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Skitouren-Highlights und Ausrüstungstipps

Weißer Rausch - Skitourentipps Skitouren-Highlights und Ausrüstungstipps

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Es ist die Welt des ewigen Eises. Die Route führt sanft steigend über den Gletscher. Unter der hoch stehenden Sonne glitzert und funkelt der Schnee, mächtige Eisblöcke schimmern in silbrigem Grau. Das Gefühl für Raum und Zeit geht bald verloren, es zählen einzig die Bewegung und der nächste tiefe Atemzug.

Später, auf dem Gipfelgrat, bleiben die Ski zurück, das letzte Stück zum höchsten Punkt geht man zu Fuß. Oben herrscht vollkommene Stille – und die Aussicht raubt selbst erfahrenen Alpinisten den Atem: dunkel heben sich steile Wände aus dem Weiß, von mächtigen Gletschern umflossen. In der Höhe reihen sich die schneebedeckten Spitzen aneinander wie die Perlen einer Kette. Ein unvergesslicher Moment, der aufregend und beruhigend zugleich ist.

Dann geht alles ganz schnell: Tourenstiefel in die Bindungen einrasten, ein letzter kontrollierender Blick auf die Ausrüstung, zwei, drei vorsichtige Stockschübe – schon gleitet man über die knirschende Schneedecke. Erst langsam, dann immer schneller geht es in weiten Schwüngen durch den stiebenden Pulver hinab ins Tal.

Kein Zweifel, der krönende Abschluss jeder Skitour ist die Abfahrt, da sind sich alle einig. Der Aufstieg hingegen bleibt eine Frage der persönlichen Vorliebe: Bei manchen beginnt die Skitour erst hinter der Bergstation; sie kürzen den Weg zum Gipfel mit dem Lift ab. Das spart Kraft und Zeit, und vor dem Tourenstart ist sogar noch ein gemütliches Frühstück drin! Eine deutlich bessere Kondition braucht man für eine klassische Skitour, zu der man frühmorgens im Schein der Stirnlampe aufbricht und bis zu 2000 Höhenmeter bewältigt. Ein echtes Abenteuer und ziemlich anstrengend! Doch das Gefühl, die erste Spur in den unberührten Tiefschnee zu legen, neue Wege zu beschreiten und eins zu sein mit der Natur, entschädigt für die Mühen allemal.

Doch ob aus eigener Kraft oder mit Lift: Auf die leichte Schulter nehmen darf man Touren abseits präparierter Pisten nie. Lawinenschaufel, -sonde sowie ein Verschüttetensuchgerät gehören auf jeden Fall ins Gepäck.

Quelle: Die Ski-Touren-Führer des Panico Verlags

Allgäu – Schochen

Der Schochen ist, von Nordosten angegangen, geradezu ein Musterbeispiel für einen gemäßigten Skiberg. Von der Station Höfatsblick der Nebelhornbahn aus müssen Tourengeher nur moderate Steigungen überwinden. Kniffliger ist nur der kurze Steilhang unter dem Gipfel. Der Rest sind 800 Meter mäßig steile Traumhänge und eine recht zügig zu fahrende Talabfahrt, für die man aber kein Ass sein muss. Durch die schattige, nordostseitige Lage hält sich hier der Pulverschnee besonders lange. Die alternative Abfahrtsmöglichkeit, die sich vom Gipfel nach Süden ins Oytal bietet, taugt allerdings eher für die Steilhangspezialisten und fordert durchaus Erfahrung.

Anspruch:
ca. 450 Hm, mittelschwer; Abfahrtsvariante ins Oytal schwieriger; sonst mäßig steil bis steil; am Gipfelbau jedoch kurzzeitig sehr steil.
Ausgangspunkt:
Oberstdorf/Parkplatz der Nebelhornbahn.
Aufstieg:
Von der Station Höfatsblick rechts haltend die Westhänge des Zeigers queren, bis in den Sattel zwischen Zeiger und Großem Seekopf. Danach kommt eine Abfahrt nach Osten, vorbei unter den Nordabbrüchen des Großen Seekopfs, bis man dessen Nordostgrat auf 1750 Meter Höhe nach Süden überschreiten kann. Weiter leicht fallend nach Süden queren und dabei auf eine ca. 1700 m hoch gelegene Hütte zielen, die auch Breitengehren genannt wird. Aufstieg in stets südwestlicher Richtung, über welliges Gelände, zum Schluss über den kurz sehr steilen Nordosthang direkt zum Gipfel.

Abfahrt:
Vom Gipfel aus immer in Nordostrichtung halten und an der Kuhplattenalpe (1493 m) vorbei ins Obertal. Durch das Tal, immer auf seiner linken Talseite, hinaus zum Giebelhaus. Mit der Buslinie der Firma Wimmer & Wechs weiter nach Hinterstein fahren.

Literatur:
Skitourenführer Allgäu, K. Rath, Panico 2006, 19,80 Euro.

Karte:
Bay. Landesverm.amt, UKL 8 Allgäuer Alpen, 1 : 50 000, 6,60 Euro.

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Quelle: Die Ski-Touren-Führer des Panico Verlags

Allgäu – Riedbergerhorn

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Kauftipps: Alles rund um Tourenski, Bindung und Sicherheit

Der höchste Gipfel der Hörnergruppe im Allgäu erhebt sich beim etwas abseits gelegenen Dörfchen Balderschwang: Das 1787 Meter hohe Riedbergerhorn erobern sich Skitourengeher auf einem gemütlichen Skispaziergang. Wer will, kann sich die Mühen des Aufstiegs sogar noch verkürzen: Ski-Plus-Fans nutzen die Grasgehrenlifte und sparen sich noch einmal 150 Höhenmeter im Aufstieg. Eine Variante, die Abfahrt durchs Bolgental nach Obermaiselstein, bringt es jedoch immerhin auf stolze 800 Höhenmeter. Für die Abfahrt ins Bolgen- oder Ostertal sollte man mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Start nach Grasgehren fahren.

Anspruch:
ca. 350 Hm, südseitige Exposition, meist flach, Abfahrten je nach Route auch steiler.
Ausgangspunkt:
Sonthofen über die B 19 nach Fischen. Hier rechts ab und über Ofterschwang in Richtung Balderschwang zum Riedbergpass. Start ist an der Riedbergpasshöhe, Grasgehren (1447 m).
Aufstieg:
Vom Parkplatz Grasgehren links auf der Piste hinaufsteigen bis zur Bergstation der Grasgehrenlifte. Nun über den breiten Südgrat weiter hoch zum Gipfel. Oder aus der Grasgehrenmulde gerade hinauf zum Ostgrat, den man dort erreicht, wo der Wald zurückbleibt. Geradeaus über den Grat zum Gipfel.
Abfahrt:
Durch die mäßig steile bis steile Südflanke oder auf der Aufstiegsroute hinab nach Grasgehren.
Literatur:
Skitourenführer Allgäu, Kristian Rath, Panico Alpinverlag 2006, 212 Seiten, 19,80 Euro.

Karten:
Karte des Bayerischen Landesvermessungsamts, UKL 8 Allgäuer Alpen, 1 : 50 000, 6,60 Euro, und Blatt 8525 Balderschwang, 1 : 25 000, momentan leider nur antiquarisch zu erwerben.

Quelle: Die Ski-Touren-Führer des Panico Verlags

Bayerische Alpen – Abergeck

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