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6 Tipps zum Umgang mit dem Scheitern

Tipps, wie man mit Niederlagen umgeht

"Sieh's positiv!" - das sagt sich leicht. Doch es gibt tatsächlich einiges, was man tun kann, wenn es mal wieder richtig schiefgegangen ist. 6 Tipps.

Scheitern ist nichts, was wir anstreben. Trotzdem gehören Niederlagen zum Leben. Und auch wenn es Menschen gibt, die weniger davon einstecken müssen als andere: Jeder kassiert sie.

Ob auf Alltags-Level (das Essen ist total versalzen), in sozialen Zusammenhängen (wieder mal den größten Fettnapf erwischt) oder auf existenzieller Ebene (in Partnerschaft oder Karriere) - das Scheitern gehört zum Menschen.

Gleichzeitig natürlich auch die Lernfähigkeit. Denn wenn man genau hinsieht, hat das Scheitern natürlich auch positive Aspekte: Wenn wir einmal sehen, wie etwas nicht funktioniert, können wir fürs nächste Mal daraus lernen.

Doch meistens sind Niederlagen einfach nur: doof. Damit umzugehen, gehört zur hohen Schule der Charakterbildung. Deshalb geben wir hier einige Tipps, wie man sie eleganter wegstecken kann. Mit diesen Tipps werden Sie nicht weniger Scheitern oder weniger Niederlagen kassieren - aber hoffentlich können Sie dank ihnen besser damit umgehen.

"Scheitern nimmt dir die Angst vor dem Scheitern."

Natalie Portman

Das Gute sehen

Das ist der wichtigste und zugleich schwierigste Schritt. Nach dem Unfall zu erkennen, dass es "nur" ein Blechschaden ist, bei dem niemand zu Schaden gekommen ist. Nach einer Trennung zu erkennen, dass man nun frei für etwas Neues (und potenziell großartiges) ist. Nach der Absage zu sehen, dass man sich vermutlich in dem Unternehmen auch nicht sehr wohl gefühlt hätte.

Auch wenn das Gute im Scheitern nicht immer prominent hervorstechen mag - es ist eine Tugend, dieses Gute zu finden, zu sehen und sich darauf zu konzentrieren. Denn: Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, hilft es auch nicht mehr, sich noch zu grämen. Nehmen Sie das Positive mit und blicken Sie nach vorn.

Verantwortung annehmen

Es ist nicht leicht, zuzugeben, dass man Mist gebaut hat. Manchmal war es ja auch jemand anders, der es verbockt hat, und man selbst ist sozusagen mit leidtragend. Aber: Schieben Sie nicht zu schnell jemand anderem die Verantwortung in die Schuhe. Prüfen Sie kritisch, was Sie wann hätten besser oder anders machen können.

Es gehört Kraft und persönliche Größe dazu, Fehler zuzugeben. Lernen Sie es! Übernehmen Sie Verantwortung, wachsen Sie daran! Versuchen Sie nach einer Niederlage, möglichst objektiv Ihre Verantwortung zu erkennen und zu akzeptieren.

Das heißt nicht, dass Sie sich jetzt auf ewige Zeiten ein schlechtes Gewissen machen sollen. Im Gegenteil: Analysieren Sie Ihren Teil und legen Sie die Geschichte ad acta. Denn nur so...

Lernen Sie fürs Leben

Nur wenn man weiß, was zu welchem Zeitpunkt und warum schiefgelaufen ist, können Sie eine Lehre aus der Situation ziehen. Und das ist das Allerwichtigste am Scheitern: daraus zu lernen.

Wenn ein Schritt auf die eine Weise nicht funktioniert, dann wählen Sie beim nächsten Mal eine andere Art. So einfach ist das. Lehre ziehen, verinnerlichen, weitergehen.

Bleiben Sie offen

Wer ordentlich eins auf den Deckel bekommen hat, neigt dazu, sich abzuschotten und mit einer pauschalen Verweigerungshaltung zu reagieren. "Die Welt ist gegen mich", denken Sie vielleicht. Doch wer mit dieser Haltung durchs Leben geht, der wird auch so von außen gesehen - verschlossen, verweigernd, destruktiv.

Deshalb ist es wichtig, sich Offenheit und Leichtigkeit, ja sogar Verletzlichkeit zu bewahren. Diese in die innere Haltung zu integrieren ist anstrengend und kostet Mut - aber genau diese Fähigkeiten machen das Leben schön! Übrigens hat Humor schon für so manchen, dringend notwendigen Wetter-Umschwung in der Laune gesorgt.

Suchen Sie sich Unterstützung

Trost kommt manchmal aus Ecken, von denen man es am wenigsten erwartet hätte. Doch vor allem können Sie jetzt von Freunden und Familie profitieren. Lassen Sie sich helfen, trösten und unterstützen. Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihnen lieb sind und die Sie schätzen.

Verbringen Sie Zeit mit Familie und Freunden. Machen Sie sich klar, dass Liebe und Freundschaft nicht von Erfolg oder Misserfolg abhängen. Manchmal reichen nur wenige Momente mit unseren Lieben aus, um weltliche Probleme irrelevant werden zu lassen. Oder, wenn es ein existenzielles Scheitern war - meist hilft es, wenn jemand anders uns eine starke Schulter (oder ein offenes Ohr) bietet.

Werden Sie kreativ

Wo Altes vergeht, kann Neues entstehen. Nutzen Sie Ihre Niederlage als Inspiration: Was wäre das beste, was nun passieren könnte? Welche Schritte bringen Sie in diese Richtung? Prüfen Sie Ihre Motivation: Selbst wenn sie gerade nicht vorhanden zu sein scheint - wofür könnten Sie sich jetzt begeistern? Na, dann tun Sie's doch!

Aus der Asche ein Phoenix? Manchmal lassen sich aus den Überresten oder Spuren des Scheiterns noch Dinge gewinnen, die sich in Schönes wandeln lassen. Eine Lampe aus den Scherben? Eintopf aus dem verkochten Gemüse? Ein Geschenk aus dem Fehlkauf?

Nicht immer lässt sich das Scheitern produktiv verwerten. Doch auch wenn das nicht geht, können Sie aktiv (und kreativ) werden. Schreiben Sie es auf. Führen Sie Tagebuch. Dokumentieren Sie. Wenn auch nicht für die Öffentlichkeit (warum eigentlich nicht?), dann für Sie selbst. Wenn Sie in einem Jahr zurückblicken, werden Sie staunen, wie weit Sie seither gekommen sind.

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Der Fernsehkoch Markus Sämmer ist begeisterter Outdoor-Sportler.

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