Von der Schwägalp auf den Säntis

Viele Wege führen auf den Säntis. Der direkteste ist der von der Schwägalp (1.350 m) hinauf an die 2.502 Meter hohe Spitze. Wer mag, kombiniert die Tour mit einer Übernachtung auf der gemütlichen Tierwis-Hütte.

Appenzeller Land, Schweiz Schweiz

Foto: Appenzellerland Tourismus AI
Länge 3,77 Kilometer
Dauer 04:23 Std.
Höhenunterschied 1154 Meter
Höhenmeter absteigend 65 Meter
Tiefster Punkt 1327 m ü. M.
Höchster Punkt 2459 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Eine technisch relativ leichte Bergtour, bei der man aber auf kurzer Strecke viele Höhenmeter zurücklegen muss – da ist Kondition gefragt. Im ersten Abschnitt zur Musfalle gibt es steile Passagen, die man dank Drahtseilsicherung leicht überwindet.

Anfahrt
Mit Bus und Bahn: Von Appenzell aus mit dem Zug nach Urnäsch. Von dort den Bus 79177 bis zur Haltestelle Schwägalp nehmen. Mit dem Auto einfach bis zur Talstation fahren.

Ausgangspunkt
Schwägalp (1350 m)

Einkehr/Übernachtung
Berggasthaus Tierwis, Tel. 00 41/71/3641235, www.tierwis.ch; Berggasthaus Alter Säntis, Tel. 00 41/71/7991160, www.altersaentis.ch

Beste Zeit
Von Mai bis September.

Karte
Wanderkarte Appenzell, Toggenburg – St. Gallen – Säntis, swisstopo, 1 : 50000, 11,90 Euro; Wanderkarte Appenzeller Land, Appenzeller Verlag, 1 : 25000, 38 CHF, über das Tourismusbüro Appenzell erhältlich.

Info
Appenzellerland Tourismus AI, CH-9050 Appenzell, Tel. 00 41/71/7 88 96 41, Fax 0041/71/7889649, info@appenzell.ch, www.appenzell.ch

Buchtipp
Wanderführer Appenzeller Land, Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen, Helmut Dumler, Bergverlag Rother, 11,90 Euro; Wanderführer Glarnerland, Walensee – Obertoggenburg – Flumser Berge, Ulrich Tubbesing, Rother Bergverlag, 12,90 Euro.

outdoor-Tipp
Am besten übernachtet man auf der Tierwis-Hütte und nimmt morgens die Schwebebahn zurück zur Schwägalp.

Route
Der Anstieg auf den Säntis beginnt 400 Meter südwestlich der Talstation Schwägalp der Schwebebahn. Ab den Gmeinen-Wisen windet sich der Pfad steil hinauf zur Felsbastion Musfalle. Keine Angst: Alpine Bergsteigerkünste sind nicht nötig. Dank einer guten Drahtseilsicherung ist die Musfalle sehr gut zu erreichen. Im Anschluss führt der Weg weiter über ein breites Gras- und Geröllband, dann wandert man eine Zeit entlang einer Felswand. Sobald die Spitzkehre Ellbogen erreicht ist, fängt der Weg an, wieder steiler aufwärts zu führen. Über Stufen und Tritte gelangt man zum traditionsreichen Berggasthaus Tierwis. Hier können Wanderer, die zum Beispiel erst nachmittags losgelaufen sind, einkehren, einen tollen Sonnenuntergang genießen und die Nacht verbringen. Morgens geht es nach dem Frühstück dann weiter in Richtung Gipfel. Zum großen Karrenfeld aufsteigen, den Markierungen folgen, die zwischen Trichtern und Spalten hindurch zum Fuß des Hangs unter dem Girensattel und auf den Grat selbst führen. Man passiert die Blauschneelücke und hält sich rechts. Über den Himmelsleiterli genannten Klettersteig, eine Felsentreppe, zum Mehrzweckgebäude auf dem Säntisgipfel. Von hier kann man mit der Säntisbahn (Informationen www.saentisbahn.ch) wieder ins Tal auf die Schwägalp hinabschweben.

25.06.2013
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Ausgabe 10/2011