Was in einem Winterrucksack steckt Rückenplatte, Skihalterung, Helmbefestigung, Schlauchführung und Safety-Fach: Hier zeigen wir Ihnen, was ein Rucksack... mehr ...
Kälteblocker: Schlafsäcke im Test 2011
Testergebnisse und Fazit
outdoor hat sich die zehn interessantesten neuen Schlafsäcke herausgepickt und getestet: vom Leichtgewicht für Sommertouren über Allrounder bis zu Schlafsäcken für den Wintereinsatz. Zu den getesteten Produkten
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Der wärmste Kandidat im Test ist der Discover von Carinthia: Sein Temperaturlimit liegt bei satten minus 18 Grad – kein Wunder, dass er im letzten Winter regelmäßig zum Einsatz kam. »Viel zu warm«, stellte hingegen Praktikantin Katharina Baus bei der letzten Testtour auf der Schwäbischen Alb fest, als sie mitten in der Nacht bei 10 Grad Außentemperatur mit hochrotem Kopf den Reißverschluss aufreißt, um sich abzukühlen.
An diesem Wochenende macht der Puffin von Feathered Friends, mit einem Limitwert von minus 15 Grad der zweitwärmste Schlafsack, eine bessere Figur. Weil es bei ihm keine Trennwand zwischen Ober- und Unterseite gibt, schüttelte Tester Johannes Butscher abends einen Teil der Daune auf die Schlafsackunterseite, um den Temperaturbereich anzupassen. Der ums Fußteil umlaufende Reißverschluss und die sehr weit zu öffnende Kapuze sorgen für eine top Ventilation. »Ohne jeden Zweifel ein bis ins Detail ausgereifter Allrounder«, fasst outdoor-Ausrüstungsredakteur Gnielka das Ergebnis bei der Schlussbesprechung zusammen.
»Aber nicht jeder braucht einen so warmen Schlafsack«, ergänzt er. Recht hat er, für Touren von Ende Frühjahr bis Anfang Herbst reicht in der Regel eines der drei empfehlenswerten Dreijahreszeitenmodelle aus dem Test. Diese bieten ein Temperaturlimit von minus vier bis minus zehn Grad und eignen sich auch für leichten Frost, mit dem man in den Bergen oder im hohen Norden immer rechnen muss. Tester Ralf Wildermuth schwört auf das wärmste Modell dieses Trios, den Neosphere von Deuter (Limitwert: minus zehn Grad). »Ich friere schnell und brauche die Reserven«, erklärt er seine Entscheidung in der Runde – in anderen Modellen hatte er in kühleren Nächten bei um die null Grad gefroren.
Grammzähler schwärmen für den Yeti
Die Grammzähler im Team hingegen schwärmen für den Yeti V.I.B. 400 (Limitwert: minus vier Grad). Dieser bringt gerade einmal 850 Gramm auf die Waage – rund ein halbes Kilo weniger als das Deuter-Modell, sein Packmaß liegt bei kompakten 4,9 Liter. Das Kunststück gelingt, weil Yeti enorm leichte Gewebe verarbeitet und die Hülle mit hochwertigster Daune füllt. Sie isoliert bei gleichem Gewicht besser als jedes andere Füllmaterial. Die wichtigste Kennzahl für die Daunenqualität ist die Cuin-Angabe. Sie beschreibt, wie viel Luftvolumen eine Unze (28,35 Gramm) Daune einnimmt. Je höher der Wert, desto besser. Bei Spitzenqualitäten liegt er bei über 800 cuin – »Ob 800, 850 oder 900 cuin, ist aber nebensächlich. Außerdem gibt es unterschiedliche Messmethoden, deren Werte sich nicht direkt vergleichen lassen«, sagt der Ausrüstungsexperte Boris Gnielka.
Skandinavien-Fans sollten den Mammut-Kunstfaserschlafsack Probe liegen: Der Ajungilak Alpine Winter wird mit einem Limitwert von minus acht Grad seinem Namen zwar nicht ganz gerecht, er bietet aber dennoch eine hervorragende Leistung. Mit 1490 Gramm wiegt er zehn bis zwanzig Prozent weniger als ähnlich warme Kunstfasermodelle. Außerdem behält er im Gegensatz zu Daunenschlafsäcken einen Großteil seiner Isolationsleistung, wenn er mehrere Tage nicht gründlich getrocknet werden kann – im Norden ein Vorteil. Das rechtfertigt das im Vergleich zu den Daunenschlafsäcken höhere Gewicht und das nicht ganz so kuschelige Schlafgefühl.
Für reine Sommertouren ist dagegen der Light Ultra von Lestra eine sehr gute Wahl. Gewicht (440 Gramm) und Packmaß (2,5 Liter) liegen sensationell niedrig, die Isolation geht für einen so leichten Schlafsack voll in Ordnung. Kälter als zehn Grad sollte es aber nicht werden, sonst wird es zu frisch. Sie sehen, die aktuelle Schlafsackgeneration hat für jeden etwas zu bieten. Welches wird Ihr neues Outdoor-Bett?
Die Ergebnisse des Schlafsacktests im Überblick:
| Schlafsack / Link zum Testbericht | Material | Preis | Testurteil | |
| Feathered Friends Puffin (Kauftipp) | Daune | 549 Euro | überragend | |
| Yeti V.I.B. 400 L (Kauftipp) | Daune | 370 Euro | Sehr gut | |
| Lestra Light Ultra 190 | Daune | 259 Euro | Sehr gut | |
| Sea To Summit Micro MC III Reg | Daune | 410 Euro | Sehr gut | |
| Carinthia Discover 800 M | Daune | 629 Euro | Sehr gut | |
| Mammut Ajungilak Alpine Winter | Kunstfaser | 270 Euro | Sehr gut | |
| Deuter Neosphere –10° Reg | Daune | 280 Euro | Sehr gut | |
| Marmot Plasma 30 Reg | Daune | 430 Euro | gut | |
| The North Face Cat‘s Meow Reg | Kunstfaser | 160 Euro | gut | |
| Salewa Myon –2 SL | Daune | 370 Euro | befriedigend | |
Alle Schlafsacktests auf einen Blick Zelt, Schlafsäcke und mehr Equipment im outdoor-Test
Carinthia
Carinthia Discover 800 M
Deuter
Deuter Neosphere -10 Reg
Feathered Friends
Feathered Friends Puffin
Lestra
Lestra Light Ultra 190
Ajungilak-Mammut
Mammut Ajungilak Alpine Winter
Marmot
Marmot Plasma 30 Reg
Salewa
Salewa Myon –2 SL
Sea-To-Summit
Sea-To-Summit Micro MC III Reg
The North Face
The North Face Cats Meow Reg
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