OD 2017 Zugspitze pixabay pixabay

Zugspitze und Alpspitze

Deutschlands höchste Berge - Zugspitze und Alpspitze

Im Höhenvergleich übertrifft die Zug- die Alpspitze um gut 300 Meter, die Alpspitze ist 2628 Meter hoch, die Zugspitze bringt es auf immerhin 2962 Meter – Deutschlands höchster Berg, und, nun ja, Deutschlands schönster.

Die beiden verbindet eine mächtiges, fünf Kilometer langes und wild gezacktes Felsband: Der legendäre Jubiläumsgrat, eine Herausforderung, an die sich nur Alpinisten wagen, und kein Ort, an dem man sich von einem Gewitter erwischen lassen sollte. In Windeseile brauen sie sich hier im Sommer manchmal zusammen und nehmen keine Rücksicht darauf, ob man gerade gut sitzt oder möglicherweise einige 100 Meter Luft unter dem Gesäß hat. Alle drei zusammen, Alpspitze, Jubiläumsgrat und die Zugspitze, bilden den westlichen Teil des Wettersteingebirges, mit einer Westostausdehnung von 25 Kilometern an sich ein recht überschaubares Gebirge, aber von Deutschlands 20 höchsten Gipfeln stehen alleine 15 hier. Weniger sachlich ausgedrückt: Das Wettersteingebirge ist ein Wanderparadies.

Die Top 4-Touren im Wettersteingebiet:

Und da soll ich hoch?

Die Auswahl an Touren ist riesig im Wetterstein, und wer wenig Zeit hat, wird leicht in Entscheidungsnöte kommen. Fest steht aber: »Alp- und Zugspitze gehören aber auf jeden Fall auf die Liste«, sagt Olaf Beck. Zuerst die Alpspitze. Denn so uneinnehmbar, wie sie tut, ist sie nicht. Selbst durch ihre von unten so abweisend wirkende, 500 Meter hohe Nordwand führt ein Weg, den Normalsterbliche schaffen können, die sogenannte Alpspitz-Ferrata. Kenner und Könner bezeichnen den Klettersteig als »übersichert«, weil er die Wand wie eine Feuerwehrleiter mit unzähligen Eisentritten und -bügeln erschließt, aber das soll den schwindelfreien und trittsicheren Wanderer, der neue Herausforderungen sucht, nicht schrecken – zumal einem die Osterfelder-Seilbahn die vielen Höhenmeter bis zum Wandfuß abnimmt und der Steig in einem halben Tag zu schaffen ist.

Wer es nicht ganz so steil mag, aber länger, dem empfiehlt Olaf Beck den Weg über den Südostgrat, auch wenn der liebe Gott vor den Grat die Schöngänge gestellt hat. Die 100 Meter hohe und 500 Meter breite Felsstufe rückt erst so richtig ins Blickfeld, wenn man von Garmisch mit der Seilbahn zum Ausgangspunkt am 1600 Meter hohen Kreuzeck aufgefahren ist. »Und da soll ich hoch?«, denkt der Wanderer. Ja, genau, da soll er hoch. Die ersten etwa 30 Höhenmeter durch Schotter, immer nach dem Prinzip zwei hochsteigen/einen runterrutschen, danach mit der Hilfe von Drahtseilen durch festeren Fels. Wer hier fluchen sollte, dem sei gesagt: Es ist schon ein verdammt gutes Gefühl, die Schöngänge später auf Urlaubsfotos zu zeigen und sagen zu können: Ja, da bin ich hochgestiegen.

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