Srilanka Aufmacher

Sri Lanka

Sri Lanka ist nicht gerade als Bike-Revier bekannt. Unser Autor radelte trotzdem über die Insel – per Tandem.

Sri Lanka ist nicht gerade als Bike-Revier bekannt. Unser Autor radelte trotzdem über die Insel – per Tandem.

Sri Lanka ist etwa so groß wie Bayern und misst von Nord nach Süd etwa 435 Kilometer, an der breitesten Stelle von West nach Ost etwa 241. Die Insel ist ein wahres Kaleidoskop landschaftlicher Gegensätze: Schneeweiße Sandstrände, ein bis zu 2524 Meter hohes Gebirgsmassiv im Landesinneren, trockene Steppe und tropischer Regenwald.


Anreise

http://Direktflüge (ca. 10 Std.) ab Frankfurt nach Colombo, beispielsweise mit Condor. Auch ein Flug mit Emirates Airline ist möglich, allerdings mit Zwischenstopp in Dubai. Charter-Tickets ab etwa 1200 Mark, für das Fahrrad zuzüglich 80 bzw. 120 Mark. Die Mitnahme des Tandems war nach Voranmeldung des Rads unproblematisch. Zum Transport wurden Pedale, Lenker und Sättel abmontiert, ferner der Reifendruck abgesenkt.



Beste Reisezeit

Zwischen November und April. Dann liegen die Temperaturen in mittleren und niedrigen Lagen zwischen erträglichen 28 – 30 Grad. Im Sommer ist es zum Radfahren zu heiß. Zwischen Mai und Oktober muss mit Monsunschauern gerechnet werden. Durch die dann herrschende enorme Luftfeuchtigkeit wird jede Anstrengung zur Qual.



Ausrüstung

Ein robustes Rad ist erforderlich, auf breite Geländereifen kann man verzichten. Hinsichtlich Bordwerkzeug und Ersatzteilen muss man für alles gerüstet sein: Es gibt keine Möglichkeit zum Nachkaufen.



Geld/Telefon

Landeswährung ist die Sri Lanka Rupie. Reiseschecks in US-Dollar und Dollar in cash sind empfehlenswert. Bei der Einreise müssen alle eingeführten Devisen deklariert und alle Umtauschaktionen für die eventuelle Vorlage bei der Ausreise bescheinigt werden. In vielen Unterkünften wird die VISA-Karte akzeptiert.



Übernachtung

Camping ist auf Sri Lanka ein Fremdwort, wegen der sehr hohen Schlangenpopulation ist vom Übernachten im Zelt sowieso dringend abzuraten. Dafür ist das Angebot an Gästehäusern groß. Wem saubere Bettwäsche, Dusche und WC auf dem Zimmer, Ventilator und Moskitonetz genügen, kann in privaten Herbergen ein Doppelzimmer für umgerechnet etwa 20 Mark inklusive Frühstück bekommen. Meist kann man dort auch zu Abend essen. Tagsüber findet man in jedem Dorf einen Laden oder Verkaufsstand mit Früchten der Region und kühlen Getränken.



outdoor Tipp

Da von einem Aufenthalt in Colombo prinzipiell abgeraten wird, fuhren wir mit dem Taxi direkt vom Flughafen nach Negombo (40 km). Hier findet man problemlos günstige Unterkünfte.
Wem das Radeln im gebirgigen Landesinneren zu anstrengend ist: Gegen ein paar Dollar finden Rad und Radler auf einem der vielen Pickups Platz – die Menschen sind im allgemeinen sehr freundlich.

anz wichtig: überall auf Schlangen achten. Es gibt sehr viele, auch in scheinbar dicht bewohnten Gebieten.


Karten

Sri Lanka, Nelles Verlag, Maßstab 1: 450.000, 14,80 Mark, reicht aus.
Sri Lanka Reise Know-How, Rainer Krack, Reise Know-How-Verlag, Bielefeld, 44 Mark.
DuMont Sri Lanka, Jochen Siemens, Dumont Verlag, Köln, 19,80 Mark.



weitere Infos

Ceylonesisches Fremdenverkehrsamt, Allerheiligentor 2–4, 60311 Frankfurt/Main, Tel. 069/287734, Fax: 069/288371, Internet:
www.destination-asien.de.

Botschaft von Sri Lanka, Rolandstr. 52, 53179 Bonn, Tel. 0228/3320557, Internet:
www.srilanka-botschaft.de.


Einreise:

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen bei einem Aufenthalt von bis zu 30 Tagen nur einen gültigen Reisepass.