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Wanderziele fürs Frühjahr

Dem Sommer entgegen

Haben Sie keine Lust, auf den Sommer zu warten? Dann reisen sie ihm doch einfach entgegen. Outdoor zeigt acht Sonnenziele für die Vorsaison.

Während in hiesigen Gefilden die Sonne noch mit Wolken und Wind um die Vorherrschaft ringt, erfrischen anderswo schon sommerliche Temperaturen und traumhafte Panoramen das Wandererherz. Folgen Sie den Tipps von outdoor und genießen den Frühsommer in aller Pracht an den besten Spots Europas. Auf den folgenden Seiten stellen wir die besten Wanderziele fürs Frühjahr vor - mit ausgewählten Touren, die Ihnen den Einstieg in die Saison versüßen werden.

Algarve - Wandern am Rande Europas

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Ben Wiesenfarth
An der Ponta da Piedade liefert das Donnern der Brandung die Hintergrundmusik.

Wer Portugal nur für ein Urlaubsziel für Sonnenanbeter hält, der irrt. Denn wandern kann man vor allem im Süden des Landes, in der Algarve, hervorragend. Gerade wenn es in Mitteleuropa noch kalt und ungemütlich ist, lockt die südwestlichste Ecke Europas mit angenehmen Temperaturen, blühenden Wiesen und einsamen Küsten. Oft ist man völlig allein unterwegs. So kann man ungestört die Naturgewalten bestaunen, wenn die tobenden Wellen des Atlantiks an turmhohe Steilklippen branden, beispielsweise auf einer Rundtour von Carrapateira aus. Sie führt zu stillen Buchten, durch sanfte Dünenlandschaften und gibt einen Vorgeschmack auf das grüne und verträumte Hinterland.

Windgeschützter und daher nicht ganz so einsam ist die Mittelmeerküste der Algarve. Eine der reizvollsten Wanderungen führt hier vom Fischerdorf Salema in die historische Altstadt von Lagos. Weiche Sandstrände laden unterwegs zum Baden ein, außerdem fasziniert die von der See geschaffene Felslandschaft der Ponta da Piedade. Auf jeden Fall einplanen sollten Wanderer auch einen Abstecher ins Hinterland. Empfohlen seien die Rundwanderung von Boliqueime zum Castelo Paderne aus maurischer Zeit und eine Besteigung des Picota, des mit 773 Meter zweithöchsten Berges der Algarve. Seit letztem Sommer gibt es zudem einen Weitwanderweg von Alcoutim im Nordosten der Algarve bis zum Südwestzipfel Cabo de São Vincent, die Via Algarviana. Auf einem in Vergessenheit geratenen Pilgerweg führt sie Wanderer in 14 Etappen in ein Portugal, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.

Tour 1: Rund um Carrapateira
Anspruch: 19 km, 5,5 h, leicht.
Ausgangs- und Endpunkt: Ortszentrum Carrapateira.

Von Carrapateira aus dem Flüsschen Ribeira da Carrapateira bis zur Atlantikküste folgen. Oberhalb des Atlantiks nach Süden bis zum Strand von Amado. Von dort zunächst nach Norden Richtung Carrapateira, nach 1,5 km rechts halten bis zum Ribeira da Carrapateira. Am Flüsschen entlang zurück.

Tour 2: Salema – Lagos
Anspruch: 20 km, 6 h, mittelschwer.
Ausgangspunkt: Der Strand Praia da Salema.
Endpunkt: Lagos.

Von Praja de Salema nach Nordosten durch den ältesten Stadtteil Salemas, dann parallel zur Küste vorbei an der Bucht von Boca do Rio und dem Strand von Almádena bis Burgau. Weiter in der Nähe der Küste nach Luz, dann zum Obelisk von Atalaia und zum Felsenlabyrinth Ponta da Piedade und schließlich zum Ziel in Lagos.

Tour 3: Zum Castelo Paderne
Anspruch: 18 km, 4,5 h, leicht.
Ausgangs- und Endpunkt: Zentrum von Boliqueime.

Von dort zum Fluss Ribeira de Quarteira und ihm nach Norden folgen, dabei passiert man eine Römerbrücke und eine restaurierte Mühle. Auf der anderen Flussseite zum Castelo Paderne, dort Richtung Malhão nach Aroal und zurück.

Tour 4: Auf den Picota
Anspruch: 11,5 km, 3,5 h, leicht.
Ausgangs- und Endpunkt: Monchique, Busstation.

Der Weg streift die Orte Besteros und Bemposta. Bei Bemposta 1 km Richtung Osten, dann Pfeilen Richtung Südwest folgen. Bald führt der Weg auf eine Straße, an deren Ende der Aufstieg zum Picota beginnt.

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Frühling in der Schweiz - Wandern im Tessin

Während im März die Gipfel des Alpenvorlands noch unter einer dicken Schneedecke ruhen, sonnt sich das Südtessin bereits im saftigen Gelb der Forsythienblüten. Jetzt heißt es die Wanderstiefel schnüren und hinein in die Sonnenstube der Schweiz. Wie wäre es mit dem San Salvatore bei Lugano? Der Aufstieg verheißt schwindelerregende Tiefblicke auf den Luganer See und der Abstieg durch den noch kahlen Kastanienwald nach Carona ein raschelndes Vergnügen für die Füße. Von dem urigen Bergdorf lohnt ein Abstecher zum Botanischen Garten San Grato. Auf 62 000 Quadratmetern blühen hier Rhododendren und Azaleen. Auch die Rundwanderung auf den bewaldeten Monte San Giorgio, der von den beiden südlichen Armen des Luganer Sees halb umschlossen wird, wartet mit Attraktionen am Wegesrand auf: Zahlreiche gut erhaltene Versteinerungen wurden hier gefunden.

Tour 1: San Salvatore – Morcote
Anspruch: 4,5–5 h, 700 Hm, leicht.
Ausgangs-/Endpunkt: Paradiso, Parkplatz bei der Standseilbahn auf den San Salvatore.

Von Paradiso über den San Salvatore und Ciona nach Carona, dann über die Alpe Vicania hinab nach Morcote. Mit dem Postauto oder später im Jahr mit dem Schiff zurück zum Ausgangspunkt Morcote

Tour 2: Auf den Monte San Giorgio
Anspruch: 5 h, 990 Hm, leichte bis mittelschwere Rundtour.
Ausgangs-/Endpunkt: Riva San Vitale am Luganer See.

Von Riva San Vitale über die bewaldete Ostflanke des Monte San Giorgio auf den Gipfel und über Cassina und Meride zurück zum Ausgangspunkt Riva San Vitale. Am Weg liegt der älteste Sakralbau der Schweiz, das Baptisterium San Giovanni in Riva San Vitale.

Tour 3: Vom Schweizer Dorf Arogno auf den italienischen Gipfel des Sighignola.

Anspruch: 3¼ h, 790 Hm, mittel.
Ausgangs-/Endpunkt: Arogno, oberhalb der italienischen Exklave Campione.

Die Waldwanderung folgt einem teilweise sehr steilen und abschüssigen Pfad. Oben wartet zur Belohnung ein italienischer Cappuccino auf der Terrasse des Gipfelrestaurants.

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Kroatische Perle: Unterwegs im Nationalpark Paklenica

Viele Deutsche wissen, wie es im Nationalpark Paklenica aussieht, ohne je dort gewesen zu sein – die meisten Szenen der Winnetou-Filme wurden dort gedreht. Zwei beeindruckende Schluchten kerben sich in das Karstgebirge des Velebit, die größere von beiden, die zehn Kilometer lange Velicka Paklenica, bis zu 400 Meter tief. Hindurch führt in zwei Stunden ein gut ausgebauter Weg, der leider meist sehr überlaufen ist – es sei denn, man kommt mit der ersten Frühlingswärme, die man hier manchmal schon im März genießen kann. Die kleine Schlucht Mala Paklenica hingegen führt ein Schattendasein, ist aber landschaftlich mindestens genauso interessant. Und der Weg durch die immerhin auch sieben Kilometer lange Schlucht erweist sich als um einiges anspruchsvoller als jener durch die Velicka.

Weitere sehr schöne Wanderungen starten bei der Schutzhütte »Dom u Paklenici« am Ende der großen Schlucht. Von hier aus dringt man tiefer in den 100 Quadratkilometer großen Park ein, zum Teil steile Wege führen auf die höchsten Gipfel der Gegend, etwa den Vaganski Vrh auf 1757 Meter oder den Babin Vrh auf 1723 Meter. Wer weiß, vielleicht sieht man auf einem von ihnen sogar einen der im Park lebenden Braunbären, Wölfe und Luchse. Oder eben doch Winnetou.

Tour 1: Schluchtentour
Anspruch: 6 h, 680 hm, schwer.

Vom Eingang der kleinen Schlucht geht es über einen Steig (zum Teil drahtseilgesichert) zur großen Schlucht. Der höchste Punkt der Tour befindet sich zwar nur auf 700 Meter, die Runde kann aber durch Sonne und Hitze anstrengender werden, als sie auf der Karte scheint.

Tour 2: Svetio Brdo
Anspruch: 8 h, 1751 Hm, schwer.

Vom kleinen Küstendorf Modric führt der Weg über karstige Landschaft auf den 1751 Meter hohen Sveto Brdo, den höchsten Berg im Nationalpark.

Tipp: Genug Proviant und Wasser mitnehmen, es gibt nur eine Zisterne.

Tour 3: Über Ramici zur Schutzhütte Dom u Paklenici.
Anspruch: 5 h, 740 Hm, mittel.

Von Starigrad führt der Weg über karstige Hänge in den Nationalpark. Über mehrere verlassene Dörfer und Ruinen kommt man schließlich zum Dom u Paklenici (bewirtet, Übernachtung möglich). Zurück geht es durch die große Schlucht.

Tour 4: Veliko Ruijno
Anspruch: 5 h, 1230 Hm, mittel.

Über die große Schlucht (2 h) geht es über den Dom u Paklenici zur Veliko Rujno, einer Hochebene im Norden des Nationalparks. Wer will, nimmt auf der Route den Gipfel Golic (1265 m) mit.

Tour 5: Crnhi Vrh
Anspruch: 3,5 h, 1020 Hm, mittel.

Durch die große Schlucht bis zur größten Felswand im Gebiet, der Anica Kuk. Von dort auf einem steilen Steig Richtung Crnhi Vrh auf über 1100 Meter.

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Provence: Kräuter, Ginster und Lavendel

Frühlingstouren
Die Felsen der Verdonschlucht fesseln Wanderer wie Kletterer.

Südlich von Grenoble liegt das Departement Drôme, das als Frankreichs Tor ins Mediterrane gilt. Bizarre Kalkriffe wie die Trois Becs laden hier zu Touren mit Blick auf den vergletscherten Alpenhauptkamm ein. Ebenfalls in der Drôme, am Rocher du Caire, fliegen einem die seit 1992 erfolgreich wieder angesiedelten Mönchs- und Gänsegeier um die Ohren. Etwa 90 Kilometer weiter im Südosten, in der Gegend um Digne-les-Bains, wandert man zwischen Ginster und Lavendel, zwischen Kräutern und Strauchheide – ein Stück Bilderbuchprovence, dünn besiedelt und 1984 zum Réserve Naturelle Géologique de Haute-Provence erklärt. Von der Straße durch das Bés-Tal weisen immer wieder Hinweisschilder zu Fundorten eindrucksvoller Fossilien, ein Fußweg führt zum Ruinendorf Esclangon hinauf. Die Terrasse über der Bés liefert einen Blick auf das Vélodrome, eine Sandsteinfaltung, die an ein gigantisches Fußballstadion erinnert. Und zum Schluss der Provence-Reise geht es in die bis zu 700 Meter tiefe Verdonschlucht. Im Frühling herrscht bescheidener Betrieb, und wer den Sentier de l’Imbut am Schluchtgrund wählt, wird garantiert beeindruckt sein.

Tour 1: Les Trois Becs
Anspruch: 5 h, 860 Hm, leicht.
Ausgangs-/Endpunkt: Col de la Chaudière, 21 km östlich von Crest.

Schon von Weitem sind die gigantischen Felsklippen der Trois Becs sichtbar. Ein Wanderpfad zieht durch die Ostabstürze hinauf und an der Abbruchkante entlang über die drei Gipfel. Er erlaubt wilde Tiefblicke und Weitsicht über die Drôme-Region.

Tour 2: Rocher du Caire – Rocher de St-Auban, 1048 m.
Anspruch: 4,5 h, 600 Hm, leicht.
Ausgangs-/Endpunkt: Rémuzat zwischen Nyons und Rosans.

Der Aufstieg auf die zum Dorf Rémuzat abbrechenden Geierfelsen ist exponiert mit klettersteigähnlicher Passage (Leiter, Seile). Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung.

Tour 3: Le Sere d’ Esclangon
Anspruch: 2 h, 350 Hm, leicht.
Ausgangs-/Endpunkt: Parkplatz an der D 900a zwischen Barles und Digne.

Leichte Wanderung durch Ginster und Lavendel. Den roterdigen Hang bergwärts zum Ruinendorf Vieil Esclangon und weiter auf den Sere d’Esclangon. Der Bergrücken liefert einen eindrücklichen Blick auf das von Geologen sogenannte Vélodrome. Eine Schautafel klärt über das Phänomen auf.

Tour 4: Sentier de L’Imbut
Anspruch: 4,5 h, 260 Hm, mittel.
Ausgangs-/Endpunkt: Hôtel Les Cavaliers.

Steilabstieg vom Hôtel Les Cavaliers in die Verdonschlucht. Flussabwärts durch den Schluchtgrund mit drahtseilgesicherten Passagen. Über den Sentier Vidal wieder hinauf zur Panoramastraße der Corniche Sublime.

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Zwischen Bergeinsamkeit und Promenade

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Ben Wiesenfarth

Im Frühjahr findet man sie noch, die Einsamkeit in den Bergen am Gardasee. Besonders im Westen, um den Lago di Ledro, kann es sein, dass man keiner Menschenseele begegnet. Nur 20 Kilometer vom Lago di Garda entfernt, ist hier von den sportlichen Naturliebhabern nicht viel zu sehen, die jedes Jahr in Scharen an den Ufern des Gardasees einfallen. Die Anziehungskraft seines großen Bruders fehlt dem kleinen Ledrosee, doch er liegt märchenhaft verwunschen zwischen waldigen Hängen und lädt mit seinem klaren Wasser zum Baden ein – vor oder nach den Bergtouren. Und davon gibt es genug: im Norden beispielsweise liegt das stille Concei-Tal, im Süden warten die aussichtsreichen Gipfel des Ledrogebirges, und im Osten führen schmale Pfade auf die Hänge über dem Gardasee.

Tiefblicke satt gibt es von den Gipfelkämmen des Cima Nara und Cima al Bal – auf beide Seen. Aber auch auf der Ponalestraße von Biacesa hinunter nach Riva ist das glitzernde Blau des Gardasees ein ständiger Begleiter. Etwas ausgesetzter, aber nicht minder aussichtsreich geht es südwestlich des Ledrosees auf den Monte Corno. Geschichtsträchtig ist die Wanderung auf den grasbedeckten Cima Parì, den höchsten Berg des Ledrogebirges. Schützengräben und Stollenanlagen sind hier die stummen Zeugen von den Stellungskämpfen zwischen Österreichern und Italienern während des Ersten Weltkriegs.

Tour 1: Cima Nara – Cima Al Bal
Anspruch: 5 h, 800 Hm, leicht bis mittel.
Ausgangs-/Endpunkt: Kapelle in Pregasina.

Von Pregasina aus über den Passo Rocchetta auf die Gipfelkämme des Cima Nara und Cima al Bal, dann über die Bocca di Le wieder nach Pregasina zurück. Unterwegs ergeben sich wunderschöne Tiefblicke auf den Ledro- und den Gardasee.

Tour 2: Alte Ponalestraße nach Riva
Anspruch: 3 h, 250 Hm, leicht.
Ausgangs-/Endpunkt: Parkplatz vor dem Tunnel Richtung Pregasina.

Die Wanderung von Biacesa aus nach Riva und zurück ist eine einfache Halbtagestour. Man blickt dabei von bis zu 100 Meter senkrecht abfallenden Felswänden auf den Gardasee.

Tour 3: Cima Casèt – Monte Corno
Anspruch: 6 h, 550 Hm, schwer.
Ausgangs-/Endpunkt: Rifugio Garibaldi.

Über die Bocca Casèt auf den Cima Casèt und Monte Corno, über den Bochèt di Spinera zurück. Drahtseilversicherungen helfen über die anspruchsvollen Passagen der Tour hinweg. Für Abwechslung sorgt eine Vogelwarte an der Bocca Casèt.

Tour 4: Cima Parì
Anspruch: 4 h, 500 Hm, leicht.
Ausgangs-/Endpunkt: Die Alm Malga Trat.

Über die Bocca Saval auf den Cima Parì, zurück über das Rifugio Pernici. Am Weg liegen Stollenanlagen aus dem Ersten Weltkrieg.

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Toskana: Eine Region mit vielen Gesichtern

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© joujou / PIXELIO
Frühjahr

Die Toskana verzaubert Wanderer mit den sanften Schwüngen ihrer Hügel und dem Spiel kräftiger, warmer Farben. Am schönsten ist es dort im Frühling, wenn Mohn, Iris und Orchideen bunte Farbtupfer setzen. Wanderer können einen Streifzug durch diese einzigartige Landschaft mit der reichen Kultur der Gegend verbinden, wie zum Beispiel auf der Tour von Colle di Val d’Elsa in den romantischen Ort San Gimignano. Für seine Geschlechtertürme ist der Ort weltbekannt – Adelsfamilien erbauten diese Wohn- und Festungstürme im 12. und 13. Jahrhundert als Statussymbole. Von ihrer alpinen Seite zeigt sich die Toskana auf einer Rundwanderung über den Apennin-Rücken von Sant‘Agata. Bis vor die Tore von Florenz führt schließlich eine Tour von Bivigliano aus – hier erlebt man eine Toskana wie aus dem Bilderbuch.

Tour 1: Colle di Val d’Elsa – San Gimignano
Anspruch: 3–4 h, 280 Hm Aufstieg, leicht.
Ausgangspunkt: Colle di Val d’Elsa
Endpunkt: San Gimignano

Nach Bibbiano und weiter bis nach Santa Lucia. Von dort wird San Gimignano in einem großen Bogen an Podere Costa und der Villa Montagnana vorbei umwandert und schließlich von Norden über Casale erreicht.

Tour 2: Rundwanderung Apennin-Rücken
Anspruch: 5 h, 700 Hm, leicht bis mittel.
Ausgangs-/Endpunkt: Sant‘Agata

Von Sant’Agata auf den Montacciano und weiter bergauf bis auf den Bergrücken. Von dort am Passo dell’Osteria Bruciata, am Monte Alto und am Monte Linari vorbei und durch Montepoli zurück nach Sant’Agata.

Tour 3: Bivigliano – Fiesole
Anspruch: 4–5 h, 430 Hm, leicht.
Ausgangspunkt: Bushaltestelle in Bivigliano, (www.sitabus.it)
Endpunkt: Bushaltestelle an der Piaza in Fiesole (www.ataf.net)

Von Bivigliano zunächst zum Kloster auf dem Monte Senario, dann über mehrere Bergrücken und den Monte Pratone und den Monte Fanna nach Fiesole. Wer will, wandert von hier am nächsten Tag weiter bis Settignano – immer mit Blick auf Florenz.

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Piemont: Bergeinsamkeit abseits der Metropole

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© Helmut Wegmann / PIXELIO

Piemont – das ist landschaftliche Vielfalt vom Gletschereis bis zum Reisfeld, ein Paradies zum Wandern und ein echter Geheimtipp für Outdoorer. Das fängt schon im Norden an, mit dem Val Grande Nationalpark: pure Wildnis nur einen Katzensprung vom pulsierenden Tourismus am Lago Maggiore entfernt. Wenn der Bärlauch seinen Duft verbreitet und die ersten Primeln die Felsen färben, kann man im Val Grande und im angrenzenden Val Pogallo schon wandern. Liegen in den höheren Lagen noch Schneereste, wird eine Überschreitung anspruchsvoll. Eventuell lohnt es dann, nach Pinerolo weiterzuziehen. Im Südwesten des Piemont gelegen, wird der Ort aufgrund des milden Klimas gerne auch als das »Nizza des Piemont« bezeichnet. Im Hinterland locken das Val Germanasca und Val Pellice, Heimat der Waldenser, einer über viele Jahrhunderte verfolgten Religionsgemeinschaft. Ihre hübschen Dörfer und Kirchen prägen diese Täler. Besonders schön: Hoch über dem kleinen Ferienort Ghigo di Prali im Talschluss des Val Germanasca lädt das Plateau der 13 Seen zu einer genussreichen Wanderung ein. Wer von dort noch den Grat erklimmt, den empfangen fantastische Blicke zum Walliser Alpenkamm und nach Süden zum Monviso. Im benachbarten Val Pellice ist die Conca del Prà, eine von einem ehemaligen See hinterlassene Hochebene, besonders im Frühling eine Augenweide. Eine weitere Besonderheit ist dort das Rifugio Jervis mit fast so viel Komfort wie ein Hotel, dazu ganzjährig geöffnet. So lässt sich das als Oasi del Barant naturgeschützte Areal auch außerhalb der Saison ideal erkunden.

Tour 1: Nationalpark Val Grande
Anspruch: Abenteuertour für Selbstversorger, übernachtet wird in zu Biwaks hergerichteten Alphütten.

Am 1. Tag von Premosello zum Bivacco della Colma 4 h, 1510 Hm. Am 2.Tag durch das Herz des Val Grande zum Bivacco Alpe Scaredi 6,5 h, 1000 Hm. Am 3. Tag nach Malesco 4 h, 1080 Hm.

Ausgangspunkt: Premosello
Ende: Malesco

Tour 2: Germanasca
Anspruch: 3,5 h, 510 Hm, leicht.
Ausgangs-/Endpunkt: Bergstation Bric Rond Talstation in Malzat kurz nach Ghigo, 39 km von Pinerolo.

Per Sessellift zu den Conca dei 13 Laghi. Über den Lago Ramella zum Passo di Cialancia. Dann am aussichtsreichen Grat entlang in den Passo dei Rous. Steilabstieg auf das Seenplateau zurück zur Bergstation.

Tour 3: Val Pellice
Ausgangs-/Endpunkt: Villanova, 33 km von Pinerolo.

Von Villanova am Ende der Straße im Val Pellice durch eine Schlucht voller Wasserfälle zum Rifugio Jervis 1 h 45 Min. Dort die Qual der Wahl: Zu den Seen um das Rifugio Granero 2h 30 Min., 650 Hm. Oder zum Alpengarten am Colle Barant 2 h, 650 Hm. Oder beides in einer Rundtour über den Colle Manzol, 9 h.

Tour 4: Valle Maira
Anspruch: 8 h, 1380 Hm, mittel.
Ausgangs-/Endpunkt: Colle Bicocca zwischen Varaita- und Mairatal.

Vom Colle an den Fuß des Chersogno, dann anspruchsvoller und steil auf den Gipfel. Wer danach in der Selbstversorgerhütte Elio Bonfante übernachtet, kann am nächsten Tag ausgeruhter die Gratroute über den Monte Camoscere und den Pelvo d’Elva mitnehmen.

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Seiser Alm: Unterwegs im Blütenmeer

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Ben Wiesenfarth
Auf der Seiser Alm hat man immer Prominenz im Blick. Hier Lang- und Plattkofel.

Wenn die Zinnen und Grate der Dolomiten noch im Schnee liegen, sich der Frühling aber schon unaufhaltsam die Hänge hocharbeitet, dann ist es höchste Zeit für die Seiser Alm. Die größte Hochalm Europas erstreckt sich auf einer Fläche von fast 60 Quadratkilometern etwa 20 Kilometer nordöstlich von Bozen. Sie liegt zwischen 1700 und 2300 Meter Höhe. Eingerahmt von Felsprominenz wie Langkofel, Rosengarten und Schlern erleben Wanderer hier das Frühlingserwachen hautnah. Neben Exkursionen auf der weitläufigen Hochebene, zum Beispiel eine Überquerung der Seiser Alm, bieten sich auch Wanderungen in den Talniederungen an. Zwischen malerisch gelegenen Orten wie Kastelruth und Völs am Schlern genießt man hier schon im April sattes Grün. Wer es sportlicher liebt, den zieht es in die felsigen Höhen. So lockt der Schlern, dessen kuppelartiger Sporn wie ein Schiffsbug über dem Tal der Eisack liegt. Doch auch die Zustiege vom Tal aus sind ein Genuss, wie etwa die Wanderung von Kastelruth auf den aussichtsreichen Puflatsch. Und sobald die höheren Lagen schneefrei sind, bieten sich leichte und schwere Touren zu den Zinnen und Graten an.

Tour 1: Überquerung der Seiser Alm
Anspruch: 4,5 h, 350 hm, leicht.
Ausgangspunkt: St. Ulrich
Endpunkt: St. Christina

Von St. Ulrich mit der Seilbahn auf den Mont Suec, dann südwärts (Markierung 9) absteigend nach Saltria und weiter zum Almgasthof Tirler. Auf gleichem Weg zurück nach Saltria und dort ostwärts (Markierung 30) zur Prieswiese. Durch Wald und Wiesen nach Monte Pana. Hier entweder zu Fuß oder per Lift nach St. Christina.

Tour 2: Auf den Schlern
Anspruch: 6 h, 960 Hm, schwer
Ausgangspunkt: Kompatsch
Endpunkt: Weißlahnbad

Mit dem Bus nach Kompatsch, dann zu Fuß zur Saltner Schwaige, hinauf zur
Schlernhochfläche und zum Schlernhaus (2450 m). Von hier aus sind es 20 Minuten auf den Schlerngipfel Petz (2563 m). Der Abstieg leitet auf Steig 2 über den Tschaftschsattel und durch die Schlucht Bärengalle hinab nach Weißlahnbad.

Tour 3: Auf den Puflatsch
Anspruch: 6 h, 1100 Hm, mittel.
Ausgangs-/Endpunkt: Kastelruth.

Von Kastelruth nach Tinosels und auf Weg Nr. 8 durch Wald zum »Schafstall« (1483 m), weiter zur Arnikahütte und nordwärts zum Gollerkreuz. Von dort nach Osten über den Kamm zum Gipfel des Puflatsch (2170 m). Der Rückweg nach Kastelruth erfolgt auf derselben Route wie der Hinweg.

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