Bushcraft: Ohne Essen, Zelt & Streichhölzer in den Wald

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Foto: Ben Wiesenfarth Survival - Überleben in der Wildnis

Survival skills - Feuer machen - Schritt 1

Zunächst muss für Anzündmaterial gesorgt werden: An jungen Laubbäumen finden sich oft auch noch im Frühling pulvertrockene Blätter.

Feuer machen - Schritt 2

Der Untergrund muss vorbereitet werden: Eine windgeschützte Mulde wird mit Ästen ausgelegt, ein Stapel schützt zusätzlich vor Wind.

Feuer machen - Schritt 3

Trockenes Kiefernreisig dient als Zundermaterial. Am besten man sortiert es in drei verschiedenen Stärken. Erst dann gibt man Funken auf das Nest aus Blättern (z.B. mit Hilfe eines Feuerstartersets).

Feuer machen - Schritt 4

Wenn die erste Flamme züngelt, wird sie mit dem bereitliegenden Holz genährt.

Survival skills - Trinkgefäß bauen - Schritt 1

Harz und Rinde müssen beschafft werden.

Trinkgefäß bauen - Schritt 2

Die Rinde zu einem Gefäß formen und dann mit vorher geschnitzten Astklammern fixieren.

Trinkgefäß bauen - Schritt 3

Harz auf einem heißen Stein schmelzen.

Trinkgefäß bauen - Schritt 4

Harz mit einem Spatel in die Fugen kleben.

Trinkgefäß bauen - Schritt 5

Wasser holen.

Trinkgefäß bauen- Schritt 6

Mit heißen Steinen auf über 80 Grad erhitzen.

Trinkgefäß bauen - Schritt 7

Das Wasser abkühlen lassen und trinken.

Weitere nützliche Bushcraft-Skills

Vorausgesetzt, es finden sich genügend Äste und ausreichend Laub, kann man ganz ohne Werkzeug in wenigen Stunden eine solide Notunterkunft errichten, die selbst ergiebigen Regengüssen standhält.

Weitere nützliche Bushcraft-Skills

Gekordelt oder geflochten dienen Binsenhalme als Schnüre und sogar als Seile.

Weitere nützliche Bushcraft-Skills

Zudem zeigen die Gewächse an, wo es sich lohnt, nach Wasser zu graben.

Weitere nützliche Bushcraft-Skills

Zu den essbaren Pflanzen im Wald gehört u.a. der Bärlauch:
Größe: 15 bis 40 cm hohe Staude
Blütezeit: April bis Juni
Die Pflanze kommt in feuchten, nährstoffreichen Laub- und Mischwäldern vor. Wächst häufig in großen Familien, breitet sich gerne aus. Blätter, Stängel und Zwiebel sind roh, gekocht und gedünstet verwendbar. Roh ist der Geschmack am stärksten. Frisch ist die Pflanze ein hervorragendes Gewürz etwa für Salate, Quark oder Suppen. Zusammen mit Pinienkernen, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Peccorino ergibt Bärlauch ein wunderbares Pesto.

Weitere nützliche Bushcraft-Skills

Ebenso als wertvolles Nahrungsmittel verwendbar: die Brennnessel. Blätter und junge Triebe lassen sich ab April sammeln. Die Pflanze enthält viel Vitamin C und Eisen.
Verwendung: Die Brennhaare verlieren ihre Wirkung, wenn man sie kocht oder trocknet. Vielfältig in der Küche einsetzbar etwa als Beigabe zu Suppen, Eintöpfen, Pesto oder Aufläufen. Kleingehackt zum Würzen von Frischkäse, Weichkäse, Quark und Salaten. Schmeckt auch gekocht als Brennnessel-Spinat. Aber Vorsicht: Die Pflanze entwässert stark. Schwache Nieren könnten damit überfordert werden. Berührt man Brennnesseln gegen den Strich, also von oben nach unten, brechen ihre Spitzen ab. Sie bohren sich in die Haut und geben ein Gift ab, das Schwellungen und unangenehmen Juckreiz hervorruft.

Weitere nützliche Bushcraft-Skills

Ebenfalls essbar: Blaubeeren, die von Juli bis September in Nadel- und Laubwäldern sowie in der Heide vorkommen. Auch am Wegesrand. Ist anspruchslos. Liebt nährstoffarme, torfige, meist saure Böden. Wächst in den Alpen auf bis zu 2500 Metern.
Verwendung: Beeren pflücken und frisch oder getrocknet verwenden. Frisch schmecken sie in Quark, Kuchen und Pfannkuchen. Lecker auch als Blaubeersuppe, Marmelade und Likör. Bei Durchfall können getrocknete Blaubeeren (wie Rosinen) oder Blaubeer-Tee helfen. Dazu 3 bis 4 Löffel Blaubeeren etwa 10 Minuten in einem halben Liter Wasser kochen. Kauen von getrockneten Blaubeeren oder Blaubeersaft kann Mund- und Rachenentzündungen lindern. Die Beeren sind reich an Vitamin C.

Weitere nützliche Bushcraft-Skills

Von September bis Ende Oktober kann man draußen Maronen (Edelkastanien) ernten. Sie wachsen bevorzugt in Weinbauregionen, sind kalorienreich und sättigen stark. Typischerweise röstet man sie über dem Feuer. Tipp: Dafür an der Seite einritzen, damit sie nicht platzen. Aus Maronen lässt sich glutenfreies Mehl herstellen, das sich auch für Allergiker eignet. Sie schmecken auch als süßes oder herzhaftes Püree oder Suppe.

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