Skitest: Tourenski - Modelljahr 2018 & 2019

Die besten Tourenski für die Wintersaison 2018/2019 im Ski-Test

Foto: Ben Wiesenfarth outdoor Skitouren Special 2017

Fotostrecke

Die neuen Tourenski haben in Sachen Gewicht nochmal ordentlich abgespeckt - wie die Skier des Modelljahres 2019 in der Praxis performten, lest ihr hier und in der Fotostrecke ...
Zu den getesteten Produkten

»Für jede Facette des Skitourengehens bieten die Hersteller mittlerweile maßgeschneidertes Material an«, resümiert Tester Christian Knab aus dem Skitest-Team. »Das sorgt je nach Tourenski-Modell für Leichtgängigkeit im Aufstieg, Fahrkomfort und richtig viel Spaß bei der anschließenden Abfahrt – oder sogar alles in einem.«

Das vielfältige Marktangebot zeigt sich auch in unserem diesjährigen Testfeld. »Von superbreit bis hin zum federleichten Aufstiegstourenski ist für 2019 wirklich alles geboten«, sagt Testroutinier Peter Hatzl sichtlich begeistert. Beeindruckend, wie es die Hersteller mittlerweile schaffen, immer leichtere Ski zu bauen, ohne dass diese dabei an Fahrperformance einbüßen.

»Die durchweg breiteren Tourenski sorgen in Kombination mit der Rocker-Technologie für deutlich mehr Auftrieb im Gelände«, findet Testfahrer Michael Knab. »Und sie lassen sich dadurch sehr geschmeidig und sicher steuern – ohne dabei an Stabilität einzubüßen.« - was sich in unseren Testergebnissen wiederspiegelt.

In diesem Artikel zeigen wir aber nicht nur die besten Tourenski der kommenden Saison 2018/2019, sondern auch innovative Boots und Bindungen für jeden Einsatzzweck und die passende Skitouren-Bekleidung. All dies, damit die Wahl des neuen Skitour-Equipments eine ebenso simple Angelegenheit wird wie die Skitour selbst.

Wahlweise könnt ihr diesen Artikel auch als Kombi-PDF mit den Skitouren-Specials der letzten beiden Jahre herunterladen:

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Die besten Kauftipps:

  • 1 - Selbsteinschätzung: Seien Sie ehrlich und wählen Sie Ihr Skimodell nach Können und Einsatzbereich aus. Wählen Sie auch die Skilänge mit Bedacht.
  • 2 - Bindungswahl: Die Bindung sollte auf den Skityp abgestimmt sein, wobei in den meisten Fällen eine Pinbindung in Frage kommt. Verzichten Sie auf Superleicht-Bindungen ohne Stopper oder Sicherheitsauslösung. Das ist nur etwas für Racer.
  • 3 - Steighilfe: Das Tourenfell sollte die Lauffläche weitreichend abdecken und bis auf drei Millimeter an die Kante heranreichen. Tipp: Viele Hersteller bieten auch maßgefertigte Felle für ihre Skimodelle an.
  • 4 - Tourenboots: Erst mit einem modernen Tourenboot kann man das Potenzial der neuen Ski voll nutzen. Dazu sind sie meist deutlich leichter und komfortabler als die alten Treter.
  • 5 - Geld sparen: Viele Händler bieten Skitourenausrüstung zu günstigen Set-Preisen an. Fragen Sie einfach nach. Beim Kauf Felle und eventuell Harscheisen nicht vergessen.
  • 6 - Inspektionsintervall: Bringen Sie Ihren Ski während der Saison zum Skiservice. Eine scharfe Kante und ein gut gewachster Belag steigern den Fahrspaß deutlich. Checken Sie auch den Sitz aller Schrauben. Auch ein Service am Ende der Saison ist sinnvoll.

Mit der richtigen Skilänge fährt sichs besser
Wählen Sie Ihre Tourenski nicht zu kurz – auch wenn eine geringe Länge Wendigkeit suggeriert, denn ein Kurzski schwimmt im Neuschnee schlechter auf und taucht im Bruchharsch schneller ab. Die Standardlänge für AllroundTourer liegt bei Körpergröße minus 10 Zentimeter. Variantenfahrer und Abfahrts-Tourer sollten in Richtung Körperlänge tendieren, das bringt Stabilität in der Abfahrt.

Außerdem sollten Sie vor dem Kauf des neuen Tourenskis bestimmen, welcher Tourentyp Sie sind. Dann schauen Sie in den Testbriefen, welche Ski mit hohen Prozentzahlen für Ihren Typ punkten. Diese geben einen Richtwert für den Einsatzbereich (Aufstiegstourer, Allroundtourer oder Abfahrtstourer):

Die besten Tourenski aus unseren Tests der letzten 2 Jahre

Ski / Link zum Testbericht Preis (UVP) Testurteil
Armada Tracer 98 Tourenski (2019) 580 Euro outdoor Kauftipp
Black Diamond Route 105 Tourenski (2019) 600 Euro outdoor Kauftipp
Blizzard Zero G 85 Tourenski (2019) 600 Euro outdoor Kauftipp
Hagan Ultra 82 Tourenski (2019) 550 Euro outdoor Kauftipp
K2 Wayback 88 Tourenski (2019) 1000 Euro outdoor Kauftipp
K2 Wayback 96 Tourenski (2019) 500 Euro outdoor Kauftipp
Kästle Tx 82 Tourenski (2019) 749 Euro outdoor Kauftipp
Kästle Tx 90 Tourenski (2019) 749 Euro outdoor Kauftipp
Salomon X-Alp Tourenski (2019) 700 Euro outdoor Kauftipp
Salomon Mtn 95 Tourenski (2019) 600 Euro outdoor Kauftipp
Stöckli Edge 88 Tourenski (2019) 899 Euro outdoor Kauftipp
Völkl VTA 98 Tourenski (2019) 630 Euro outdoor Kauftipp
Atomic Backland 85 Tourenski (2018) 450 Euro outdoor Kauftipp
Black Diamond Route 95 Tourenski (2018) 575 Euro outdoor Kauftipp
Blizzard Zero G 85 Tourenski (2018) 550 Euro outdoor Kauftipp
Dynafit Tour 88 Tourenski (2018) 550 Euro outdoor Kauftipp
Dynastar Vertical Deer Tourenski (2018) 500 Euro outdoor Kauftipp
Elan Ibex 94 Carbon Tourenski (2018) 550 Euro outdoor Kauftipp
Hagan Core 88 Tourenski (2018) 600 Euro outdoor Kauftipp
K2 Wayback 96 Tourenski (2018) 600 Euro outdoor Kauftipp
Rossignol Seek 7 Tourenski (2018) 500 Euro outdoor Kauftipp
Salomon MTN Explore 95 Tourenski (2018) 600 Euro outdoor Kauftipp
Scott Superguide 95 Tourenski (2018) 600 Euro outdoor Kauftipp
Stöckli Stormrider 97 Tourenski (2018) 849 Euro outdoor Kauftipp
Völkl VTA 88 Tourenski (2018) 600 Euro outdoor Kauftipp

Überzeugen die breiten Ski auch unter harten Bedingungen?

Durch die Bank ja - das ergab unser Tourenski-Test! Vorausgesetzt, eine moderne, Pinbindung sorgt für eine verwindungssteife Kraftübertragung. Auch ein moderner Tourenboot ist wichtig, um in den Genuss der vollen Performance der neuen Tourenski zu kommen. Eine Auswahl dazu zeigen wir in der Fotostrecke ...

Die passende Winter-/Skibekleidung im Test

Die Ergebnisse unseres Tourenski-Tests 2017/2018

»Die Dinger wiegen ja gar nichts mehr«, staunt Testfahrer Christian Knab, »und das bei diesen üppigen Skibreiten.« In der Tat senkt die Kombination aus leichten Pinbindungen und modernen Skimaterialien das Gesamtgewicht der aktuellen Tourenski enorm.

Um harte Fakten sprechen zu lassen: Im Jahr 2001 wog der damalige nur 70 Millimeter breite Testsieger etwas mehr als 3000 Gramm, heute liegen ganz normale Allround-Ski wie der K2 Wayback 88 bei 2210 Gramm.

Zählt man noch die aktuellen, leichteren Bindungen und Schuhe dazu und nimmt sich die Bergwanderregel zu Herzen, dass jedes Kilo Mehrgewicht am Fuß mit fünf Kilo im Rucksack gleichzusetzen ist, wird klar, wie viel leichter das Tourengehen geworden ist – und das nicht nur bergauf. Auch der Abfahrtsspaß ist größer geworden. Dies liegt zum einen an den modernen Skikonstruktionen wie den Rockershapes mit langen Aufbiegungen und den neuen Seitentaillierungen. Diese sorgen dafür, dass die neuen Tourenskimodelle nicht nur harmonischer aufschwimmen, auch schwierige Schneeverhältnisse wie zum Beispiel Bruchharsch verlieren deutlich an Schrecken.

Außerdem sorgen auch die üppigeren Skibreiten für deutlich mehr Auftrieb im Gelände. Typische Allroundtourer, die sowohl im Aufstieg, bei Durchschreitungen als auch in der Abfahrt gleichermaßen performen, besitzen aktuell eine Breite zwischen 85 und 90 Millimetern unter der Bindung. Typische Vertreter dieser Tourenskiklasse sind der Dynafit Tour 88 oder der Blizzard Zero G 85 Tourenski.

Nochmals üppiger fallen Abfahrtstourer wie der K2 Wayback 96 oder der Scott Superguide 95 aus. Mit ihren Skibreiten von nahezu zehn Zentimeter unter der Bindung gleiten sie souverän durch das Gelände. Erstaunlich: das oft geringe Gewicht der Bigski. So wiegt der Völkl VTA 98 nur 2600 Gramm pro Paar – das ist ein klares Signal der Hersteller, wo ihr Innovationsfokus gerade liegt.

outdoor-Tipps zum Kauf von Tourenski

Alle getesteten Tourenski inkl. Testdaten:

13.11.2018
Autor: Florian Schmidt
© outdoor