Kilo und mehr wegstecken. Die elf Top-Rucksäcke aus den OUTDOOR-Praxistests präsentieren wir euch hier:

Top-10: Trekkingrucksäcke aus unseren Tests

Gregory Baltoro 75

Gregory Baltoro Rucksack
Gregory
Auch in der neuesten Version gehört der Gregory Baltoro zu den besten Trekkingrucksäcken – perfekt für ausgedehnte Wildnistreks.

Gregory spendierte seinem Trekkingklassiker 2022 ein Facelift – mit Erfolg, denn der aktuelle Baltoro trägt sich mit bis zu 25 Kilo Beladung traumhaft komfortabel. Das ist weniger als beim Vorgänger, reicht heute aber durch die immer leichtere Ausrüstung für längere Treks aus. Das Tragesystem liegt weicher und luftiger an als früher, durch antibakterielle Fasern müffeln die Polster weniger. Auch neu: der Packsack aus Recycelstoff.

Lowe Alpine Manaslu 65:85L

Lowe Alpine Manaslu 65:80L Trekkingrucksack
Rab / Lowe Alpine
Mit dem Manaslu trifft Lowe Alpine ins Schwarze. Durch das große Volumen und die hohe Lastkapazität eignet er sich vor allem für lange Treks.

Dem Lowe Alpine Manaslu gelingt das Kunststück, dass du das Gewicht im Rucksack vergisst. Das Tragesystem liegt satt an und verteilt die Last vor allem auf den hinteren Beckenkamm und den Rücken – das entlastet Schultern und Hüften. Außerdem lassen der schmale, flexible Hüftgurt und die Schulterträger Bewegungsfreiheit. In Sachen Ausstattung bietet der Manaslu alles, was du auf Trekkingtouren brauchst.

Deuter Aircontact Core 50+10

Trekking Special 02/202: Deuter Aircontact Core 50+10
Deuter
Stehen Kurztrips mit Zelt oder Hüttenwanderungen mit üppigem Gepäck auf dem Programm, ist der Deuter Aircontact Core 50+10 ideal.

Deutschlands meistverkaufte Trekkingrucksacklinie wurde für 2022 überarbeitet. Die mittlere Größe, den Aircontact Core 50+10, konnten wir schon testen. Er bietet genügend Volumen für ausgedehnte Hüttentreks oder Wochenendtouren mit Zelt, wiegt recht wenig und ist robust. Das sehr bequeme Tragesystem verbindet eine für diese Größe ideale Lastübertragung mit sicherem Sitz, Flexibilität und sehr guter Belüftung.

Deuter Aircontact 50+10 SL (Damen)

Deuter Aircontact 50+10 SL Trekkingrucksack Damen
Deuter
Eine Nummer kleiner: der Damenrucksack Deuter Aircontact 50+10 SL. Auch er bietet ausreichend Volumen für Zelttouren bis zu einer Woche oder ausgedehnte Hüttentreks.

Der Aircontact 55+10 SL bietet ausreichend Volumen für Zelttouren bis zu einer Woche oder ausgedehnte Hüttentreks, die Lastobergrenze von 17 Kilo reicht für diesen Einsatzbereich aus. Außerdem liegt der Rucksack sicher an und trägt sich dank des flexiblen Drahtrahmens und nicht zu wuchtiger Gurte auch mit wenig Gepäck angenehm flexibel.

  • Preis: 250 Euro
  • Gewicht: 2220 g
  • Testurteil: Sehr gut (2021)

Mystery Ranch Terraframe 65

Mystery Ranch Terraframe 65 Rucksack
Mystery Ranch
Für den Transport schwerster oder sperriger Lasten gibt es derzeit keinen geeigneteren Trekkingrucksack als den Mystery Ranch Terraframe 65.

Von unserer Redaktion zum "Besten Rucksack 2020" gekürt: Der Mystery Ranch Terraframe 65. Er ließ sich auf unseren Trekkingtouren selbst noch mit über 40 Kilo Gepäck tragen, lag angenehm und kontrolliert am Rücken an und verlagerte einen Großteil des Gewichts auf den hinteren Beckenkamm. Sein flexibler Karbonrahmen lässt viel Bewegungsfreiheit. Praktisch: Sperriges und Schweres wie große Expeditionszelte, Packrafts, Holz oder Transportboxen kann man zwischen Packsack (64 l) und Rahmen unterbringen.

Gregory Katmai

Trekking Spezial 02/2021: Gregory Katmai/Kalmia
Gregory
Gregorys Trekkingrucksack Katmai 65 (Damenversion: Kalmia 60) bietet bis 20 Kilo Beladung traumhaft viel Komfort.

Trekkingrucksäcke mit Netzrücken besitzen Seltenheitswert, weil dieser Tragesystemtyp bei Lasten über 15 Kilo in der Regel ans Limit kommt. Gregory gelingt als zweitem Hersteller das Kunststück, mehr herauszuholen: der neue Katmai bietet bis zu 20 Kilo Beladung traumhaft viel Komfort. Hüftgurtpolsterung und Rücken bestehen aus einem Stück luftigem Netz, das sich wie eine zweite Haut anschmiegt, aber nicht einengt und den Druck sehr gleichmäßig verteilt. Auch die Ausstattung stimmt: Zweikammerpacksack mit geräumiger Fronttasche (6 l) und -fach, großer Seitenzugriff, verstaubarer Trinkflaschenhalter, Hüftgurttäschchen.

Gregory Kalmia 60 (Damen)

Trekking Spezial 02/2021: Gregory Katmai/Kalmia
Gregory
Frauen können beim Kalmia zwischen einer 50 und 60 Liter-Variante und den Farben Bordeaux Red sowie Equinox Grey wählen.

Die Damenversion Kalmia von Gregory überzeugt auf ganzer Linie. Die Bewegungsfreiheit in der Hüfte ist gut. Außerdem hievt der geringe Abstand zum Rücken die Lastkontrolle auf das Niveau guter Körperkontaktmodelle – ohne dass die Belüftung leidet. Außerdem bietet der Rucksack viel Komfort und eine klasse Aufteilung. Der abnehmbare Deckel (6 l) gefällt zudem mit einer langen Zipöffnung.

Exped Thunder 70

OD 0218 Exped Thunder 70 Trekkingrucksack Leichtgewicht Leichtausrüstung
Exped
Der Exped Thunder 70 bringt gerade mal 1,6 Kilo auf die Waage – und fasst mehr als angegeben: 81 Liter.

Trekkingrucksäcke mit einem Fassungsvermögen von 70 Liter wiegen oft deutlich über zwei Kilo, manchmal auch über drei. Der Exped Thunder 70 bringt gerade mal 1580 Gramm auf die Waage – und fasst mehr als angegeben: 81 Liter. Außerdem glänzt er mit hoher Strapazierfähigkeit und praktischer Ausstattung. Er lässt sich äußerst bequem und bewegungsfreundlich tragen – zumindest bis zu einer Last von 25 Kilo. Bei mehr hört der Spaß ohnehin auf.

Bach Specialist 75

Die zehn besten Trekkingrucksäcke
Bach
Der ultrasolide Bach Specialist zählt schon seit Jahren zur Crème de la Crème unter den Trekkingrucksäcken. Ein perfekter Rucksack für Wildnistouren.

Frisch überarbeitet zählt der ultrasolide Bach Specialist auch weiterhin zur Crème de la Crème unter den Trekkingrucksäcken und eignet sich perfekt für Wildnistouren. Er überträgt Lasten bis zu 25 Kilo angenehm gleichermaßen auf Hüfte und Rücken. Zudem besitzt er eine top Polsterung und kommt mit einer guten Aufteilung. Die Meshtasche vorne ist ideal (4 l) zum Trocknen von Ausrüstung. Insgesamt bietet dieser Trekkingrucksack von Bach 75 Liter Volumen für Gepäck.

  • Preis: 320 Euro
  • Gewicht: 2760 g
  • Testurteil: Überragend (2019)

Osprey Aether Plus

Trekking Spezial 02/2021: Osprey Aether Plus 85 Trekkingrucksack
Osprey
Der Aether 85 Plus (Damenversion: Ariel Plus) ist ein echter Schwerlastrucksack. Er trägt sich bis 27 Kilo Beladung bequem, liegt satt an und verteilt das Gewicht schön gleichmäßig.

In den Siebzigern als kleine Rucksackschmiede in Colorado gegründet, ist Osprey heute der angesagteste Outdoor-Rucksackhersteller weltweit. Mit dem Aether 85 Plus (Damenversion: Ariel Plus) ergänzt der Weltmarktführer seine Bestseller-Linie um ein Schwerlastmodell. Er trägt sich bis 27 Kilo Beladung bequem, liegt satt an und verteilt das Gewicht schön gleichmäßig auf Beckenkamm, Lendenbereich und Rücken. Die Belüftung funktioniert gut. Der abnehmbare Deckel (9 l) lässt sich zum kleinen Daypack (18 l) ummodeln, der Zweikammerpacksack mit großer Frontöffnung bietet je zwei Fronttaschen (je 3 l) und seitliche Flaschenhalter. Außerdem lässt sich der Rucksack effektiv komprimieren. Die Hüftgurtpolster sind in der Länge und im Neigungswinkelvverstellbar. Umweltfreundlich: das Bluesign-zertifizierte Material.

Welchen Trekkingrucksack nehmen?

Die Qualitätsunterschiede bei Trekkingrucksäcken können riesig sein: »Spitzenmodelle fühlen sich mit über 20 Kilo leichter an als mittelmäßige mit 15«, sagt Ausrüstungsredakteur Frank Wacker. So viel Gewicht kommt schnell zusammen, wenn neben Zelt, Schlafsack, Isomatte und Kocher auch noch der Brennstoff und die Verpflegung für ein bis zwei Wochen transportiert werden müssen.

Lastkapazität für bis zu zehn Tage boten in unseren Tests vor allem die Trekkingrucksack-Modelle von Deuter (250 €) und Thule (250 €). Der Mystery Ranch Terraframe 65 (480 €) und Bach Specialist 75 (320 €) schließlich tragen sich noch angenehmer als die Konkurrenz. Außerdem eignet sich der Bach Specialist durch sein üppiges Volumen (86 l) auch für Wildnistrips von über zwei Wochen.

Falsch gepackt, zieht allerdings selbst der beste Rucksack an den Schultern. Schwere, kompakte Gegenstände (Brennstoff, Müsli, Riegel, Nüsse, Schokolade) gehören nah an den Rücken und werden mit leichteren Sachen (Kleidung, Tütenessen) davor stabilisiert. Was tagsüber benötigt wird, kommt in Außentaschen oder ins Deckelfach. Auch wasserdichte Leichtpacksäcke in mehreren Farben sind empfehlenswert: Sie schützen vor Nässe und schaffen Ordnung.

Viele weitere Tipps und Trekkingrucksäcke aus unseren Tests der letzten Jahre findet ihr in den Artikeln weiter unten auf dieser Seite:

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04 / 2023

Erscheinungsdatum 07.03.2023