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6 Zelte für harte Touren im Test

Basislager - sturmfeste Zelte für alle Jahreszeiten

Ob Wintertour oder Wildnistrek: Sturmfeste Zelte für alle Jahreszeiten müssen jede Tour bestehen. Ob sie das schaffen, klärt der Test.

Der sichere Stützpunkt: Extremzelte sind teurer und schwerer als normale Trekkingzelte. Dafür sind sie strapazierfähiger und halten starken Winden stand. Dadurch eignen sie sich für Wintertouren und lange Trekkingtrips durch Lappland, Patagonien oder Grönland. Auch für die Alpen sind sie eine top Wahl, vor allem wenn man gerne in exponier­ten Lagen zeltet, zum Beispiel auf Bergkämmen.
Sturmumtoste Berggipfel und unberührte Wildnis üben auf viele Outdoorer eine magische Anziehungskraft aus. Ob Patagonien, Grönland oder Kanada, Lappland oder Tasmanien – wer solche Regionen hautnah erleben möchte, muss mit dem Zelt losziehen. Aber mit einem guten, regendichten, schneefesten und vor allem sturmstabilen. Denn fällt in entlege­nen Regionen ohne Schutzhütten und Handynetz das Zelt im Sturm zusammen, kann es schnell gefährlich werden.

Hier im outdoor-Test befinden sich deshalb nur die Spitzenmodelle der Hersteller. Es sind Zelte, bei denen sich drei bis fünf Gestängebögen mindestens einmal kreuzen und dadurch ein widerstandsfähiges, selbsttragendes Gerüst bilden. Abenteurerinnen wie Karin Sattur oder Bergsteiger wie Ralf Gantz­horn beispielsweise, die regelmäßig mit dem Zelt nach Grönland, Feuerland und Patagonien reisen, schwören schon lange auf Modelle dieser sturmstabilen Bauweise.

Doch was halten solche Sturmzelte wirklich aus? Sechs Zweipersonenmodelle hat outdoor durch ein hartes Prüfprogramm geschickt (s. Kasten rechts). In den Test kamen nur Modelle, die nicht viel mehr als vier Kilo wiegen, sich also auf Trekkingtouren noch gut tragen lassen. Die Kombination aus hoher Sturmfestigkeit und geringem Gewicht erfordert jedoch den Einsatz besonders hochwertiger, zäher und damit teurer Materialien wie mehrfach silikonbeschichtete Nylonstoffe und Gestänge aus bestem Aluminium. Zwischen 480 und 800 Euro kosten die Testkandidaten daher. Entsprechend hoch sind die Erwartungen, nicht nur in puncto Wetterschutz.

Denn ein gutes Extremzelt muss auch Komfort bieten, also ausreichend Platz und Kopffreiheit im Innenraum zum Liegen und bequemen Aussitzen von Sturmtagen, außerdem mindestens eine geräumige Apsis für das Gepäck und zum Kochen. Effektive Lüfter, die sich im Schneesturm von innen verschließen lassen und geöffnet für ein trockenes Zeltklima sorgen, stehen ebenso auf der Prüflis­te der Tester wie eine leichtgängige Bedienung aller Reißverschlüsse und eine unkomplizierte Auf- und Abbauprozedur der Zelte.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, gibt aber keinen Anlass zum Feiern. Nur zwei Zelte überzeugen auf ganzer Linie, drei sind immerhin mit kleinen Einschränkungen eine gute Wahl. Zumindest halten sie Stürme von 100 Stundenkilometern und mehr aus – bei Zelten dieser Klasse eigentlich Standard. Nur das Hielo 2 von Mountain Equipment ging schon bei 80 km/h Windgeschwindigkeit zu Boden – mit gebrochenem Gestänge und durchbohrtem Außenzelt. Bei ihm löste sich unter Winddruck die unsachgemäße Verknotung der Abspannschlaufen – ein leicht zu behebendes Problem.

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Zelte für alle Wetterlagen - das müssen sie aushalten

Dass ein gutes Sturmzelt nicht teuer sein muss, zeigt das Black Diamond Stormtrack: mit 480 Euro ist es das günstigste im Test. Es steckt Böen bis über 100 km/h weg, auch Regen hat keine Chance. Innen bietet es das größte Platzangebot in diesem Vergleich, ist dazu hell und hoch, und mit 3,5 Kilo für Trekkingtouren noch nicht zu schwer. Nur für sumpfige Regionen eignet es sich weniger, dafür weist die Bodenwanne eine zu schwache Beschichtung auf. Eine nasse Wiese ist für das Stormtrack allerdings kein Problem.

Völlig unbeeindruckt von Bodennässe, Sturm und Regen zeigt sich im Test das Crux X2 Storm (630 Euro). Die Bodenwanne lässt auch bei über zehn Meter Wasserdruck kein Tröpfchen ins Innere, und vor der Windmaschine steht die rote Kuppel selbst von der Seite angeblasen bis 130 Sachen stabil. Bei noch höherer Geschwindigkeit rutschen die Sturmleinenspanner durch, worauf sich die Leinen längen und der Wind das Zelt niederdrückt. Dabei bleibt es aber unbeschadet. Erstaunlich: Trotz der robusten Materialien wiegt das Crux unter drei Kilo. Damit eignet es sich ausgezeichnet für Bergtouren, zumal es beim Aufbau nur wenig Fläche benötigt, man also damit auch in kleinen Felsnischen Platz findet. Kehrseite der kleinen Stellfläche: der fehlende zweite Eingang und das geringe Raumangebot. Es reicht für zwei Personen mit normalem Tourengepäck gerade so aus, zumindest wenn man sich leiden kann.

OD Kuppelzelt-Test - Hochlager
Boris Gnielka
Zelten im Gebirge - die Königsdisziplin für mobile Nachtlager.

6 Zelte für harte Touren im Test

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Mit zwei Eingängen und viel Platz wirkt das Hilleberg Staika daneben wie ein Palast. Dank geräumigem, hellem Innenzelt kann man darin gemütlich Sturmtage aussitzen, in der Apsis bequem kochen und Kondenswasser mittels effektiver Lüfter im Zaum halten. Durch die weiten Eingänge lässt es sich locker ein- und aussteigen, die Handhabung des Zelts gelingt einfach und der Aufbau flott – selbst im Sturm. Und Sturm hält es aus, zumindest bis 100 km/h. Darüber wird es kontinuierlich immer weiter eingedrückt, bleibt aber selbst bei 140 km/h heil. Auch Bodennässe oder Regen haben keine Chance. Das Gewicht? Liegt mit 3,8 Kilo im Rahmen. Ideal eignet sich das Staika vor allem für Treks in weitläufigen, wilden Regionen. Für den Zeltplatz taugt es jedoch nicht. Dafür ist es angesichts des Kaufpreises von 800 Euro einfach zu schade.

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Zelte auf dem Prüfstand - so testet outdoor

Wetterschutz
Das bei Extremzelten wichtigste Kriterium setzt sich zusammen aus Nässeschutz und Sturmfestigkeit. Die Sturmfestigkeit testet outdoor mit einer Windmaschine der Firma Oase, die großflächig bis zu 140 km/h erzeugt. Alle Zelte wurden von zwei Seiten ange­blasen. Sehr gute Extremzelte dürfen frühestens bei 100 km/h zu Boden gehen und müssen Böen von 120 km/h schadlos überstehen. Die Wasserdichte des Bodens prüft outdoor mittels Soutertester. Er zeigt an, bis zu welchem Wasserdruck das Material dicht hält: 5000 mm sind die Untergrenze, 10 000 mm top. Der Regenschutz des Außenzelts wird im tagelangen Praxiseinsatz ermittelt.

Komfort
Gerade unter Extrembedingungen freut man sich über einen großen, hellen Innenraum sowie viel Stauraum und Platz zum Kochen in der Apsis. Zusätzlich zur Zeltfläche (Grundrissskizzen) misst outdoor die nutzbare Fläche und Liegelänge (in 25 cm Höhe), die Kopffreiheit und die Größe der Eingänge. Helligkeit, Handhabung und Belüftung sind weitere Komfortprüfpunkte.

Auf-/Abbau
Wie einfach und flott sich die Zelte auf- und abbauen lassen, prüft outdoor im Praxistest.

Qualität
Zu Abzug führen z. B. krumme Nähte oder eine zu schwach beschich­tete Bodenwanne.

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Boris Gnielka
Test mit der 450 PS ­starken Windmaschine.

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