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Skitouren-Spezial: Die elf besten Touren im Detail

Weißer Rausch

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Kauftipps: Alles rund um Tourenski, Bindung und Sicherheit
500 Skigebiete: Alle Infos und aktuelle Schneehöhen - der DSV-Skiatlas im outdoorCHANNEL

Es ist die Welt des ewigen Eises. Die Route führt sanft steigend über den Gletscher. Unter der hoch stehenden Sonne glitzert und funkelt der Schnee, mächtige Eisblöcke schimmern in silbrigem Grau. Das Gefühl für Raum und Zeit geht bald verloren, es zählen einzig die Bewegung und der nächste tiefe Atemzug.

Später, auf dem Gipfelgrat, bleiben die Ski zurück, das letzte Stück zum höchsten Punkt geht man zu Fuß. Oben herrscht vollkommene Stille – und die Aussicht raubt selbst erfahrenen Alpinisten den Atem: dunkel heben sich steile Wände aus dem Weiß, von mächtigen Gletschern umflossen. In der Höhe reihen sich die schneebedeckten Spitzen aneinander wie die Perlen einer Kette. Ein unvergesslicher Moment, der aufregend und beruhigend zugleich ist.

Dann geht alles ganz schnell: Tourenstiefel in die Bindungen einrasten, ein letzter kontrollierender Blick auf die Ausrüstung, zwei, drei vorsichtige Stockschübe – schon gleitet man über die knirschende Schneedecke. Erst langsam, dann immer schneller geht es in weiten Schwüngen durch den stiebenden Pulver hinab ins Tal.

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Kein Zweifel, der krönende Abschluss jeder Skitour ist die Abfahrt, da sind sich alle einig. Der Aufstieg hingegen bleibt eine Frage der persönlichen Vorliebe: Bei manchen beginnt die Skitour erst hinter der Bergstation; sie kürzen den Weg zum Gipfel mit dem Lift ab. Das spart Kraft und Zeit, und vor dem Tourenstart ist sogar noch ein gemütliches Frühstück drin! Eine deutlich bessere Kondition braucht man für eine klassische Skitour, zu der man frühmorgens im Schein der Stirnlampe aufbricht und bis zu 2000 Höhenmeter bewältigt. Ein echtes Abenteuer und ziemlich anstrengend! Doch das Gefühl, die erste Spur in den unberührten Tiefschnee zu legen, neue Wege zu beschreiten und eins zu sein mit der Natur, entschädigt für die Mühen allemal.

Doch ob aus eigener Kraft oder mit Lift: Auf die leichte Schulter nehmen darf man Touren abseits präparierter Pisten nie. Lawinenschaufel, -sonde sowie ein Verschüttetensuchgerät gehören auf jeden Fall ins Gepäck.

Quelle: Die Ski-Touren-Führer des Panico Verlags

Allgäu – Schochen

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Der Schochen ist, von Nordosten angegangen, geradezu ein Musterbeispiel für einen gemäßigten Skiberg. Von der Station Höfatsblick der Nebelhornbahn aus müssen Tourengeher nur moderate Steigungen überwinden. Kniffliger ist nur der kurze Steilhang unter dem Gipfel. Der Rest sind 800 Meter mäßig steile Traumhänge und eine recht zügig zu fahrende Talabfahrt, für die man aber kein Ass sein muss. Durch die schattige, nordostseitige Lage hält sich hier der Pulverschnee besonders lange. Die alternative Abfahrtsmöglichkeit, die sich vom Gipfel nach Süden ins Oytal bietet, taugt allerdings eher für die Steilhangspezialisten und fordert durchaus Erfahrung.

Anspruch:
ca. 450 Hm, mittelschwer; Abfahrtsvariante ins Oytal schwieriger; sonst mäßig steil bis steil; am Gipfelbau jedoch kurzzeitig sehr steil.
Ausgangspunkt:
Oberstdorf/Parkplatz der Nebelhornbahn.
Aufstieg:
Von der Station Höfatsblick rechts haltend die Westhänge des Zeigers queren, bis in den Sattel zwischen Zeiger und Großem Seekopf. Danach kommt eine Abfahrt nach Osten, vorbei unter den Nordabbrüchen des Großen Seekopfs, bis man dessen Nordostgrat auf 1750 Meter Höhe nach Süden überschreiten kann. Weiter leicht fallend nach Süden queren und dabei auf eine ca. 1700 m hoch gelegene Hütte zielen, die auch Breitengehren genannt wird. Aufstieg in stets südwestlicher Richtung, über welliges Gelände, zum Schluss über den kurz sehr steilen Nordosthang direkt zum Gipfel.

Abfahrt:
Vom Gipfel aus immer in Nordostrichtung halten und an der Kuhplattenalpe (1493 m) vorbei ins Obertal. Durch das Tal, immer auf seiner linken Talseite, hinaus zum Giebelhaus. Mit der Buslinie der Firma Wimmer & Wechs weiter nach Hinterstein fahren.

Literatur:
Skitourenführer Allgäu, K. Rath, Panico 2006, 19,80 Euro.

Karte:
Bay. Landesverm.amt, UKL 8 Allgäuer Alpen, 1 : 50 000, 6,60 Euro.

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Quelle: Die Ski-Touren-Führer des Panico Verlags

Allgäu – Riedbergerhorn

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Der höchste Gipfel der Hörnergruppe im Allgäu erhebt sich beim etwas abseits gelegenen Dörfchen Balderschwang: Das 1787 Meter hohe Riedbergerhorn erobern sich Skitourengeher auf einem gemütlichen Skispaziergang. Wer will, kann sich die Mühen des Aufstiegs sogar noch verkürzen: Ski-Plus-Fans nutzen die Grasgehrenlifte und sparen sich noch einmal 150 Höhenmeter im Aufstieg. Eine Variante, die Abfahrt durchs Bolgental nach Obermaiselstein, bringt es jedoch immerhin auf stolze 800 Höhenmeter. Für die Abfahrt ins Bolgen- oder Ostertal sollte man mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Start nach Grasgehren fahren.

Anspruch:
ca. 350 Hm, südseitige Exposition, meist flach, Abfahrten je nach Route auch steiler.
Ausgangspunkt:
Sonthofen über die B 19 nach Fischen. Hier rechts ab und über Ofterschwang in Richtung Balderschwang zum Riedbergpass. Start ist an der Riedbergpasshöhe, Grasgehren (1447 m).
Aufstieg:
Vom Parkplatz Grasgehren links auf der Piste hinaufsteigen bis zur Bergstation der Grasgehrenlifte. Nun über den breiten Südgrat weiter hoch zum Gipfel. Oder aus der Grasgehrenmulde gerade hinauf zum Ostgrat, den man dort erreicht, wo der Wald zurückbleibt. Geradeaus über den Grat zum Gipfel.
Abfahrt:
Durch die mäßig steile bis steile Südflanke oder auf der Aufstiegsroute hinab nach Grasgehren.
Literatur:
Skitourenführer Allgäu, Kristian Rath, Panico Alpinverlag 2006, 212 Seiten, 19,80 Euro.

Karten:
Karte des Bayerischen Landesvermessungsamts, UKL 8 Allgäuer Alpen, 1 : 50 000, 6,60 Euro, und Blatt 8525 Balderschwang, 1 : 25 000, momentan leider nur antiquarisch zu erwerben.

Quelle: Die Ski-Touren-Führer des Panico Verlags

Bayerische Alpen – Abergeck

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Dieses klassische Hochwintergebiet gehört zu den Hausbergen der Rosenheimer und Chiemgauer Tourengeher und ist an Wochenenden mit guten Schneeverhältnissen manchmal stark frequentiert. Kein Wunder, kommen hier doch Einsteiger und alte Skitourenhasen gleichermaßen auf ihre Kosten. Den Aufstieg zum Abergeck nutzen Könner oft als Zustieg in ein tolles Tourengebiet mit schier unzähligen Kombinationsmöglichkeiten. Auch wenn zum Beispiel der Hochriesgipfel von hier aus meist nur noch selten bestiegen wird, schätzen Kenner an der »Hochries« den berühmten Powder und die vielen lawinensicheren Möglichkeiten.

Ausgangspunkt:
Parkplatz bei der Lederstube, 1 km südlich von Frasdorf (Zufahrt von der Ortsmitte).
Aufstieg:
Kurz oberhalb des Parkplatzes beginnt links die Forststraße zur Frasdorfer Hütte. Man folgt ihr bis zum Waldrand beim Zeller Bauern. Hier rechts ab und rechts vom Bauernhof am Waldrand entlangsteigen, bis der Weg rechts durch den Wald hindurch zu den »Schmiedhängen« führt. Ein freier Rücken leitet nun nach Süden bis zu einem Wegkreuz, wo man sich nach links in einen Graben wendet. Durch den Wald schlängelt sich die Route entlang des Sommerwegs aufwärts bis zu einem markanten Abzweiger. Links zu einem Gatterl, die Senke des »Eiskellers« umgehen und zur Laubenstein-Alm. Rechts dem Rücken zum westlichen Gipfel des Abergecks folgen. Bis hier muss man sich kaum Gedanken um Lawinen machen.
Abfahrt:
Der Aufstiegsroute folgend. Es bietet sich aber auch ein Aufstieg auf die Hochries mit Einkehr in der Gipfelhütte an, von der man anschließend über die Riesenhütte nach Frasdorf abfährt.
Literatur:
Skitourenführer Bayerische Alpen, Markus Stadler, Panico Alpinverlag 2007, 22,80 Euro.

Karte:
Bayerisches Landesvermessungsamt, UKL 7 Chiemsee, 1 : 50 000, 6,60 Euro.

Quelle: Die Ski-Touren-Führer des Panico Verlags

Kaisergebirge – Winkelkar

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Im Kaisergebirge kann man nicht nur hervorragend klettern, sondern auch ganz ausgezeichnet Skitouren unternehmen. Am Zahmen Kaiser genießen vor allem der Heuberg und das Winkelkar einen ausgezeichneten Ruf als Tourenparadies. Denn das schattige Winkelkar unter den Nordwänden des Zahmen Kaisers bietet nicht nur eine lohnende Skitour für Einsteiger und Genießer, sondern verwöhnt auch mit hoher Schneequalität. Selbst nach längeren Schönwetterperioden im Hochwinter bleibt der feine Pulver oft tadellos und begeistert alle Skitourengeher. Erst im späteren Februar erreicht die Sonne die oberen Hänge des Kars und fabriziert manchmal lästige Harschdeckel.

Anspruch:
900 Hm, leicht.
Ausgangspunkt:
In Durchholzen am Walchsee – von Niederndorf kommend – an der 90-Grad-Kurve in Ortsmitte geradeaus; rechts vom Bach bis zum Parkplatz.
Aufstieg:
Vorerst auf der Straße bleiben und taleinwärts zur Großpoitneralm gehen, dann geradeaus weiter in den Karboden des Winkelkars. An der Winkelalm links vorbeisteigen, durch den lichten Wald in eine Mulde und durch sie links hinauf zur nächsten Stufe. Danach führt rechts ein steilerer Hang auf einen moränen­artigen Rücken, über diesen hinweg bis zur
obersten Geländeterrasse des Kars.
Wer möchte, kann noch nach rechts bis an die Felsen aufsteigen. Spätestens dort ist aber der Umkehrpunkt erreicht.
Abfahrt:
Entlang der Aufstiegsroute. Man kann auch links des Moränenrückens direkt zur Winkelalm abfahren und links an ihr vorbei einige Meter hinaufsteigen. Dort öffnet sich dann noch eine weitere Rinne hinab zur Großpoitneralm.
Literatur:
Skitourenführer Bayerische Alpen, Markus Stadler, Panico Alpinverlag 2007, 216 Seiten, 22,80 Euro.

Karte:
Alpenvereinskarte Nr. 8 Kaisergebirge, 1 : 25 000, 9,80 Euro.

Quelle: Die Ski-Touren-Führer des Panico Verlags

Bregenzerwald – Hoher Ifen und Bizau

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Im Talschluss der Bregenzer Ache im Bregenzerwald bestimmen steile Wälder den Charakter der Skitouren. Gute Alpwege überwinden aber problemlos diese eher schattigen Passagen. Und oberhalb der Baumgrenze erwartet den Skitourengeher dann ideales Gelände in beeindruckender alpiner Umgebung. Im Dreieck zwischen Reuthe, Riezlern und Schröcken locken um die 2000 Meter hohe Gipfel wie Steinmandel und Güntlespitze, aber auch die erstklassige Tour rund um den Hohen Ifen. Hier kommen vor allem Genuss-Skitourenfahrer voll auf ihre Kosten, denn schließlich nehmen einem die Bergbahnen sämtliche Aufstiege ab. Das heißt aber nicht, dass man im Gegenzug auf herrliche Abfahrten durch Tiefschnee verzichten müsste: Insgesamt 2200 Höhenmeter geht es durch frischen Pulver hinunter, und zum Schluss läuft die angenehme Skitour über Schönenbach (1025 m) in Bizau (681 m) ganz gemütlich aus.

Anspruch:
2200 Hm, leicht.
Ausgangspunkt:
Talstation d