OD 2014 Fish River Canyon Schlucht Namibia afrika Public Domain (Wikipedia)

Top-Ten: Schluchten der Erde

Grand Canyon, Wutach oder Gorges du Verdon: Diese Schluchten muss man gesehen haben

Ist von Schluchten die Rede, fallen vielen Outdoorern als erstes der Grand Canyon in den USA oder die französischen Gorges du Verdon ein. Doch auch hierzulande gibt es abgründige Schönheiten, die eine Erkundung lohnen.

Steil ragen die Wände links und rechts auf, und man fühlt sich winzig, tief im Herzen der Erde. Und genau das macht den Reiz einer Schluchtwanderung aus: Schritt für Schritt erschließt sich eine völlig neue, abgeschiedene Welt. Schon durch seine gigantischen Ausmaße besticht der Grand Canyon, durch ihre Ursprünglichkeit die Samaria-Schlucht auf Kreta. Der Trek durch den Fish River Canyon in Namibia fordert abenteuerlustige Wanderer ebenso heraus wie eine Tour auf den Spuren der Goldgräber in Neuseeland. Wer es etwas zahmer mag, wird am blau-grün funkelnden Verdon glücklich – oder beim Wandern vor der Haustür: im Schluchtengewirr der Wutach oder das Bodetal im Harz. Eine Auswahl der schönsten Schluchten finden Sie hier:

Fish River Canyon, Namibia

OD 2014 Fish River Canyon Schlucht Namibia afrika
Public Domain (Wikipedia)
Fish River Canyon Namibia

Den größten Canyon Afrikas hat in Namibia der 650 Kilometer lange Fish River in den Fels geschnitten. Im Winter (Mai bis Oktober) fällt die Schlucht so trocken, dass man den 86 Kilometer langen, sehr fordernden Trek durch den Canyon wagen kann. Info: www.namibia-info.net

Dilemma Creek, Neuseeland

Wanderer folgen auf Neuseelands Südinsel auf dem 25 Kilometer langen „Inland Pack Track“ den Spuren der Goldgräber. Zwei Tage dauert die Tour ab dem Visitor‘s Center in Punakaiki; Zelt und Verpflegung gehören ins Gepäck. Und dann wartet ein Abenteuerland aus Schluchten, wilden Flüssen und dunklen Höhlen. Info: Wanderführer Neuseeland, Rother, 19,90 Euro.

Gorges du Verdon, Frankreich

Violett wogen die Lavendelfelder der Provence, dann tut sich ein Abgrund auf: die Gorges du Verdon. 700 Meter geht es hinunter, unten leuchtet die türkisfarbene Schlange des Verdon. Wanderer können zum Beispiel dem Sentier Martel (15 km, 650 Hm, Lampe für Tunnel!) durch acht Meter breite Stellen der Schlucht folgen. Und auf dem Sentier de l‘Imbut (8 km, 500 Hm, teils ausgesetzt, aber gesichert) sieht man den Verdon drei Mal kurz in Fels tunneln abtauchen. Buchtipp: Provence, Rother, 14,90 Euro.

Samaria-Schlucht, Griechenland

An der engsten Stelle rücken die Wände der bis zu 600 Meter tiefen Samaria-Schlucht auf der griechischen Insel Kreta auf drei Meter zusammen. Der Weg (17 km, 1300 Höhenmeter von Omalos hinab ans Meer) verlangt Kondition, ist aber gut markiert, und Quellen spenden unterwegs Wasser. Info: www.visitgreece.gr

Grand Canyon, USA

Wer in die Schlucht aller Schluchten hinabsteigt, braucht Wasser und gute Kondition. Keinesfalls sollte man die 1300 Höhenmeter am gleichen Tag wieder aufsteigen. Wirklich leichte Wege gibt es in der Gluthitze des 450 Kilometer langen Grand Canyon nicht. Am beliebtesten ist der Abstieg auf dem Bright Angel Trail (15 km, Wasserstellen) mit Übernachtungen auf dem Bright Angel Campground oder auf der Phantom Ranch (grandcanyonlodges.com). Alternativ führen auch South Kaibab Trail (11 km, sehr heiß, kein Wasser) und North Kaibab Trail (23 km, härtester Zugang) hinab. Permit für Übernachtungen: nps.gov

Zahlen & Fakten zum Grand Canyon
Zahlen & Fakten zum Grand Canyon

Wutachschlucht, Deutschland

Eine der wildesten Landschaften Deutschlands liegt im Hochschwarzwald: das Schluchtengewirr der Wutach. Sie hat sich 200 Meter tief in die Erde gefressen; ihrem Lauf kann man nur zu Fuß folgen. Wer einen Tag Zeit hat, wandert an der Wutach von der Schatten- zur Wutachmühle (13 km, 5 h; Transfer organisieren); am schönsten erkunden Wanderer die Wutach- und ihre Nebenschluchten aber auf dem Schluchtensteig (6 Tage; www.schluchtensteig.de).

Bodetal im Harz, Deutschland

Die Bode entspringt am Brocken. Zur Schlucht wird das Bodetal auf zehn Kilometern zwischen Treseburg und Thale: Über 200 Meter ragen die Felswände teilweise auf. An besonders engen Stellen führt der Wanderweg in steilen Kehren vom Bachbett weg und ermöglicht top Blicke auf die Schlucht. Info: www.harzlife.de

OD 2014 Harzer Hexen Stieg Brocken
Harzer Tourismusverband

Wolfsschlucht, Luxemburg

Nordwestlich des deutsch-luxemburgischen Grenzorts Echternach liegt die enge Wolfsschlucht in der Kleinen Luxemburger Schweiz. Sie ist Teil einer fordernden, zwölf Kilometer langen Rundwanderung von Echternach über Berdorf. Info: www.mullerthal-trail.lu

Paklenica, Kroatien

Paklenica bedeutet im Kroatischen „kleine Hölle“. Den ungewöhnlichen Namen verdankt der Nationalpark im küstennahen Velebit-Gebirge seinen engen Klüften, geheimnisvollen Höhlen und bizarren Felsformationen. Wanderer entdecken das Naturparadies auf über 150 Kilometer Wanderwegen, der wohl eindrucksvollste führt auf einer etwa sechsstündigen Rundtour durch die grandiosen Schluchten Velika und Mala Paklenica. Info: www.paklenica.hr

Barranco de Masca, Spanien

Inmitten des Teno-Gebirges im Nordwesten Teneriffas liegt das malerische Bergdorf Masca. Für Wanderer lohnt sich ein Ausflug zum Kleinod gleich doppelt: Unterhalb des Ortes schlängelt sich die wildromantische Masca-Schlucht zum Meer. Rund drei Stunden dauert der Weg durch das tief eingeschnittene Steinlabyrinth, wer nicht auf gleicher Strecke zurückgehen möchte, bucht im Anschluss eine Bootstour entlang der dramatischen Steilküste nach Los Gigantes. Info: www.sonniges-teneriffa.de

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