Feuerland Aufmacher

Tierra del Fuego

Simon Yates und Andy Parkin gehören zu jenen britischen Extrembergsteigern, die ihre Traumgipfel am liebsten über neue, schwierige Routen besteigen. Diesmal gelang ihnen die Erstbesteigung eines Berges am stürmischen Ende der Welt – eine Expedition ins Ungewisse, erzählt mit britischem »understatement«.

Simon Yates und Andy Parkin gehören zu jenen britischen Extrembergsteigern, die ihre Traumgipfel am liebsten über neue, schwierige Routen besteigen. Diesmal gelang ihnen die Erstbesteigung eines Berges am stürmischen Ende der Welt – eine Expedition ins Ungewisse, erzählt mit britischem »understatement«.

Die rund 150 lange und 100 Kilometer breite Berggruppe im Südwesten von Feuerland ist fast gänzlich vom Meer umgeben – im Norden liegt der Admiralty Sound und im Süden der Beagle Kanal. Zwar erreichen die Berge eine maximale Höhe von 2470 Metern, die meisten Gipfel sind aber »nur« etwa 2000 Meter hoch.
Die ganze Region ist stark vergletschert, im Zentrum der Gruppe laufen die Gletscher zusammen und bilden eine Eiskappe. Viele dieser Eisströme fließen hinab zu den Fjorden, wo sie ins Meer kalben.
Das Wetter wird in dieser Region durch die vielen über den Pazifik hereinwirbelnden Tiefdruckgebiete bestimmt. Aus diesem Grund ist die Witterung eher unbeständig. Besonders im Westen der Gruppe muss mit starken Niederschlägen gerechnet werden. Die Sommertemperaturen sind mit denen in Nordeuropa vergleichbar. Im Winter ist das Wetter stabiler, jedoch sinken die Temperaturen auf Meereshöhe bis minus 20 Grad Celsius ab.
In der gesamten Region gibt es nur zwei bewohnte Estancias; früher war die Gegend von zwei Indianerstämmen besiedelt, die
leider ausstarben, als die Europäer Krankheiten einschleppten, gegen die sie keine Abwehrstoffe hatten


Anreise

http://Wer die Gegend in aller Ruhe erkunden will, chartert am besten eine Yacht. Ausgangpunkte für alle Unternehmungen sind Ushuaia in Argentinien oder der chilenische Ort Puerto Williams, die beide mit dem Flugzeug erreichbar sind. Das Segeln in chilenischen Gewässern ist nur mit einem Permit möglich, das in Puerto
Williams oder Punta Arenas ausgestellt wird. Wer ohne eigenen Kahn unterwegs ist, kann Puerto Williams auch von Punta Arenas aus mit der Fähre erreichen, die einmal wöchentlich verkehrt. Das Absetzen und die Aufnahme von Passagieren an einigen Punkten in der Cordillera ist bei vorheriger Vereinbarung möglich.



Beste Reisezeit

Die beste Zeit für Unternehmungen in der Cordillera Darwin sind die Sommermonate von Anfang Dezember bis Ende März.



Ausrüstung

Unternehmungen in der Cordillera Darwin sind mit normalen Trekkings nicht zu vergleichen. Die notwendige Ausrüstung entspricht der von Bergtouren in den Küstengebirgen Kanadas und Alaskas oder der vonTrekkings in den wilderen Ecken des Himalaja. Bei solchen Expeditionen ist im Notfall keine Hilfe von außen zu erwarten. Wildnis-Erfahrung ist dabei eine Grundvoraussetzung.



Geld/Telefon

In Ushuaia gibt es Geldautomaten. Am besten sind US-Dollars in bar. Reiseschecks können in Ushuaia und Puerto Williams eingelöst werden. Viele Restaurants, Hotels und Läden akzeptieren Visa-Karten.



Karten

The Uttermost Part of the Earth, (engl.), Lucas Bridges, Hodder and Stoughton, London, 1951.
Das faszinierende Buch schildert das Leben der ersten europäischen Siedler auf Feuerland sowie die letzten Jahre der einheimischen Indianerstämme Yaghan und Ona.
Abenteuer Trekking:
Patagonien und Feuerland, Armin Brunner und Ralf Gantzhorn, Bruckmann Verlag, München, 49,80 DM.
Der Führer beschreibt 20 Trekkings auf Feuerland und enthält detaillierte Karten.



weitere Infos

Luis Turi & Carolina Etchegoyen, Compania de Guias de Patagonia, PO Box 147, 9410 Ushuaia, Tierra del Fuego, Argentina, Tel.: +54/2901432642, E-Mail:lacompania@arnet.com.ar.



Trekking:

Es gibt zahlreiche Trekkingmöglichkeiten. Einer der tollsten einwöchigen Treks führt von der Estancia Calleta Maria zur Estancia Yendegaia im östlichen Teil der Berggruppe.
Allerdings müssen Teams den Transport zum Ausgangspunkt und die Heimreise vom Endpunkt selbst organisieren. Die meisten Unternehmungen sind mit extrem anspruchsvollen Flussüberquerungen verbunden. Wer das Innere der Berggruppe besuchen will, sollte Gletschererfahrung haben und die Spaltenbergungstechniken beherrschen.

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