OD 0511 Türkei Lykische Halbinsel Küste Ben Wiesenfarth
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Lykische Küste: Türkei mit dem Segelboot erkunden

Segeltörn an der türkischen Küste

Die lykische Halbinsel in der Türkei ist ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Wer sein Basislager auf einem stilechten Holzboot bezieht, der nähert sich dem Landstrich von seiner schönsten Seite aus: vom Wasser.

Wie ein goldgelbes Fladenbrot steht der volle Mond über dem duftenden Ried im Delta des Dalyan. Zikaden zirpen ihre ohrenbetäubende Serenade, und vor den nachtschwarzen Felsen der Küste strahlen die mit Flutlichtern beleuchteten Gräber der Karer so hell, als wären sie erst gestern und nicht schon vor 2400 Jahren aus dem gelbroten Fels geschlagen worden. Behäbig tuckert das Motorboot, dessen Steuermann sich mit schlafwandlerischer Sicherheit seinen Weg durch das Schilflabyrinth sucht. Normalerweise bringt er Badegäste vom Kai des Touristenfleckens Dalyan an den Strand, der dem Rieddelta vorgelagert ist. Doch heute Nacht lässt er den Sandstreifen achtern liegen und hält mit seinen elf Passagieren, die erst vor ein paar Stunden am nahe gelegenen Flughafen gelandet sind, auf die Positionslichter eines Schiffes zu.

Im Schutz einer vorgelagerten Insel schaukelt die Ugur Kaan in der Dünung. Der etwa 30 Meter lange Zweimaster ist einer von unzähligen Schiffen ähnlicher Bauart, die schon seit hunderten von Jahren vor der heutigen türkischen Mittelmeerküste kreuzen – und hier landläufig »Gulet« genannt werden. Transportierten die hölzernen Handelssegler früher Oliven, Amphoren mit Wein und andere Güter, fassen ihre geräumigen Rümpfe heute vornehmlich Urlauber. Das Innere der Ugur Kaan ist mit acht Doppelkabinen mit jeweils eigenem Badezimmer ausgebaut.

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Wer nicht ganz sicher im Sattel sitzt, sollte auf Schotter langsam fahren.

Die nächsten Tage über wohnt hier eine Gruppe, die mit ihrem Guide Marcin die lykische Halbinsel per Bike und zu Fuß erkunden will. Diese Aufgabe erledigt die Ugur Kaan mit einer Besatzung von nur drei Mann: Kapitän Horaz, seinem Sohn Mehmet und Naim, dem Koch, der in den Wintermonaten als Schiffbauer bei Maramis arbeitet. Der Kapitän, ein Mann vom Körperbau und der Behäbigkeit eines Efraim Langstrumpfs, ist ein Gentleman alter Schule und rückt den Damen beim Abendessen schon einmal den Stuhl zurecht. Danach zieht er sich zurück, während die Gäste auf dem Achterdeck die Reis-Gerichte genießen, die Naim in der Kombüse gezaubert hat, und schaut zusammen mit der übrigen Besatzung in der Messe ein wenig Fußball.

Es hat etwas von einer kleinen Invasion, als Kapitän Horaz am nächsten Morgen nach etwa einer Stunde Fahrt das Dingi der Ugur Kaan zu Wasser lässt und Mehmet nach und nach ein knappes Dutzend behelmte Radfahrer in Mountainbike-Montur am Strand aussetzt, ungläubig von brezelbraunen Badegästen bestaunt. Im Gegensatz zu vielen anderen Orten am Mittelmeer ist die lykische Küste von hässlichen Hotelburgen größtenteils verschont geblieben. Selbst Orte wie Sarigerme mit ihren großen Club-Anlagen fügen sich einigermaßen harmonisch in das Relief der felsigen Küste ein. Gleich hinter dem Strand schlägt Bikern der würzige Pinienduft entgegen, der wie ein schweres Parfüm auf dem Hinterland liegt. Breite Schotterpisten führen durch bewaldete Hügel, später leitet ein bröseliges Teersträßchen entlang von Melonenfeldern in die Kleinstadt Dalaman. Radfahrer sind hier fast immer Touristen, doch erstaunte Blicke bleiben aus, die Freizeitgewohnheiten der Teutonen sind hinlänglich bekannt. Allerorten spricht man deutsch. »Wo kommen Sie her? Ah, Stuttgart, mein Bruder wohnt in Mannheim, ich selbst habe 20 Jahre in Frankfurt gelebt.« Und es beschämt einigermaßen und sagt viel über die Situation von Einwanderern, wenn man selbst nach 20-jähriger Kundschaft in Dönerbuden nicht mal ein türkisches »Hallo«, »Danke« oder »Auf Wiedersehen« über die Lippen bringen kann. Weltoffenheit beginnt eben nicht erst am Flughafen.

Landgang

Türkei für Genießer: Sonne und Meer

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Genüsse des Orients: Schatten und Wasserplätschern.

Wasserscheue Kurzduscher mögen das Dampf­bad schlicht für ein überzogenes Hygienekonzept und einen Touristennepp halten, für andere ist der erste Kontakt mit der Badekultur des Vorderen Orients eine Offenbarung. Der preußische Generalfeldmarschall von Moltke fand während seines Türkeiaufenthaltes in den Jahren 1835 bis 1839 sogar, »dass man noch nie gewaschen gewesen ist, bevor man nicht ein türkisches Bad genommen hat.« Und wirklich, nachdem der Bademeister und Masseur, der hier Tellak heißt, mit einem rauen Massagehandschuh, der Kese, die alte Haut vom Körper geschrubbt hat, bekommt man eine Ahnung davon, wie sauber sich eine Schlange nach dem Häuten fühlen muss. Mit vorwurfsvollem Gesichtsausdruck und zum Beweis der Notwendigkeit dieser Prozedur hält der Tellak einem die zu beachtlichen Wülsten zusammengerollten Hautreste lebenslänglicher Hamam-Abstinenz entgegen. Was er sagt, versteht sich auch ohne Türkischkenntnisse: »Wie hast du das nur so lange aushalten können?« Wer danach noch nicht genug hat, gönnt sich noch eine Behandlung mit Massageöl und verlässt den Ort der Reinigung wohlduftend, mit geschmeidigem Gang und dem guten Vorsatz, nicht noch mal so lange damit zu warten.

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Vielerorts werden die Früchte des Landes feilgeboten.

Nach ein paar Tagen hat sich der Rhythmus auf der Ugur Kaan eingespielt. Wenn das Frühstück abgeräumt ist, werden die Räder auf das Dingi geladen, in vier Fuhren setzt Mehmet die Radfahrer am Ufer ab. Auch wenn er sich Mühe gibt, es zu verbergen: Etwas in der Art, wie er zum Abschied winkt und sein Gesicht dabei einen fast mitleidigen Ausdruck annimmt, lässt vermuten, dass in der Südtürkei anstrengende körperliche Tätigkeiten wie Radfahren oder Wandern als eher inadäquat gelten. Aber trotz der südlichen Sonne sorgen der Wald und eine geschickte Routenführung für eine angenehme Temperatur beim Fahren. An den Steigungen geraten Biker natürlich ins Schwitzen. Doch die relaxte Stimmung in dieser heiteren Landschaft steckt an und lähmt sogar den sportlichen Ehrgeiz der Ambitioniertesten. Zwar preschen sie in ihrem eigenen Tempo voraus, an der nächsten Passhöhe liegen sie aber unter dem Schatten eines Baumes, nuckeln versonnen an den Schläuchen ihrer Trinksysteme und schauen auf das Meer. Doch spätestens, wenn am Nachmittag die beiden Masten der Ugur Khan in einer Bucht auftauchen, treten sie wieder in die Pedale. Sie fliegen förmlich dem Schiff entgegen, verstauen schnell ihre Räder auf dem Vorderdeck und stürzen sich anschließend in das Blau, dass den ganzen Tag schon so verheißungsvoll am Horizont blinkte. In der Nacht lockt ein Sternenhimmel, wie man ihn in Deutschland nur im Hochgebirge zu sehen bekommt. Nur wenige zieht es in die stickigen Kabinen, zu verlockend ist die laue, salzige Luft im Freien, und auf den Matratzen des Sonnendecks schaukelt man sanft in das Reich der Träume.

An manchen Tagen dreht Kapitän Horaz schon um sechs an dem Zündschlüssel seiner Iveco-Dieselma­schine. Dann tuckert die Ugur Kaan zum Ausgangspunkt der nächsten Tour. Wer um diese Zeit schon in der Stimmung dazu ist, stellt sich an die Reling und lässt mit etwas Abstand zur Küste das westliche Taurus-Gebirges an sich vorbeiziehen. Über 2000 Meter ragt es am Horizont über der lykischen Halbinsel auf. Bis in den Sommer hinein liegen Schneereste auf den Gipfeln, die zur Küste hin zu sanften Hügeln auslaufen. Durch diesen zedernbewachsenen Landstrich führt der »Lykische Weg«, auf Pfaden, die schon seit jeher benutzt werden. Das antike Volk der Lykier erlebte seine Blütezeit in den Jahren von 2500 bis 300 vor Christus, doch seinem kulturellen Erbe begegnet man auf dem Weg allerorten. Auf 509 Kilometern Länge windet sich der erste Weitwanderweg der Türkei zwischen Fethiye auf der Westseite der lykischen Halbinsel nach Osten bis nach Antalya. Neben viel Pinienduft und noch mehr Mittelmeer warten Felsengräber, Sarkophage, Amphitheater und mit den Ruinen von Xanthos sogar eine ganze Stadt.

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Das Döner-Original besteht aus Hammel- oder Lammfleisch.

Ob man zu Fuß unterwegs ist, mit dem Bike oder auf einem Boot die Badebuchten abklappert: Man könnte noch ein Weilchen so weitermachen in diesem Rhythmus von heißen Tagen und lauen Nächten, den Melonen auf den Feldern noch eine Weile beim Reifen zusehen und dem Mond am Himmel noch ein bisschen beim Abnehmen, bis er schließlich zur Sichel wird und gemeinsam mit dem Abendstern die Konstellation eingeht, in der er auf der türkischen Nationalflagge verewigt wurde. Und wer am Abend vor seiner Abreise an der Reling steht und sich schon immer gefragt hat, was denn ausgerechnet an einer Reihe von schönen Tagen so schwer zu ertragen sein soll, dem gibt Lykien vielleicht zur Antwort: die Gewissheit, dass sie vergehen werden, ebenso wie die schönen Tage der Karer, Griechen und Römer vergangen sind, die ihre steinernen Spuren an der Küste hinterlassen haben. Und dass sich zu diesen Ruinen auch irgendwann die Städte unserer Gegenwart gesellen werden – überwölbt vom kalten, sternenübersäten Nachthimmel. Und neben einer Lektion in Gelassenheit nimmt man vielleicht noch ein paar Brocken Türkisch mit nach Hause. Merhaba – Hallo; Çok tesekkürler! – Vielen Dank und Güle güle! – Auf Wiedersehn! Den Mann in der Döner-Bude wird es freuen.

Reiseinformationen

Türkei für Genießer: Sonne und Meer

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outdoor

Lage
Die lykische Halbinsel ragt im Südwesten der Türkei auf einer Breite von 130 Kilometern in das Östliche Mittelmeer, sie liegt auf derselben geographischen Breite wie Sardinien.

Beste Zeit
Die übliche Reisezeit liegt zwischen April und Oktober, im Hochsommer (Juli/August) wird es sehr heiß (35°– 40° C), im Winter mild (im Januar etwa 10° Celsius. Die Saison für Schiffsreisen beginnt in der Regel ab Mai und dauert bis Oktober.

Anreise
Von vielen Deutschen Flughäfen gelangt man relativ preiswert in die türkischen Städte Antalya oder Dalaman. So bietet beispielsweise die deutsche Fluggesellschaft Condor Flüge von Frankfurt nach Dalaman ab 130 Euro an. www.condor.com

Übernachtung
An der türkischen Riviera finden sich hunderte Hotels, All-Inklusive-Anlagen und Pensionen aller Preisklassen. Informationen liefert das Türkische Fremdenverkehrsamt (www.reiseland-tuerkei.info), wertvolle Tipps zu Übernachtungsmöglichkeiten am Lykischen Weg finden sich in den Wanderführern von Rolf Goetz oder Michael Hennemann (siehe Literatur).

Blaue Reisen
Im Sommer wimmelt es an der Türkischen Riviera nur so von Motorseglern, die einen »All-inklusive-Urlaub« auf dem Wasser anbieten. Ambitionierte Segler werden hier allerdings nicht glücklich, die geräumigen »Gulets« setzen nur im Ausnahmefall die Segel und tuckern behäbig von Bucht zu Bucht. Der Vorteil: Gäste kommen in den Genuss eines stilechten Holzschiffes und sparen sich die teilweise unbequeme Schräglage unter Segeln, die Mithilfe beim Segeln bzw. die Mehrkosten für eine Crew. Und meistens bleiben einem so auch die Anfälle von Übelkeit erspart, die oft mit einer längeren Segel-Überfahrt einhergehen.

Anbieter
»Blaue Reisen«, auf denen man tagsüber Rad- oder Wanderausflüge unternimmt und abends auf dem Schiff übernachtet, hat beispielsweise der Anbieter Froschreisen im Programm. »Boot & Hike« führt zu den schönsten Etappen des Lykischen Wanderweges. 1 Woche in der Doppelkabine mit HP und geführten Wanderungen inklusive Flug kostet ab 889 Euro. Das Angebot für Biker »Boot & Bike« kostet ab 949 Euro.

Literatur
Türkische Riviera: Lykische Küste von Antalya bis Fethiye, 40 Touren mit Lykischem Weg, Rolf Goetz, Rother Wanderführer, 12,90 Euro.

Türkei: Lykischer Weg von Fethiye nach Antalya, Michael Hennemann, Konrad Stein Verlag, 12,90 Euro.

Bike Guide Türkische Riviera, 35 MTB-Touren. Höhenprofile. Topografische Karten. Ausrüstung. Basics im Gelände, Werner Eichhorn, Bergverlag Rother 14,90 Euro.

Tourentipps

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Tour 1: MB-Trip nach Göcek

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Das Beiboot setzt morgens Mountainbiker an Land ab.

17 km, 4–6 Std., 400 Hm

Vom Strand von Sigla bzw. von der Zufahrt zum »Beach Club« in der Sigla-Bucht geht es zunächst auf der Straße D400 Richtung Göcek. Schon nach 100 Metern rechts in die nicht mehr genutzte, alte Straße abbiegen. Im Schatten des Waldes und in mäßiger Steigung nach drei Kilometern auf eine Passhöhe. Hier wieder auf die D400 und in angenehmer Talfahrt zur drei Kilometer entfernten Siedlung Inlice. Dann nach rechts auf eine schnurgerade Ortsstraße. Diese trifft nach 2,5 Kilometern wieder die D400. Etwa 300 Meter Richtung Göcek und links auf die Straße zum Strand von Inlice abbiegen. Auf dieser, eine erste Abbiegemöglichkeit nach links ignorierend, 450 Meter bis zu einem Haus am Waldrand. Nach weiteren 100 Metern zweigt rechts ein steiler Schotterweg hangaufwärts ab. Diesem entweder gleich folgen oder vorher noch weitere 800 Meter geradeaus zu einem Abstecher zum Strand. Wieder zurück erreicht man auf dem erwähnten Schotterweg nach 800 Metern und 80 Höhenmetern einen Höhenrücken, dem man in stetem Auf und Ab 2,5 Kilometer bis zu seinem höchsten Punkt (250 m) an einer Antenne folgt. Im steilsten Abschnitt müssen hier auch trainierte MB-Fahrer absteigen und hundert Meter schieben. Von hier oben hat man eine schöne Aussicht auf die Bucht von Göcek. In nordöstlicher Richtung geht es dann in rasanter Abfahrt zunächst in einer Brandschneise, später auf einem Forstweg bis zur D400. Bis Göcek sind es dann nur noch 1000 Meter.

Tour 2: Auftakt des Lykischen Weges

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Die Akropolis von Tlos birgt Relikte aus 5000-jähriger Vergangenheit.

6–7 Std., 16 km, 580 Hm

Die erste Etappe auf dem Lykischen Weg könnte spektakulärer nicht sein. Der Höhenweg über Ölüdeniz bietet nicht nur ein Postkartenpanorama auf die Blaue Lagune, auch der fast 2000 Meter hohe Baba Dagi zeigt sich in seiner ganzen Größe. Der alte Muliweg läuft an der Südwand des Berges durch die beschaulich anmutenden Dörfer Kozagaç und Kirme, in denen rein gar nichts an den touristischen Betrieb in Ölüdeniz erinnert. Der Weg startet am Abzweig zum Montana Pine Resort an der Straße Fethiye – Ölüdeniz, etwa 400 m unterhalb vom großen Verkehrskreisel in Ovacik, und ist rot-weiß markiert. Tageswanderer kommen vom Zielpunkt Faralya mit dem Sammeltaxi wieder bequem zurück. Lohnend ist ein Abstecher in die enge Schlucht der Schmetterlingbucht Kelebek Vadise, die bei Faralya beginnt. Als Einkehr- und Übernachtungspunkt bietet sich das Landhotel »Wassermühle« 100 Meter vor Faralya an.

Tour 3: Auf den Tahtali, 2365 m

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Am Horizont grüßen die Gipfel des Taurusgebirges.

9 Std., 1500 Hm

Wie kein anderer Gipfel beherrscht der Tahtali (sprich Tachtale) die Szenerie über der Ferienregion Kemer im Osten der lykischen Halbinsel. Für Gipfelstürmer ist der auch Olympos genannte Berg eine echte Herausforderung, sind doch im Anstieg gut 1500 Höhenmeter zu bewältigen. Von einem Parkplatz an einer unbefestigten Straße etwa 1 Kilometer hinter dem kleinen Ort Beycik erfolgt der Aufstieg bis zum Tahtali-Sattel zunächst auf dem gut markierten Lykischen Weg, der hier den höchsten Punkt auf seiner 500 km langen Strecke erreicht. Von dort sieht man schon die braune Rinne der Aufstiegsroute den Vorberg hinaufziehen. Vom Lykischen Weg weisen Steinmännchen die Route dorthin. Das letzte Stück geht es dann auf einem unmarkierten, wenn auch ausgetretenen, mitunter gerölligen Steig zum Gipfel. Der mühevolle Aufstieg wird mit einem 360°-Panorama belohnt. Doch Vorsicht! Der Berg ist ein Wolkenfänger – machen Sie die Tour an einem Tag mit stabiler Wetterlage, sonst lohnt die Mühe nicht. Sofern es klar ist, kann man bis hinüber nach Rhodos schauen. Bei Bedarf kann man sich den Abstieg sparen: Seit 2007 fährt eine Seilbahn auf den Gipfel, von der Talstation kann man mit dem Sammel­taxi oder Autostopp zurück zum Parkplatz kommen.

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